Das Jungs-Team bei einer kurzen Pause auf der dreistündigen Abenteuer-Rallye durch Wald und Wiesen.
+
Das Jungs-Team bei einer kurzen Pause auf der dreistündigen Abenteuer-Rallye durch Wald und Wiesen.

Zusammen stark

Runkel: Abenteuer-Rallye ist nur in Teamarbeit zu bestehen

Jungen und Mädchen lernen auf spannende Weise, Karten zu lesen und einen Kompass zu bedienen

Runkel/Villmar -Jungs gegen Mädchen hieß es bei der Abenteuer-Teamrallye im Rahmen der Runkel-Villmarer Ferienspiele am Montag. Welches Team wird mit GPS, Kompass und Funkgerät auf der sechs Kilometer langen Rundstrecke besser zurechtkommen? Wer ist sicherer beim Kartenlesen? Wer kann besser erklären? Und führen die Ergebnisse der zu lösenden Aufgaben tatsächlich in die richtige Richtung?

Auch wenn die Ferienkinder in zwei Mannschaften aufgeteilt waren, die sich kilometerweit voneinander entfernt durch das abenteuerliche Gelände bewegten, so waren sie doch aufeinander angewiesen. Denn die Hälfte der Strecke hatte nur jeweils die andere Gruppe die passende Wegbeschreibung vor Augen und musste den Mitspielern im anderen Team per Walkie-Talkie erklären, wo sie langzulaufen haben.

Bevor es richtig losging, war für die 18 Ferienkinder im Alter zwischen 8 und 14 Jahren ein Crashkurs in Technik angesagt. "Ein GPS-Gerät ist kein Navi, mit dem man sich von hier nach dort führen lassen kann", erklärte Outdoortrainer Martin Lunz, der die Abenteuer-Rallye geplant und vorbereitet hatte. "Wenn ihr den nächsten Wegpunkt aufruft, seht ihr lediglich einen Richtungspfeil." Um die Himmelsrichtung herauszufinden, braucht es den Kompass. Die Kinder lernten, wie eine Landkarte zu lesen ist und dass auf allen Karten Norden immer oben ist.

"Erst denken, dann drücken"

Zur Ausrüstung der Teams gehörte auch ein Funkgerät. Anders als beim Handy kann man damit nicht gleichzeitig hören und sprechen. "Die wichtigste Regel für die Bedienung lautet deshalb: Erst denken, dann drücken, dann sprechen", so Martin Lunz, bevor die Kinder ein wenig mit den Geräten üben konnte. Endlich waren alle Sachfragen geklärt und die beiden Teams wanderten in gegensätzliche Richtungen los. In einer großen Acht führte der abenteuerliche Weg vom Sportplatz Schadeck ins Kerkerbachtal und wieder zurück.

Sobald das GPS-Gerät einen Pieps machte, hieß es Stopp. Dann war die Gruppe an einem Wegpunkt angekommen und musste eine Aufgabe lösen. Das richtige Ergebnis führte zu einem Code, der dann als nächster Wegpunkt im GPS-Gerät aufgerufen wurde.

So war beispielsweise ein Vogel zu erkennen. Ist das ein Spatz, eine Drossel oder ein Zaunkönig auf dem von der Jugendpflegerin gezeigten Bild? Die richtige Antwort kam prompt.

An einem anderen Wegpunkt musste die Lösung erschnuppert werden. In vier nummerierten Dosen steckten duftende Stoffstückchen. Zwei Dosen hatten den gleichen Inhalt. Die Summe ihrer Nummern führte zum nächsten Zwischenziel.

Im Kerkerbachtal waren die Kinder auf ihre Funkgeräte angewiesen. Da hieß es Ohren spitzen, um den Anruf der Partnergruppe nicht zu versäumen. "Hier ist Team rot. Wir müssen jetzt nach R 06 - welche Richtung sollen wir gehen?", knarzte eine Mädchenstimme aus dem Gerät des zehnjährigen Funkers Knut. Nun beugten sich alle Jungs gemeinsam über die Karte, suchten den Standort der Mädchen und fanden heraus, dass diese sich gen Süden halten müssen. Doch geht der Weg nun nach rechts oder links? Das mussten die Mädchen mit ihrem Kompass selbst herausfinden.

Bei R 28 brauchten die Jungs Hilfe. "Hallo Team Rot, wir sind bei R 28 an einer Brücke. Was nun?" Keine Antwort. Erst nach der dritten Anfrage kam eine Rückmeldung. "Wir überlegen noch", antworteten die Mädchen, denn tatsächlich ist es gar nicht so leicht, die Position auf der Karte zu bestimmen.

Nach viel Hin und Her per Walkie-Talkie und elf gelösten Aufgaben kamen die Kinder wohlbehalten wieder auf dem Sportplatz an. Mit den Schwarzlicht-Taschenlampen war hier ein finales Rätsel zu lösen. Es führte zu einer Schatzkiste, aus der sich alle Kinder bedienen durften.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare