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Weinbachs Erster Beigeordneter Gerhard Bördner (von links) und die Bürgermeister Johannes Hanisch (Weilburg), Mario Koschel (Weilmünster) und Götz Esser (Weilrod) unterzeichnen im Weinbacher Rathaus das Sicherheitskonzept.

Naturerlebnis im Weiltal

Die Organisation für den autofreien Weiltalsonntag am 4. August steht

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Der 16. autofreie Weiltalsonntag am 4. August ist von der Organisation her fast fertig. Im Weinbacher Rathaus fand jetzt das finale Treffen der vier Anliegerkommunen, Polizei, Rettungsdienste und Touristikverbände statt. Alles scheint geregelt, jetzt müssen nur noch die Besucher kommen, die Veranstalter wollen die 16 000-Marke wieder knacken.

Bis zum 16. autofreien Weiltalsonntag am 4. August sind es zwar noch ein paar Tage. Organisatorisch jedoch ist die Traditionsveranstaltung, für die die Weiltalstrecke von der Einmündung Cratzenbach/L 3025 bis Weilburg für alles, was einen Auspuff hat, gesperrt wird, seit gestern auf der Zielgeraden. Im Rathaus von Weinbach, neben Weilrod, Weilmünster und Weilburg Anrainerkommune des Erlebnistages, trafen sich die Projektverantwortlichen aus den Rathäusern mit Vertretern von Polizei, Rettungsdiensten, dem Verkehrsverein Taunus und dem Taunus Touristik Service zur finalen Abstimmung. Erstmals gibt es für das "autofreie Weiltal" ein Sicherheitskonzept, das die vier Rathauschefs Götz Esser (FWG, Weilrod), Johannes Hanisch (CDU, Weilburg), Mario Koschel (parteilos/Weilmünster) sowie Gerhard Bördner (CDU, Erster Beigeordneter Weinbach) gemeinsam unterzeichneten (siehe Info-Box).

Zufahrten offen

An Konzept und Streckenführung der Veranstaltung ändert sich, so Organisator Lars Wittmaack (Weilburg), nichts. Nach wie vor geht es den Veranstaltern darum, Radfahrern mit und ohne elektromotorische Trethilfe, Skatern und Rollerfahrern 30 Kilometer Spaß und Erholung zu bieten, die durch Verpflegungs- und Informationsstände sowie musikalische Unterhaltung noch gesteigert wird.

Die komplette Weiltalstraße bleibt zwischen 9 und 17 Uhr für den motorisierten Verkehr - Polizei und Rettungsdienste natürlich ausgenommen - gesperrt. Die Zufahrten von den seitlich der Strecke liegenden Ortschaften bis zur L 3025 bleiben befahrbar. Hier ist demzufolge auch mit Gegenverkehr zu rechnen und gegenseitige Rücksicht nötig. In den vergangenen Jahren hat es immer mal wieder Unmut von Autofahrern gegeben, die die Strecke beispielsweise über die Utenhof-Kreuzung ohne Teilnahme am Weiltalsonntag queren wollten, von Streckenposten aber abgewiesen wurden. Das soll in diesem Jahr geschmeidiger ablaufen. Da diese Kreuzung durch Polizei abgesichert wird, soll, so hieß es gestern, Querverkehr durchgeschleust werden, wenn es die Verkehrslage auf der Landesstraße gefahrlos zulässt.

Die Öffentlichkeit soll ab sofort mit Flyern, Plakaten und Bannern auf die Veranstaltung hingewiesen werden. Dazu werden 16 500 Handzettel in Rathäusern, vielen Geschäften, beim Verkehrsverbund Hochtaunus und beim Taunus Touristik Service verteilt.

Auch wird in Kürze die Internetseite www.autofreiesweiltal.de "scharf geschaltet", dort finden sich dann auch Hinweise auf streckennahe Parkplätze, Veranstaltungen entlang der Strecke sowie Toiletten.

In den vergangenen Jahren waren stets zwischen 15 000 und 16 000 Menschen im Weiltal unterwegs. Etwa so viele werden auch in diesem Jahr erwartet, wobei das auch eine Frage der Witterung ist. Die vier Kommunen sind dabei, die Veranstaltungsprogramme auszuarbeiten. Schwerpunkte werden wieder der Rewe-Parkplatz am Roder Kreisel, der Marktplatz in Weilmünster sowie die Guntersau in Weilburg sein. Es wird wieder eine Mischung aus kulinarischen Angeboten, vielen Informationen, Spiel und Spaß sowie Unterhaltung sein. Die Polizei kodiert Fahrräder und informiert über ihre Arbeit, ebenso wie die zahlreichen Vereine und die an der Veranstaltung beteiligten Kommunen.

Erstmals gibt es für den autofreien Weiltalsonntag ein zwischen allen Beteiligten ausgearbeitetes Sicherheitskonzept mit einer Gefährdungsanalyse. Roland Baume, Autor des Konzeptes, sagt, es sei schwierig gewesen, einen solchen Leitfaden über eine Veranstaltungsstrecke von 30 Kilometern verkehrslenkend zu erstellen. Darin sind die Organisationsstrukturen mit Ansprechpartnern ebenso hinterlegt wie Notfallpläne für den Einsatz von Rettungsdiensten bei Unfällen. Unter besonderer Beobachtung stehen Verkehrsknotenpunkte wie die Kreisel in Weilrod und Weilmünster, aber auch die Utenhof-Kreuzung. Da Anfang August schon mit Ernteverkehr zu rechnen ist, wurden auch dazu Vorkehrungen getroffen, damit es zwischen den Besuchern des autofreien Weiltalsonntags und den Landwirten zu keinen Kollisionen kommt. as

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