Der Bodenbelag auf der Kerkerbachbrücke in Eschenau muss erneuert werden.
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Der Bodenbelag auf der Kerkerbachbrücke in Eschenau muss erneuert werden.

Umgestaltung geplant

Runkel: Auf dem Dorfplatz bleibt nichts, wie es ist

  • VonRobin Klöppel
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Neues Pflaster, neue Bäume und ein Buswartehäuschen, das auch als Diskussionsecke genutzt werden kann

Eschenau -Die Umgestaltung des Eschenauer Dorfplatzes kann hoffentlich bald starten. Bürgermeister Michel Kremer (parteilos) erklärte in der jüngsten Ortsbeiratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus, dass die Förderanträge gestellt seien und mit viel Glück ein positiver Bescheid noch im laufenden Jahr erfolgen könne. Kremer: "Bei der Zusage einer Bewilligung soll ein Planungsbüro mit der Dorfplatzgestaltung beauftragt werden."

Die Höhe der Förderung aus Dorferneuerungsmitteln des IKEK-Programms soll 65 Prozent der Kosten betragen. Die restlichen 35 Prozent übernimmt die Stadt. Ortsvorsteher Frank Fürstenfelder (parteilos) beziffert die Kosten auf 100 000 Euro. Planerin Michaela Königstein habe nach den Wünschen des Ortsbeirates zwei alternative Varianten erstellt. "Der Platz soll komplett umgestaltet werden, eigentlich alles Alte weg", so Fürstenfelder. So soll von vorne gesehen links am Platz auch die zweite Kastanie gefällt werden, deren Wurzeln die Mauer zum Nachbargrundstück, die Bushaltestelle sowie die Bodenpflasterung bereits beschädigt hätten.

Das hat laut Ortsvorsteher auch den Vorteil, dass links eine breite Einfahrt Richtung Küche des Dorfgemeinschaftshauses entstehen könne. Auf dem Platz sollen dann zwei neue Bäume gepflanzt werden. Die Baumart stehe noch nicht fest, so Fürstenfelder. Doch es sollten tiefwurzelige Bäume sein, die nicht gleich wieder das neue Pflaster schädigten. Verschwinden soll auf dem Platz auch der alte Steinbrunnen. Ein neuer Brunnen ist, so der Ortsvorsteher, gewünscht. Allerdings sei noch nicht klar, wie dieser aussehen solle. Ebenfalls weg sollten die hässliche Litfaßsäule und die Mauer auf dem Gelände. "Der Platz soll ganz eben werden", sagte Fürstenfelder. In Sachen Pflasterung wollten sich die Bürger mit Eigenleistung einbringen. Damit würden dann auch alle Stolperfallen verschwinden. Die Mauer zum Nachbarn soll mit einer Holzverkleidung und einer Bepflanzung darauf verschönert werden. Dort sollen auch Infotafeln aufgestellt werden.

Sanierung des Brückenbelags

Das alte Buswartehäuschen soll verschwinden. Ein neues soll eine Art Diskussionsecke werden, berichtete Fürstenfelder. Das heißt, dort können nicht nur die Fahrgäste auf den nächsten Bus warten, sondern sich auch Bürger für einen Plausch hinsetzen. Bei der Aufstellung des Häuschens soll darauf geachtet werden, dass auf dem Platz noch genügend Platz für ein neun Mal sechs Meter großes Zelt der Dorfgemeinschaft bleibt, welches bei Festen wie der Kirmes aufgestellt wird.

Starten soll die nächsten Tage in Nachbarschaft zum Dorfgemeinschaftshaus die Sanierung des Brückenbelages der Kerkerbachbrücke. Fürstenfelder erklärte, dass der Belag der Brücke im Sommer untersucht worden sei. Dabei sei festgestellt worden, dass er undicht sei, sich bereits Kalkablagerungen gebildet hätten. Folglich müsse er erneuert werden.

Für die Fußgänger wurde für die Bauphase extra eine Brücke zwischen der Straße "Im Weizgarten" und dem Feuerwehrhaus erstellt. Da die Bauarbeiten in die kalte Jahreszeit fallen, wollte der Ortsbeirat wissen, wie es mit der Streu- und Räumpflicht aussehe. Bürgermeister Kremer versicherte, der Bauhof werde diese Arbeiten erledigen.

Ein weiterer Punkt war die fehlende Beleuchtung auf der Feuerwehrseite. Hier soll noch eine Lampe installiert werden, da die Brücke frühmorgens von Schülern benutzt wird. Außerdem erfolgt laut Frank Fürstenfelder eine Renaturierungsmaßnahme am Kerkerbach im Verlauf der Brücke. Die Fließgeschwindigkeit solle dadurch verbessert werden. Die Mauer unter dem Weg "Im Weizgarten" werde durch den Bauhof saniert. Die Arbeiten seien weitestgehend abgeschlossen.

Ein Aufregerthema im Dorf sind auch die Arbeiten im Dorf der Deutschen Glasfaser in Sachen Glasfaserausbau in Eschenau. Fürstenfelder berichtete, dass die Bürger zahlreiche Straßenschäden beklagten. Weder seien teilweise Wege wieder geteert, noch Pflastersteine wieder verlegt. Kritik wurde auch laut, weil die von der Glasfaser beauftragte Baufirma die Kreisstraße Richtung Schupbach aufgerissen, sie dann aber nur gesplittet habe. "Wenn da einmal das Streufahrzeug langfährt, ist der Splitt weg. Das kann so nicht bleiben", sagte Fürstenfelder. Bürgermeister Kremer merkte an, es sei wohl zwischen der ausführenden Firma und der Deutschen Glasfaser zu Unstimmigkeiten gekommen, die die Arbeiten verzögert hätten. Wer Mängel bei der Wiederherstellung von Verkehrswegen entdeckt habe, solle es der Stadt melden. Kremer betonte, die Stadt werde kein Geld an die Deutsche Glasfaser auszahlen, solange nicht alle Anschlüsse gelegt sowie Schäden an Straßen und Gehwegen beseitigt seien.

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