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Landrat Michael Köberle (links) überreichte den Zuschuss aus Bundesmitteln an Bürgermeister Friedhelm Bender und Kita-Leiterin Heike Rolka.

Erweiterungsbau

Mehr Platz in der Kindertagesstätte „Pusteblume“

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Der seit langem drückende Platzmangel soll in diesem Jahr endlich beendet werden: Die Evangelische Kindertagesstätte „Pusteblume“ Runkel wird erweitert. Dafür gab es jetzt einen Zuschuss vom Landkreis.

Die Evangelische Kindertagesstätte „Pusteblume“ in Runkel platzt aus allen Nähten und soll daher um einen Anbau erweitert werden. Dies erklärten Landrat Michael Köberle (CDU), Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD) und Pfarrer Carsten Adams bei der Übergabe eines Bewilligungsbescheids. Die Stadt erhält aus Mitteln des Investitionsprogramms des Bundes nach Angaben Köberles gut 76 600 Euro; insgesamt sind im Haushalt der Stadt Runkel 252 000 Euro eingeplant.

Derzeit, so Bender, läuft bereits das Ausschreibungsverfahren, so dass im Verlaufe der kommenden Monate mit Auftragsvergabe und Baubeginn zu rechnen sei. Wenn alles reibungslos verläuft, könnten die neuen Räumlichkeiten bereits zum 1. August bezogen werden – so jedenfalls die Hoffnung aller Beteiligten. Die Kita soll um einen Gruppenraum inklusive der erforderlichen Nebenräume und einem Kellergeschoss als Lagerfläche erweitert werden. Insgesamt werden 92 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geschaffen; der umbaute Raum beträgt 737 Kubikmeter.

2005 gebaut

Die Kindertagesstätte „Pusteblume“ Runkel wird betrieben von der Evangelischen Kirche; das Gebäude ist allerdings Eigentum der Stadt Runkel. Gebaut wurde die für vier Gruppen ausgelegte Betreuungseinrichtung laut Pfarrer Adams im Jahr 2005, doch schon im Jahr 2007 sei eine fünfte Gruppe geschaffen worden. Sie wurde als „Notgruppe“ genehmigt und besteht seit dieser Zeit als Dauerprovisorium, das nun im Zuge des Anbaus beendet werden soll. 2013 wurde bereits eine Krippengruppe angebaut.

Bürgermeister Bender sprach von einer „dringen notwendigen Maßnahme“, zumal die vorhandenen Plätze restlos ausgebucht seien. Auch in den Kindertagesstätten Dehrn, Steeden und Wirbelau gebe es keine freien Plätze mehr. Die Kita-Erweiterung sei wichtig für die Stadt Runkel, um attraktiv für junge Familien zu bleiben. Bender wies darauf hin, dass kürzlich die Einwohnerzahl Runkel erstmals unter die Marke von 9400 Menschen gefallen sei. Landrat Köberle sprach von einer „Investition in die Zukunft“. Betreuungseinrichtungen seien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und mitentscheidend für die Ansiedlung von Unternehmen und Familien.

In dem künftigen Anbau sollen unter dreijährige Kinder betreut werden. Derzeit sind bereits 15 U-3-Kinder in einem ehemaligen Essensraum untergebracht, der nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus als Mehrzweckraum zur Verfügung stehen soll. Die Evangelische Kindertagesstätte Runkel bietet 127 Plätze für Kinder vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Leiterin ist Heike Rolka.

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