Der Platz Dreispitz in Schadeck soll neu gestaltet werden.
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Der Platz Dreispitz in Schadeck soll neu gestaltet werden.

Ausschreibung ist raus

Einem attraktiven Dorfplatz steht nichts mehr im Weg

  • Rolf Goeckel
    VonRolf Goeckel
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Geplante Neugestaltung des Dreispitz im Runkeler Stadtteil Schadeck ist auf den Weg gebracht

Runkel -Die geplante Neugestaltung des Schadecker Platzes Dreispitz ist auf den Weg gebracht worden und soll voraussichtlich noch bis September erledigt werden. Darüber informierte Ortsvorsteher Jörg-Peter Heil den Ortsbeirat in dessen jüngster Sitzung. "Die Ausschreibung ist raus", sagte Heil dieser Zeitung. Jetzt komme es darauf an, dass eine Firma gefunden wird, die die anstehenden Arbeiten auch zeitnah und zu einem guten Preis erledigt. Die Nachfrage nach Bauarbeiten sei gegenwärtig sehr hoch, erst recht nach der Flutkatastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen.

Auf dem Dreispitz am Ortseingang von Schadeck aus Richtung Runkel soll im Rahmen der Dorferneuerung (IKEK) ein attraktiver Dorfplatz entstehen, auf dem sich Jung und Alt zu Geselligkeit treffen können. Geplant sind eine neue Wegeführung mit Einfassung zur Straße und einer Abgrenzung zu Nachbargrundstücken hin. Außerdem soll es einen Ruhebereich mit Bänken und einen neuen Standort für den Kirmesbaum geben, dazu eine Boulebahn und ein Spielangebot für Kinder. Insgesamt soll die Fläche mit Rasen und seitlichen Zierpflanzen, Sträuchern und Bäumen neu bepflanzt werden, erläuterte Heil.

Die Finanzierung für das Projekt ist gesichert; in dem bereits genehmigten Haushalt der Stadt Runkel sind fast 120 000 Euro eingeplant, eine Förderzusage aus Mitteln der Dorferneuerung des Landes Hessen ist zugesagt - insgesamt sollen für das Vorhaben mehr als 79 000 Euro aus Wiesbaden fließen. Für die Ausschreibung sei es, so Heil, höchste Zeit gewesen, da die Förderzusage bis September befristet ist.

Angesichts der hohen Investition in den künftigen Dorfplatz "Dreispitz" nimmt sich die Wunschliste des Ortsbeirats für den Haushaltsplan 2022 bescheiden aus. So soll ein Abschnitt des Bordsteins in der Heerstraße fertiggestellt und das Treppengeländer entlang eines Fußwegs zur Mittelstraße saniert werden.

Ein weiteres Projekt, das der Ortsbeirat gerne realisieren möchte, ist die Herrichtung eines kleinen Platzes an der Kreuzung Katzenstein/Schlossstraße, dort, wo früher das "Rumpf'sche Haus" stand. Hier wurden bereits zwölf Grenzsteine aufgestellt, die bisher auf der "Dreispitz" standen und dem geplanten Dorfplatz weichen mussten. Wunsch des Heimat- und Verschönerungsvereins ist es, die Flächen um die Grenzsteine frisch zu mulchen, eine Schautafel aufzustellen, eine runde Bank mit rundem Tisch aufzustellen und an die Stelle der gefällten alten Linde einen neuen Baum zu pflanzen. Auch ein Kinderspielgerät soll aufgestellt werden solle, möglicherweise ein Baum-Mikado, so Heil. Eine Projektgruppe, bestehend aus Mitgliedern des Ortsbeirats und einigen Bürgern, soll sich weiter mit dem Projekt befassen. Auch der Bauhof soll in die weiteren Planungen eingebunden werden.

Heil berichtete außerdem von den Ergebnissen einer Ortsbesichtigung mit Bürgermeister Michel Kremer (parteilos) am 12. Juli. Demnach muss der Weg vom Haus der Vereine bis zum Bauernhof Zanger dringend saniert werden. Außerdem müssten dort Straßenlaternen angebracht werden, ebenso auf dem Parkplatz unterhalb des Hauses der Vereine. Auch der Weg vom Bauernhof Zanger bis ins Kerkerbachtal sei sanierungsbedürftig. In der Straße "Am Katzenstein" beim Weinberg soll ein Mülleimer mit Hundekotbeutelspender aufgestellt werden, berichtete Heil.

An dem Steinring am Börnchen könnte eine "halbe" Bank angepasst werden. Weiter fehlt an den Schadecker Treppchen eine Laterne. Am Friedhof soll die Urnenwand um 15 Fächer erweitert werden, und auch der Keller der Trauerhalle müsse dringend renoviert werden. Der Aufzug funktioniert nicht mehr richtig. Hier seien Ideen der Ortsbeiräte Runkel und Schadeck gefragt, sagte Heil. Schließlich könne der Weg "Am Gesetz" bei Familie Zilliken noch fertig asphaltiert werden.

Aus dem Ortsbeirat verabschiedet wurde dessen langjähriges Mitglied Monica Müller (SPD). Sie war von 2011 bis 2016 Ortsvorsteherin, anschließend stellvertretende Ortsvorsteherin. Heil würdigte vor allem ihr Engagement für die Dorferneuerung. Er habe Müller als "engagierte, meinungsstarke, ausgleichende Persönlichkeit kennengelernt", sagte Heil.

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