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Landrat Manfred Michel (CDU) und Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) gaben gestern die Ortsdurchfahrt durch Oberweyer offiziell frei.

Sanierung

Die Ortsdurchfahrt ist nun barrierefrei

Pünktlich und im geplanten Kostenrahmen ist die Sanierung der Ortsdurchfahrt Oberweyer jetzt abgeschlossen. Gestern gaben Landrat Manfred Michel (CDU) und Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff (CDU) das erneuerte Teilstück offiziell frei.

Rund 300 Meter ist das Teilstück der Oberdorfstraße zwischen Ortseinfahrt und Schäferstraße lang, das während der vergangenen Monate grundhaft saniert wurde. Die Fahrbahnbreite rangiert zwischen 5,50 Metern im Bereich von Wiesen- und Schäferstraße und sechs Metern zwischen Wiesenstraße und Kreuzung bei der Kreisstraße 496. Fahrbahn, Rinne, Gehsteige sowie der Kanal und die Wasserleitung sind neu, an der Einmündung von Oberdorf- und Wiesenstraße wurde ein Fußgängerüberweg aufgebracht, zwei barrierefreie Bushaltestellen sind eingerichtet.

Sinnvolle Sanierung

„Es war absolut sinnvoll und vernünftig, die grundhafte Erneuerung zusammen mit der Sanierung der Versorgungsleitungen und des Gehweges durchzuführen“, sagte Landrat Manfred Michel jetzt bei der feierlichen Eröffnung, die er zusammen mit Hadamars Bürgermeister Michael Ruoff (CDU), Ortsvorsteher Heribert Jeck sowie Vertretern des zuständigen Ingenieurbüros und der Baufirma und anderen Gästen vornahm.

„Die Maßnahme befand sich schon seit etlichen Jahren im Investitionsprogramm des Kreises und war aufgrund des schlechten baulichen Zustands dringend erforderlich“, sagte Michel. Auch der Unterbau habe nicht mehr den Anforderungen entsprochen, weshalb das Projekt gemeinsam mit der Stadt Hadamar realisiert wurde. Letztere ist für die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen zuständig.

Fördermittel des Landes

Die Gesamtkosten der Sanierungsmaßnahme belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, von denen die Stadt Hadamar 716 000 Euro einschließlich der Erneuerung der Versorgungsleitungen übernimmt; der Kreis beteiligt sich mit 444 000 Euro, teilte Landrat Michel mit. Wie teuer dem Kreis seine Straßen sind, können sich jeder Bürger ausrechnen. Ein Meter neue Straße kostet somit 4000 Euro. Allerdings unterstützt das Land den Kreis mit Fördermitteln in Höhe von rund 340 000 Euro; auch die Stadt werde für die Erneuerung der Gehwege vom Land Hessen unterstützt, sagte Michel bei der Freigabe des Fahrbahnteilstücks.

Für Oberweyer sei dies ein guter Tag, betonte auch Bürgermeister Michael Ruoff. Allerdings wolle er daran erinnern, dass die Anlieger des Stadtteils im Nordosten der Kernstadt die Sanierungsmaßnahme zunächst entschieden abgelehnt hätten. „Die Bürger von Oberweyer wollten, dass die Schulstraße saniert wird.“ Der Wiederherstellung der Ortsdurchgangsstraße hatten sie dagegen weniger Bedeutung zugemessen. Darauf wird jetzt reagiert: Die von den Anwohnern favorisierten Arbeiten in der Schulstraße ist die nächste Maßnahme, kündigte der Bürgermeister an.

von ANKEN BOHNHORST

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