Jörg Denninghoff (vorne, Mitte) will am 13. März Frank Puchtler (Zweiter von links) als Landrat ablösen.
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Jörg Denninghoff (vorne, Mitte) will am 13. März Frank Puchtler (Zweiter von links) als Landrat ablösen.

Landtagskandidaten gekürt

Rhein-Lahn: 98 Prozent votieren für Jörg Denninghoff

SPD-Mitgliederversammlung kürt ihren Landtagskandidaten mit einem Spitzenergebnis

Rhein-Lahn -Nach der Nominierung durch den Kreisvorstand im Dezember hat die SPD in einer Mitgliederversammlung am Donnerstagabend in Miehlen Jörg Denninghoff mit einem Traumergebnis von 98,4 Prozent auch offiziell zu ihrem Kandidaten gewählt. "Ich danke euch sehr für das Vertrauen und bin hochmotiviert, alles für das Wohl unserer Heimat, dieser wunderschönen Region und die Menschen im Rhein-Lahn-Kreis zu geben", sagte Jörg Denninghoff nach dem Votum.

Vor der förmlichen Nominierung des 55-Jährigen aus Allendorf (Verbandsgemeinde Aar-Einrich) hatte er sich zunächst noch einmal vorgestellt: Seit seiner Geburt lebt Jörg Denninghoff im Rhein-Lahn-Kreis und ist diesem auch während seiner beruflichen und politischen Karriere treu geblieben. Der gelernte Energieanlagenelektroniker arbeitete bis zum Sommer 2014 bei der Firma Eaton in Holzhausen an der Haide. Zunächst war er Facharbeiter und später staatlich geprüfter IT-Techniker und IT-Projektmanager.

Kandidat hält kämpferische Rede

Nachdem Frank Puchtler (SPD) als neu gewählter Landrat aus dem rheinland-pfälzischen Landtag ausschied, rückte Jörg Denninghoff auf seinen Platz nach und vertritt seither den Wahlkreis Diez-Nassau als direkt gewählter Abgeordneter. Auch auf kommunalpolitischer Ebene ist Jörg Denninghoff sehr aktiv, sei es als Mitglied des Gemeinderates seiner Heimatgemeinde Allendorf, als Fraktionsvorsitzender im Verbandsgemeinderat Aar-Einrich oder auch als Mitglied des Kreistages. Die Schwerpunkte seiner politischen Arbeit liegen nach eigenen Angaben vor allem in der Stärkung des ländlichen Raums. Er setze sich für junge Familien, Arbeitnehmer, Unternehmen und Senioren ein, suche nach neuen und innovativen Wegen bei der Digitalisierung, der Mobilität, in der Bildung und bei der ärztlichen Versorgung.

Jörg Denninghoff zeigte sich in seiner Rede vor den SPD-Mitgliedern kämpferisch und überzeugt davon, als Landrat für Gesundheit, Klimaschutz, die Kinder, stabile Finanzen und - aus seiner Sicht ganz wichtig - für Digitalisierung "genau der richtige Mann zur richtigen Zeit" zu sein. Dafür spendeten ihm die Anwesenden langanhaltendem Applaus.

Mit dabei war auch die SPD-Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag, Sabine Bätzing-Lichtenthäler: "Ich kenne Jörg bereits seit vielen Jahren durch seine landespolitische Arbeit. Er ist ein überaus engagierter und geschätzter Kollege, der sich immer wieder durch gute Ideen für unsere Fraktion hervorgetan hat. Man merkt jeden einzelnen Tag, wie sehr ihm die Menschen seiner Heimat am Herzen liegen. Er ist ein Glücksfall für die Region und In seinen Händen ist der Rhein-Lahn-Kreis gut aufgehoben", sagte sie.

Auch der SPD-Kreisvorsitzende Mike Weiland bescheinigte Jörg Denninghoff "viel Kompetenz und Erfahrung", das Amt auszufüllen. "Wir haben mit Frank Puchtler einen Landrat, der gezeigt hat, wie man erfolgreich für seine Heimat und mit der Verwaltung im Sinne der Menschen arbeiten kann. Ebenso gut wird dies Jörg Denninghoff managen, denn in ihm vereint sich ebenfalls reichlich Fachkompetenz aus verschiedenen Richtungen: Aus der freien Wirtschaft, in Zusammenarbeit mit Behörden und Verwaltungen, aber vor allem ist er bei den Menschen in seinem bisherigen Landtagswahlkreis und darüber hinaus aufgrund seiner herzlichen Art sehr beliebt und wurde dort bereits zweimal mit Mehrheit bei Wahlen ausgestattet."

Jörg Denninghoff bekannte: "Die Verwaltung und die Menschen werden zugleich im Mittelpunkt meines Wirkens stehen, um gute Entscheidungen treffen zu können und das vor allem im Miteinander über Partei- und Wählergruppengrenzen hinweg." "Ich möchte das Beste für den Kreis, seine Zukunftsentwicklung, vor allem aber, dass sich der Kreis noch weiter zu einer lebens- und liebenswerten Heimat mit hohem Standard und vor allem Wohn-, Arbeits- und Lebensqualität mausert, was er an vielen Stellen heute bereits ist", so Denninghoff. Er wolle gemeinsam mit den Menschen gestalten. "Ich möchte, dass unser Kreis stark bleibt und auch mit Blick auf die Buga, den Internetausbau, Glasfaser in jedem Gebäude, moderne Schulen und Kitas sowie Sportstätten, den Klimaschutz als Querschnittsaufgabe, den ÖPNV, aber selbstverständlich auch die Finanzen zukunftsgerichtet und modern aufgestellt werden."

"Er ist ein Kümmerer"

Unterstützung signalisierten auch die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende Gisela Bertram und der Kreistagsfraktionsvorsitzender Carsten Göller. "Jörg Denninghoff ist Kümmerer und Gestalter ganz im Sinne unserer Heimat, des Rhein-Lahn-Kreises und der hier lebenden und arbeitenden Menschen. Er ist ein sehr profilierter und politisch erfahrener Kandidat, der nicht nur auf Kommunal-, sondern auch auf Landesebene schon heute wichtige Führungsverantwortung trägt." Solch eine Persönlichkeit brauche es an der Spitze des Kreises, der nicht nur Verwaltungsarbeit, sondern auch das Handeln in der Privatwirtschaft und Industrie kenne, in Zeiten der Digitalisierung wisse, worüber er auch auf diesem Gebiet spricht und die für unsere Finanzen und vor allem Projektzuwendungen wichtigen Kontakte auf höhere Ebenen besitze. Die Aktiven, so Bertram und Göller, seien "motiviert und ein schlagkräftiges Team".

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