Bürgermeister Michel Kremer (vorne links) mit den zahlreichen Geehrten der Runkeler Feuerwehren.
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Bürgermeister Michel Kremer (vorne links) mit den zahlreichen Geehrten der Runkeler Feuerwehren.

Jahreshauptversammlung der Brandbekämpfer

Feuerwehren in Runkel brauchen dringend Nachwuchs

  • VonRobin Klöppel
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Andreas Schuld bleibt Stadtbrandinspektor, will aber in fünf Jahren endgültig aufhören

Runkel -Andreas Schuld macht nun doch noch einmal fünf Jahre als Stadtbrandinspektor in Runkel weiter. Bei seiner einstimmigen Wiederwahl am Samstagabend in der Runkeler Stadthalle erklärte der Aktive der Einsatzabteilung Runkel/Schadeck aber, dies sei seine letzte Wahlperiode, deshalb sollten sich die Kameraden schon einmal Gedanken über die Verjüngung der Feuerwehrspitze für die Zukunft machen.

Schuld sagte, die Arbeit mit den Kameraden mache ihm weiterhin viel Spaß, gerade jetzt, da Projekte Früchte tragen. Nach zehn Jahren als Stadtjugendfeuerwehrwart und 22 Jahren in der Führung der Wehren der Stadt wolle er aber künftig mehr Zeit für seine Familie haben. Andreas Schuld wurde für sein langjähriges Engagement belohnt und von Kreisbrandmeister Robert Thiel mit dem Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Matthias Sehr ist

nun Ehrenwehrführer

Das Feuerwehrehrenkreuz in Bronze ging an Matthias Sehr, der nach 20 Jahren als Dehrner Wehrführer aufhörte. Sehr wurde auf Beschluss der Stadtverordneten in der Sitzung durch Bürgermeister Michel Kremer (parteilos) zudem zum Ehrenwehrführer der Stadt Runkel ernannt. Zum neuen Dehrner Wehrführer wurde Marco Sehr, zu seinem Stellvertreter bis 2026 Sebastian Heun ernannt. Ernannt zu stellvertretenden Wehrführern wurden Fabienne Brömel (Steeden) sowie Stefan Haibach (Wirbelau).

Schuld erklärte, den Runkeler Wehren stünden derzeit insgesamt 211 Einsatzkräfte zur Verfügung. "Im laufenden Jahr konnten bisher zwar insgesamt 19 Aktive aus den Jugendfeuerwehren und als Seiteneinsteiger dazugewonnen werden, es sind aber auch wieder 18 Aktive ausgeschieden", sagte Schuld. Im vergangenen Jahr seien bei drei neuen Quereinsteigern sieben Aktive komplett ausgestiegen sowie drei in die Alters- und Ehrenabteilung gewechselt. Die Personalentwicklung verdeutliche, dass sich alle mehr denn je um eine aktive Mitgliedergewinnung kümmern müssten. "Dazu benötigen wir eine hundertprozentige Unterstützung der Politik", sagte der Stadtbrandinspektor.

Der Erste Kreisbeigeordnete Jörg Sauer (SPD) als Brandschutzdezernent sicherte die aktive Unterstützung des Landkreises bei einer Aktion zur Mitgliedergewinnung zu. Auch Kreisjugendwart Holger Jung versprach, gerne dabei zu helfen, die fehlenden Jugendabteilungen in Runkel wieder zu aktivieren.

Schuld verkündete eine positive Nachricht aus Ennerich, wo sich nach der Entscheidung für ein neues Feuerwehrhaus junge Leute gemeldet hätten, die dort aktiv werden wollten. Wer sich auch für die Feuerwehrarbeit in Runkel interessiert, könne einfach mal auf dem neuen Instagram-Kanal "runkel_112" der Runkeler Wehren vorbeischauen.

Der Stadtbrandinspektor berichtete weiter: "Insgesamt mussten wir 2020 zu 117 Einsätzen ausrücken." Darunter seien 67 Brandeinsätze gewesen.

60 Jungs und

34 Mädchen

Bei allen Einsätzen sei die vorgeschriebene Hilfsfrist eingehalten worden. Vier Personen hätten bei den Einsätzen gerettet werden können. Die geleisteten Einsatzpersonenstunden hätten sich auf 4222 belaufen.

Corona-bedingt hätten leider nur 32 Lehrgänge und Seminare von Stadt- bis Landesebene mit einem Zeitaufwand von 503 Stunden erfolgreich absolviert werden können. "Diese Zahlen lassen erahnen, welcher Ausbildungsstau in den Jahren 2020 und 2021 entstanden ist", sagte Andreas Schuld. Die Aufträge für das neue Einsatzfahrzeug für Steeden seien vergeben, für das neue Dehrner Fahrzeug stehe die Beauftragung kurz bevor.

Stadtjugendwartin Christina Haibach berichtete, im vergangenen Jahr habe es sieben Jugendwehren mit einer Mitgliederzahl von 60 Jungs und 34 Mädchen gegeben. Erfreulicherweise seien sechs Mitglieder dazugewonnen worden.

Weitere Ehrungen

und Auszeichnungen

Die weiteren Ehrungen: Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Dienst: Rainer Zell, Markus Weis (beide Arfurt), Michael Krey (Eschenau), Bernd Leber (Dehrn) und Peter Ohlemacher (Runkel/Schadeck). Silbernes Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre: Jörg Dörr (Dehrn), Arne Kasselmann, Ernst Netsch, Gunther Preßler (alle Runkel/Schadeck), Holger Wagner (Eschenau) und Daniel Thutewohl (Arfurt). Marcel Müller (Runkel/Schadeck) erhielt die Ehrennadel der Kreisjugendfeuerwehr in Silber. Bronzene Katastrophenschutz-Medaille: Sebastian Heun, Lukas Kremer, Marc Leber, Mauel Sehr (alle Dehrn), René Langrock und Marcel Müller (beide Runkel/Schadeck). Anerkennungsprämien für 30 Jahre aktiven Dienst: Thorsten Burggraf, Andreas und Carsten Dorn (alle Hofen), Michael Kommer (Ennerich), Volker Lichtenberg,

Jörg Schäfer, Holger Wagner (alle Eschenau) und Marco Sehr (Dehrn). Die Anerkennungsprämie für 20 Jahre erhielten Stephan Jung (Dehrn) und Christan Ott (Ennerich) und die für zehn Jahre Sven

Gruber und Jonas Kandels (beide Ennerich).

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