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Christian Peters und seine Söhne Jakob und Konstantin haben ihren Favoriten gefunden.

Aktion im Runkeler Stadtteil

Der perfekte Baum zum Weihnachtsfest

Zum 25. Mal veranstaltete die Dehrner Krebsnothilfe ihren traditionellen Verkauf am Rabenbrunnen.

Runkel -Um 7 Uhr kam die Lieferung von 200 frisch geschlagenen Weihnachtsbäumen auf dem Dehrner Dorfplatz an. Nun hieß es für Helfer der Dehrner Krebsnothilfe (DKNH), die Bäume von ihren Transportnetzen zu befreien und auf der in diesem Jahr deutliche vergrößerten Verkaufsfläche zu verteilen.

Kaum war es richtig hell, hatte sich schon eine Schlange am Eingang gebildet. "Um sicherzugehen, dass die Leute die Abstandsregeln einhalten, haben wir früher aufgemacht", sagt Gaby Sauer vom DKNH-Vorstand. Allerdings durften immer nur 15 Kunden gleichzeitig in das abgesperrte Areal rund um den Rabenbrunnen. Anhand von ausgegebenen Wäscheklammern wurde die Personenzahl kontrolliert. Zudem musste sich jeder in eine Anwesenheitsliste eintragen.

"Ich höre immer wieder, wie dankbar die Leute sind, dass wir trotz Corona den Weihnachtsbaumverkauf machen", sagt die Vereinsvorsitzende Gabi Witt. Schließlich wüsste man in Dehrn und Umgebung nicht nur die Qualität und Frische der in Hintermeilingen gewachsenen Nordmanntannen zu schätzen. Kein anderer Weihnachtsbaumverkauf im ganzen Kreis böte zudem die kostenlose Lieferung in die weihnachtlichen Häuser und Wohnungen in einem Umkreis von fünf Kilometern.

Für die Dehrner Familie Czech hat der Baum eine ideale Höhe, wenn er von den Kindern Liana (11) und Alessandro (7) geschmückt werden kann. Damit wolle man gleich heute Nachmittag beginnen. Allerdings kommt der Baum der Familie Czech nicht in das Wohnzimmer, sondern auf den Balkon.

Auf die Höhe

kommt es an

Für Volker Heun aus Lindenholzhausen muss der Baum bis an die Zimmerdecke reichen. Er hat sich ein Prachtexemplar von etwa 2,50 Höhe ausgesucht. "Hoffentlich müssen wir nicht noch was abschneiden", sagt er schmunzelnd. Normalerweise sei das Aussuchen des Weihnachtsbaums ein Familienspaß, doch wegen Corona wurde es nun Chefsache. "Ich finde es toll, die Krebsnothilfe unterstützen zu können und runde an der Kasse den Preis gern auf", so Volker Heun. Diese Einstellung teilen viele Kunden. Immer wieder hört man an der Bezahlstation ein freundliches "Stimmt so!" oder es wird ein Extra-Schein in die bereitstehende Spendenbox gesteckt.

Familie Karbach aus Runkel zieht zwei Bäume in die engere Wahl. Beide sind gerade und dicht gewachsen, doch unterscheiden sie sich in der Farbe der Nadeln. "Ich finde den helleren schöner," urteilt die siebenjährige Laura. Also ist die Entscheidung getroffen. Ob die Weihnachtsbäume tatsächlich von der gleichen Art sind, wollen die Karbachs vom Berater aus dem Team der Dehrner Krebsnothilfe wissen. "Ja, beides sind Nordmanntannen, wie Sie an den weichen Nadeln erkennen", bestätigt der Weihnachtsbaum-Fachmann an diesem Morgen. "Vielleicht sind sie unter anderen Lichtverhältnissen gewachsen."

Christian Peters hat als Oberarzt im St. Vincenz-Krankenhaus stets mit krebskranken Patientinnen zu tun. "Als ich von der Aktion der DKNH gehört habe, stand außer Frage, wo ich unseren Weihnachtsbaum kaufen möchte", sagte er. Zusammen mit den Söhnen Jakob (4) und Konstantin (2) hat er schnell seinen Favoriten für die bevorstehenden Weihnachtstage gefunden.

Mit drei Fahrzeugen, von denen zwei die Stadt Runkel gestellt hat, werden die Bäume auch in diesem Jahr ausgeliefert. "Diesmal machen wir zuerst alle Touren innerhalb von Dehrn und erst anschließend zu den umliegenden Ortschaften. Das spart Zeit und Sprit", erklärt Koordinator Burkhard Sehr.

Burkhard Sehr ist auch der Kassierer der Dehrner Krebsnothilfe und weiß, dass vom jährlichen Weihnachtsbaumverkauf meist mehr als 4000 Euro zur Unterstützung krebskranker Menschen und ihrer Angehörigen hängen bleiben. Kerstin Kaminsky

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