Auf der Runkeler Lahninsel konnte man nicht nur tanzend einen tollen Tag verbringen.
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Auf der Runkeler Lahninsel konnte man nicht nur tanzend einen tollen Tag verbringen.

Angebot für die ganze Familie

Runkel: "Ein Tag auf der Insel ist wie Ferien in einer anderen Welt"

  • VonRobin Klöppel
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Besucher genießen die entspannte Atmosphäre mit Tanz, Picknick und Paddeln in der Lahn

Runkel -Gerade viele jüngere Leute klagen, dass es trotz Ende des letzten Corona-Lockdowns aktuell zu wenig Freizeitangebote gibt. Wenn gerade wenig los ist und man etwas erleben will, kann man aber auch selbst etwas auf die Beine stellen, wie zum Beispiel Niousha Ascher-Bozorgzadeh aus Hadamar, die mit ihrer Elbtaler Freundin Elena Rademacher zusammen einen Inseltag auf der Runkeler Lahninsel auf die Beine stellte.

Ascher-Bozorgzadeh stammt aus Villmar und hat schon als Kind viele schöne Sonnentage auf der Runkeler Badeinsel verbracht. Auch heute kommt sie gerne noch mit ihrer eigenen Familie mit zwei Kindern her, weil es, wie sie sagt, auf der Insel immer wie ein Ferientag in einer anderen Welt sei, wo man abschalten und zum Beispiel beim Paddelboot fahren Spaß haben könne.

Das hatten beim Inseltag auch viele andere junge Familien. Das obwohl mehrfach zwischendurch Regen kam, der die Aktivitäten, Tanzen und Paddeln, vorübergehend störte. Aber es gab genügend Unterstände für die Zeit, bis der Regen wieder aufhörte. Für die Familien war es zudem schön, dass sie sich für ein Picknick die Verpflegung selbst mitbringen konnten. Denn den ganzen Tag lang Essen eines professionellen Anbieters für eine vier- oder fünfköpfige Familie zahlen zu müssen, ist eben für die meisten nicht gerade billig.

Ascher-Bozorgzadeh erzählt, dass die Stadt Runkel direkt von ihrer Idee angetan gewesen sei. Der Eintritt des Tages werde dazu verwendet, die Inselmiete an die Stadt zu zahlen. Die Organisatorin betont, dass sie selbst keinen Gewinn bei der Aktion machen wolle. Nur hätten alle Leute während der Corona-Zeit zurückstecken müssen. Von daher habe sie einfach gewollt, dass jeder hier die Möglichkeit habe, den Alltagsstress zu vergessen und den Sommer vor der Haustüre zu genießen. Ihre Freunde aus Frankfurt hätten ihr gesagt, wie wunderschön es doch in Runkel sei.

Neue Leute kennenlernen

Vor allem das Tanzen stand im Mittelpunkt des Tages. "Ich tanze schon mein Leben lang", sagt Niousha Ascher-Bozorgzadeh. Die Leiter der Tanzschule Movida ("Bewegung") aus Frankfurt hat sie kennengelernt, als sie bei ihnen selbst einen Kurs besuchte. Sie brachten den dominikanischen Tanz "Bachata" mit, auf den sie sich spezialisiert haben. Jeder, der mochte, konnte beim Inseltag einen Kurs absolvieren. Gezeigt bekamen Interessierte die nötigen Schritte von den Tanzschulinhabern David und Maja Lisboa.

David Lisboa berichtet, dass "Bachata" sehr gut ankomme, es aber in Frankfurt noch keine darauf spezialisierte Tanzschule gegeben habe. So hätten er und seine Frau sich vor vier Wochen selbstständig gemacht.

Gast Lidia Schutz war vom Inseltag begeistert. In Runkel sei sie vorher schon mal zum Eis essen gewesen. Dann habe sie von dem Angebot in der Zeitung gelesen und gedacht: "Da müssen wir hin." Schutz betont, es sei so schön, endlich mal mit den beiden Kindern wieder rauszukommen. Musik, Tanzen und Kanu fahren, das empfinde sie als schönes Angebot.

Linda Berger sagt, dass sie schon einmal in Runkel gewesen sei, als sie bei einer Kanutour auf der Lahn unterwegs gewesen sei. Die Stadt habe sie sich damals aber nicht angesehen. Berger findet es klasse, dass man immer im Leben noch mal Fleckchen kennenlerne, wo man noch nie gewesen sei. Es tue ihr mal gut, nicht immer nur in Frankfurt wegzugehen, sondern auch mal woanders hinzukommen und neue Leute kennenzulernen. Die Stadt hier sei sehr schön, die Location ansprechend. Die Idee des Inseltags findet Berger klasse.

Annalisa Haerle aus Limburg ist mit ihrer Freundin Angelina Gattner und beider Kinder aus Limburg gekommen. Die Zwei haben über Facebook vom Inseltag erfahren und wussten, wie Haerle sagt, direkt: "Da müssen wir hin. Wir sind ja schon immer gerne in der Lahn geschwommen." Sie findet auch gut an der Idee, dass man sich hier endlich mal wieder mit anderen Familien treffen und die Verpflegung selbst mitbringen könne. An der Lahn herrsche eine schöne Atmosphäre. Hier könne man super die Sommerzeit genießen. Da fühle man sich, so Haerle, gleich wie im Urlaub. Sie dankte den Organisatorinnen, "dass trotz Corona endlich mal wieder etwas stattfindet". Die Insel sei auch groß genug, so dass man genügend Abstand zu anderen Besuchern halten könne.

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