„Beauty Express“ siegt

Packendes Flyball-Turnier beim Beselicher Hundesportclub

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Beim ersten Flyball-Turnier des Beselicher Hundesportclubs hatte ein heimisches Team die Nase vorn. Der „Beauty Express“ holte den Sieg in der höchsten Leistungsgruppe.

Was für eine packende Sportart „Flyball“ sein kann, wurde beim Turnier am Sonntag auf dem Übungsplatz des Beselicher Hundesportclubs deutlich. Flyball bringt Mensch und Tier in Bewegung und machte allen Zwei- und Vierbeiner sichtlich Freude. Das Turnier endete mit einem heimischen Sieg: Die erste Mannschaft der Beselicher, der „Beauty Express“, siegte in der höchsten Leistungsgruppe (1. Divison). Die zweite Mannschaft, die „Maddogs“, kamen in der dritten Division auf den vierten Platz. Den ganzen Tag über traten zwölf Teams gegeneinander an.

Flyball ist eine Art Staffel, in der vier Hunde pro Team nacheinander eine Strecke absolvieren müssen, bei der sie Hindernisse überspringen, bei der Wende einen Ball aufnehmen und ins Ziel transportieren. Für das Auslassen eines Hindernisses oder das Fallenlassen des Balls gibt es Strafpunkte. Deshalb gewinnt nicht immer die Mannschaft mit den schnellsten Hunden. Auch auf Geschick und Aufmerksamkeit der Hunde kommt es an, aber auch darauf, dass die Besitzer sie nicht durch falsche Gesten oder Rufe aus der Konzentration bringen. Ein zu früher Wechsel bringt ebenfalls einen Minuspunkt, und wer zu früh startet, muss den Lauf neu beginnen.

Gestartet werden die Rennen wie in der Formel 1 mit einer Ampelanlage: Bei Grün geht’s los. Ein durch langsamere Zeit oder Fehlerpunkte verlorener Durchlauf bedeutet aber noch nicht das Aus im Turnier. Fünf Läufe sind möglich, und wer zuerst drei für sich entschieden hat, gewinnt.

Karin Lanzendörfer vom Beselicher Hundesportclub liebt es, mit ihrem Weimaraner-Labradormix „Freeman“ und ihrer Bordercollie-Hündin „Faye“ an Flyball-Turnieren teilzunehmen. Die 56-Jährige meinte, dass Flyball das vereint, was Hunde gerne machen: Laufen, Springen und Apportieren. Der Sport bringe den Tieren nebenbei genügend Bewegung. Was Lanzendörfer Freude am Flyball macht: „Es ist eine Teamsportart.“

Seinen Ursprung hat Flyball in den USA. Dort machen sich mittlerweile Züchter Gedanken, wie sie Schnelligkeit und Robustheit verschiedener Hunderassen kreuzen können, um die schnellstmöglichen Hunde für den Sport heranzuzüchten. 16,54 Sekunden ist der deutsche Rekord im Flyball, der Rekord des „Beauty Express“ aus Beselich liegt bereits bei guten 20,20 Sekunden. „Das heißt aber nicht, dass wir damit schon bei allen Turnieren in Deutschland in der ersten Division starten dürfen“, berichtet Lanzendörfer. Es komme immer darauf an, wie schnell die anderen bei diesem Wettkampf gemeldeten Teams sind.

Beim Turnier in Beselich waren viele Anfänger am Start. Lanzendörfer sagt: „Ein Wettkampf mit vielen Menschen und anderen Hunden ist dann nochmal was ganz anderes als Training.“ Ein Hundehalter könne leicht auch die eigene Nervosität unbewusst auf den Hund übertragen. Karin Lanzendörfer hat im Flyball schon einige Erfahrung. Da sie sportlich weiterkommen wollte, hatte sie ihren Stammverein in Bonn verlassen und sich dem Wetzlarer Flyball-Team angeschlossen. Über die Trainerin Claudia Pauly wechselte sie dann vor einem Jahr noch einmal – nach Beselich. Hier hat die Aktive nun ein Umfeld und ein Team gefunden, die ihrer Meinung nach hundertprozentig zu ihr passen. „Denn ohne Zusammenhalt geht im Flyball wenig“, so Lanzendörfer.

Ein unmotiviertes Paar oder ein schlecht an diesem Tag aufgelegter Hund könnten der Mannschaft alle Chancen zunichte machen. Lanzendörfer findet aber gerade die Wettkampfsituation interessant. Ihre Hunde wissen nach vielen Trainingseinheiten ganz genau, was zu tun ist. Folglich fährt sie nicht mehr zu jedem Training die weite Strecke von Bonn nach Beselich. „Die Parcourslänge und Hindernisse sind bei allen Wettkämpfen im Flyball gleich“, berichtet sie.

Sie rät Interessierten, mit dem Training im Flyball erst anzufangen, wenn der Hund ein Jahr alt ist und die Knochen ausgereift sind. Ab einem Alter von 15 Monaten ist der Hund dann bei Turnieren startberechtigt. Hunde seien, wie Lanzendörfer erzählt, unterschiedlich und lernten ihre Lektionen nicht alle gleich schnell. Ein guter Hund könne Flyball aber in drei Monaten „draufhaben“.

Mitmachen können in Beselich Hunde jeglicher Rassen. Die Hindernishöhe richtet sich stets nach dem kleinsten Hund im Team. Wer Interesse hat, mit seinem Hund mitzumachen, sollte einfach mal den Beselicher Hundesportclub über . de oder Telefon:  (0 64 32) 9 24 06 70 kontaktieren.

(rok)

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