Matthias Lammert
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Landtagswahlen

Rhein-Lahn/Westerwald: Lammert und Jeckel ziehen in den Landtag ein

  • vonTobias Ketter
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Drei Politiker aus dem Wahlkreis Diez/Nassau erhalten Mandat

Rhein-Lahn/Westerwald -Die Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz haben ihre Stimmen abgegeben. Bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag setzte sich die SPD mit 35,7 Prozent (39 Sitze) durch. Auf Platz zwei folgt die CDU mit 27,7 Prozent (31 Sitze). Auch die Grünen (9,3 Prozent/10 Sitze), die AfD (8,3 Prozent/9 Sitze), die FDP (5,5 Prozent/6 Sitze) und die Freien Wähler (5,4 Prozent/6 Sitze) haben es in den Landtag geschafft. Fünf Mandatsträger aus den Wahlkreisen Bad Marienberg/Westerburg, Montabaur und Diez/Nassau werden während der kommenden Legislaturperiode die Geschicke von Rheinland-Pfalz mitgestalten.

Bad Marienberg/Westerburg: In dem Wahlkreis sicherte sich Hendrik Hering (SPD) mit 41,1 Prozent der Stimmen ein Direktmandat für den Landtag. Hinter ihm rangiert Janick Pape (CDU), der 30,6 Prozent aller Wahlkreisstimmen erhalten hat. Auf den folgenden Plätzen landeten Jan Strohe (AfD/7,9 Prozent), Mathias Flügel (Grüne/7,0 Prozent), Klaus Klein (Freie Wähler/5,8 Prozent), Jana Gräf (FDP/4,9 Prozent) und Nico Sternberg (Linke/2,6 Prozent). Keiner der unterlegenen Kandidaten konnte über die Landesliste der jeweiligen Partei einen Sitz im Landtag ergattern, so dass nur Hendrik Hering ein Mandat erhält.

Diez/Nassau: Im Wahlkreis Diez/Nassau setzte sich Jörg Denninghoff (SPD) mit 37,4 Prozent aller Wahlkreisstimmen durch. Er zieht als Direktkandidat der Sozialdemokraten in den Landtag ein. Matthias Lammert (CDU) erzielte ein Ergebnis von 27,6 Prozent. Trotz seiner Niederlage gegen Denninghoff sitzt auch er in den kommenden fünf Jahren im Landtag. Denn Lammert erhält über seinen Listenplatz drei ebenfalls ein Mandat. "Ich hätte mir für mich persönlich ein besseres Ergebnis gewünscht", sagt der CDU-Politiker. Es sei schade, dass er trotz des langjährigen Engagements kein erfreulicheres Resultat habe erzielen können.

Auch das Ergebnis der gesamten CDU in Rheinland-Pfalz macht Lammert keineswegs glücklich. "Ich habe nicht mit einem solchen Ausgang gerechnet. Es ist nicht ganz klar, wie das passieren konnte", sagt er. Die Maskenaffäre in seiner Partei und die Corona-Impf- sowie Teststrategie seien sicherlich Gründe für das schlechte Ergebnis. "Es ist schade, dass bundespolitische Themen bei der Wahl so eine große Rolle gespielt haben", bedauert Lammert. In der kommenden Legislaturperiode möchte er sich hauptsächlich für die innere Sicherheit einsetzen. Außerdem seien Familien- und Integrationspolitik wichtige Themen.

Auch Lisa-Marie Jeckel (Freie Wähler/12,5 Prozent) hat es über die Landesliste ihrer Partei in den Landtag geschafft. "Der dritte Platz in meinem Wahlkreis ist ein sehr gutes Ergebnis", sagt die 27-Jährige. Sie ist besonders stolz auf die Arbeit ihres Wahlteams. "Ich hatte vor der Wahl den Einzug in den Landtag im Hinterkopf. Da es aber mein erster Wahlkampf war, konnte ich nicht einschätzen, ob es wirklich klappt", so Jeckel. Die junge Frau möchte sich in Zukunft für den Tier- und Umweltschutz einsetzten und die Kommunen finanziell entlasten. Im Wahlkreis Diez/Nassau erreichte Carsten Jansing (Grüne/8,8 Prozent) den vierten Platz. Dahinter folgen Michael Eberhardt (AfD/7,8 Prozent), Rehan Khan (FDP/3,2 Prozent) und Michael Maaß (Linke/2,6 Prozent).

Montabaur: Jennifer Groß (CDU) hat den Wahlkreis Montabaur mit 39,4 Prozent gewonnen. Sie erhält ein Direktmandat für den Landtag in Mainz. Groß setzte sich vor Caroline Albert-Woll (SPD), die 23,6 Prozent aller Wahlkreisstimmen erhielt, durch. Auf Platz drei folgt Melanie Leicher (Freie Wähler/10,7 Prozent). Der Grünen-Politiker Gunnar Bach rangiert mit 9,9 Prozent auf dem vierten Platz. Dahinter liegen Jürgen Nugel (AfD/6,5 Prozent), Thomas Roth (FDP/6,3 Prozent) sowie Thomas Becker (Linke/3,6 Prozent).

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