Frauenchor Eppenrod

Omas kochen im Rathaus Eppenrod

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Bereits zum dritten Mal kochen die Sängerinnen des Frauenchores Eppenrod Speisen aus alten Zeiten und treffen dabei genau den Geschmack der Gäste.

Schnippeln, schälen, braten und brutzeln: Bereits um kurz nach 7 Uhr herrschte reger Betrieb in der Rathausküche, erzählt Chor-Vorsitzende Kerstin Nink. Die Sängerinnen des Frauenchores bereiteten sich auf den großen Ansturm vor, der zur Mittagszeit aufgrund der Erfahrung der letzten beiden Veranstaltungen erwartet wurde und kochten was das Zeug hielt. Mehlklies met Äppelschmer, Kreppelcher, Ajerkäs met Zucker und Zimt sowie weitere Leckereien standen, samt hochdeutscher Übersetzung, auf der Speisekarte. Auch in diesem Jahr zeigte die Bevölkerung großes Interesse und kam zahlreich.

„Großmutters Küche“ – der Name dieser Veranstaltung trifft es auf den Punkt: Die Mitglieder des Frauenchors Eppenrod kochten das, was ihnen ihre Großmütter schon als Kind servierten. Die vielen Gäste die sich am Sonntag am Rathaus versammelt haben erfreute das sehr. Die Gerichte trafen genau den Geschmack der Gäste. „Das ist alles sehr lecker“, sagt eine Dame zu ihrer Nachbarin, die sich bei der großen Essensauswahl noch nicht entscheiden konnte. Herzhaft, deftig, süß und gehaltvoll: die Speisen schmeckten nicht nur super, sondern sie ließen bei vielen der Gäste auch Erinnerungen wach werden – an früher, an die Kindheit und auch an die Großeltern. „Das ist ein Gericht meiner Kindheit“, berichtet Rosel Wölbert als sie gerade in der Küche gemeinsam mit ihren Sangeskolleginnen in Aktion ist und zeigt auf ein Steckrüben-Gericht.

Während draußen die Gäste auf Bänken Platz nahmen und deftig speisten, sich bei Kaffee und Kuchen unterhielten oder die Marktstände betrachteten, ging es in der Küche und der Essensausgabe heiß her: denn die Gerichte die nicht vorbereitet werden konnten, wurden vor Ort frisch zubereitet. Mehlklöße beispielsweise, die in heißem Wasser gargekocht werden. „Das erinnert mich an früher“ – diese Aussage fällt an diesem geselligen Vormittag oft. Ob Streuselkuchen, Ajerkäs oder Himmel unn Ärd – der Geschmack von früher trifft auf den Geschmack von heute. Sie koche zu Hause oft noch diese Gerichte, sagt eine der Sängerinnen. Die Veranstaltung kommt an, weiß Chorleiterin Nink und lobt ihre fleißigen Sängerinnen für ihren Einsatz. Der Erlös von diesem Tag kommt dem Chor zugute. Der Frauenchor würde sich zudem freuen neue Sängerinnen begrüßen zu können.

(qui)

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