Wilfried Rolf, Reiner Schwarz, Norbert Böhm und Ulrike Laux von dem neu gegründeten Verein "Förderer Dorfgemeinschaft" Eschenau vor einem der Plakate zur 800-Jahr-Feier.
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Wilfried Rolf, Reiner Schwarz, Norbert Böhm und Ulrike Laux von dem neu gegründeten Verein "Förderer Dorfgemeinschaft" Eschenau vor einem der Plakate zur 800-Jahr-Feier.

Große Feier fällt aus

Eschenau: Dorf-Quiz soll Menschen zusammenbringen

Der kleinste Runkeler Stadtteil feiert in diesem Jahr sein 800-jähriges Bestehen

Eschenau -Der kleine Runkeler Stadtteil Eschenau hat eine gute Dorfgemeinschaft. Gerne hätten die Einwohner das diesjährige Jubiläum zum 800-jährigen Bestehen des Dorfes ganz groß gefeiert. Geht natürlich nicht wegen Corona. Ideen sind also gefragt, wie man den Geburtstag trotzdem in anderer Form feiern könnte.

Eine solche gute Idee hatte die 22-jährige Lea Schwarz. Als sie an ihrer Universität in Vechta (Nordrhein-Westfalen) an einem Quiz teilnahm, bei dem man die Einrichtung besser kennenlernen sollte, kam ihr der Gedanke, dass sie so etwas doch auch in ihrem Heimatort machen könnte. Gesagt, getan. Bereits an den Ortseingangsschildern springt den Besuchern der Hinweis auf das Dorf-Quiz ins Auge. 20 Fragen hat Lea sich ausgedacht, die mit der Dorfgeschichte und den dort lebenden Menschen zu tun haben. Manche sind sicher recht einfach zu beantworten, für andere muss man recherchieren oder Leute befragen. "Ich habe selbst in einem Heimatbuch über Eschenau recherchiert", erzählt Lea. "Bei manchen Fragen muss man auch überlegen, wer im Dorf das wissen könnte. Dann muss man hingehen und nach der Lösung fragen. So kommen Menschen zusammen, vor allem auch jüngere und ältere", berichtet Lea zu ihrer Motivation.

großes Programm

Die Organisation im Dorf hat der Verein "Förderer Dorfgemeinschaft" übernommen. Leas Vater Reiner Schwarz ist Schatzmeister des 2016 gegründeten Vereins, der mittlerweile 23 Mitglieder zählt. Noch bis diesen Sonntag, 30. August, können sich alle Eschenauer den Fragebogen aus einer Box am Bürgerhaus herausnehmen und ausgefüllt wieder dort einwerfen. "77 Bögen wurden bereits abgeholt", erzählt Schwarz. Und Wilfried Rolf, der 1. Vorsitzende des Vereins, weiß, dass auch mehr als 20 Fragebögen online ausgefüllt wurden. Eine schöne Resonanz also bisher.

Nun also der Endspurt. Für mehr als 1500 Euro winken Sachpreise, gestiftet von Geschäftsleuten der Runkeler Stadtteile und auch umliegender Ortschaften. Darunter finden sich Einkaufsgutscheine für beispielsweise eine Bäckerei und eine Metzgerei. Die drei Hauptpreise sind ein Reisegutschein, eine Ballon-Fahrt und ein Dinner-Gutschein. Mitmachen lohnt sich also.

Eine Jury, bestehend aus Lea Schwarz und vier neutralen Personen ihrer Universität, bilden die Jury und ermittelt die Gewinner. Wie und wo die Siegerehrung mit der Preisvergabe stattfinden soll, ist noch nicht ganz klar. Was geht dann? Mit wie vielen Menschen dürfen wir ins Dorfgemeinschaftshaus? Können wir ein Zelt auf dem Dorfplatz aufstellen? Diese Fragen stellen sich die Mitglieder des Vereinsvorstands. Gerne hätte der Verein noch mehr für die Dorfgemeinschaft getan.

Der wöchentliche Senioren-Treff kann zwar mit zwölf Teilnehmern im Freien stattfinden. Das Weinfest, über das sich der Verein in erster Linie finanziert, musste wegen Corona abgesagt werden. Geplant waren auch ein anschaulicher Vortrag über die Kerkerbachbahn und Aktionen für Kinder: Bau von Nistkästen, Insektenhotels und Hummelkästen. Außerdem ein mehrtägiger Musik-Workshop, in dem die Kinder unterschiedliche Instrumente hätten ausprobieren können. Aber aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben.

Die Vorstandsmitglieder des Vereins hoffen auf noch mehr Mitglieder. Vor allem jüngere Eschenauer wären sehr willkommen. Im Mittelpunkt steht das Ziel, Menschen der unterschiedlichen Generationen zusammenzubringen und für alle Angebote zu machen. Andreas E. Müller .

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