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CDU-Stadtverbands-Chef Wolfgang Ax und Kreisvorsitzender Andreas Hofmeister gratulierten Bernd Schäfer zur Nominierung (von links). Rechts im Bild dessen Ehefrau Giedre Schäfer.

Wahl

CDU nominiert Landwirt Bernd Schäfer als Bürgermeisterkandidat

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Bernd Schäfer ist erwartungsgemäß zum CDU-Kandidaten für die Runkeler Bürgermeisterwahl am 26. Mai gewählt worden. Der 53-jährige Landwirt aus Dehrn erhielt in geheimer Wahl 23 Ja-Stimmen bei eigener Enthaltung.

Stadtrat Toni Duchscherer freute sich schon vor der Sitzung im Dehrner Feuerwehr- und Vereinshaus: „Die Kandidatur schlägt ein wie eine Bombe.“ So viele Leute habe er noch nie auf einer Runkeler CDU-Versammlung gesehen. Die Nicht-Partei-Mitglieder waren im überfüllten Saal deutlich in der Überzahl. „Ich bin überwältigt von soviel Unterstützung, schon bevor der Wahlkampf richtig losgeht“, sagte auch CDU-Stadtverbandsvorsitzender Wolfgang Ax.

Bernd Schäfer selbst will die Weichen für die Zukunft seiner Stadt neu stellen, sollte er im Mai den amtierenden Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD) ablösen, kündigte der 53-Jährige an. Runkel sei eine „Drei-Burgen-Stadt mit Fünf-Sterne-Potenzial“. Trotzdem stagniere die Wirtschaft, die Stadt habe 600 Einwohner verloren. Schäfer sagte, als Landwirt habe er unternehmerischen und technischen Sachverstand. Als stellvertretender Vorsitzender des Kreisbauernverbandes besitze er Verwaltungserfahrung.

Angebote für Familien

Der Familienvater von zwei Kindern sprach sich zudem für deutlich mehr

Angebote für Familien

aus. Den Kultursommer hält er für eine gute Sache. Er müsse aber auf alle Stadtteile ausgeweitet werden. Durch Sponsoren könnten die Kosten für die Stadt vertretbar bleiben.

Schäfer will in der Verwaltung eine Stelle schaffen, die sich um die Vitalisierung der Ortskerne kümmert. Ebenfalls müssten weitere Neubaugebiete geschaffen werden. Ein weiteres Ziel sei, Funklöcher zu beseitigen und überall schnelles Internet zu gewährleisten. Schäfer erklärte auch, dass der Service in der Verwaltung verbessert werden solle.

Auf den Prüfstand

Bei einer städtischen Verschuldung von 27 Millionen Euro müssten aber auch sämtliche Ausgaben auf den Prüfstand. Haushalte sollten künftig früher verabschiedet werden, um bei Projekten günstigere Angebote zu erzielen. Es könnten auch im Bauhof Mittel eingespart werden, denn die Stadt müsse nicht jedes Gerät selbst anschaffen. Vieles könne man auch über Lohnunternehmer machen. Schäfer ist zudem überzeugt davon, dass mit Bürgerunterstützung viele Projekte kostengünstiger umsetzbar sind. Er nannte als gelungenes Beispiel die Neugestaltung des Dehrner Dorfplatzes. Alte und junge Menschen müssten sich in Runkel noch mehr gegenseitig unterstützen. Es könnten auch Mitfahrbänke aufgestellt werden, wie sie in anderen Kommunen bereits bestens funktionierten. Der 53-Jährige möchte zusammen mit den Nachbarkommunen ein Verkehrskonzept erarbeiten, um den öffentlichen Personennahverkehr sowie das Rad- und Fußwegenetz zu verbessern.

Schäfer betonte, dass er mit dem Stadtparlament und den Ortsbeiräten respektvoll umgehen werde. Wenn Anliegen in der Ablage verschwinden würden, sei das für ehrenamtliche Mandatsträger frustrierend. Schäfer sagte, in einer kleinen Stadt wie Runkel dürfe die große Parteipolitik keine Rolle spielen. „Ich werde als Bürgermeister für jeden da sein“, versicherte er. Und ergänzte: „Ich habe Respekt vor dem Bürgermeisteramt, aber ich traue es mir absolut zu.“ Gattin Giedre Schäfer steht voll hinter der Kandidatur ihres Mannes, wie sie sagte. „Mein Mann ist ehrlich, ein toller Mensch.“ Wenn er etwas anpacke, setze er es auch um. Bei einem Wahlerfolg ihres Mannes könne sie den gemeinsamen landwirtschaftlichen Betrieb auch dauerhaft alleine führen.

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