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Runkel: "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um aufzuhören"

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Von: Tobias Ketter

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Patrick Vollbach (links) übernimmt den Posten als Erster Vorsitzender des TV Schadeck von Eckhard Hafner, der den Verein mehr als drei Jahrzehnte mitgeprägt hat.
Patrick Vollbach (links) übernimmt den Posten als Erster Vorsitzender des TV Schadeck von Eckhard Hafner, der den Verein knapp drei Jahrzehnte mitgeprägt hat. © Tobias Ketter

Eckhard Hafner verabschiedet sich nach knapp drei Jahrzehnten aus dem Vorstand des TV Schadeck

Schadeck -Knapp drei Jahrzehnte hat Eckhard Hafner den TV Schadeck als Vorstandsmitglied geprägt. Seit 2006 war er sogar als Erster Vorsitzender aktiv. Nun hat sich der 66-Jährige aus dem Vorstand verabschiedet. Während der jüngsten Jahreshauptversammlung des Vereins wurde Patrick Vollbach einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Hafner blickt auf eine ereignisreiche Vergangenheit zurück. Ihm ist es unter anderem im Laufe seiner Amtszeiten gelungen, gleich zwei Sportstätten in Schadeck zu errichten.

Bereits mit elf Jahren trat Hafner dem TV Schadeck bei. Zunächst spielte er Fußball in den Jugendmannschaften des Vereins. Später war der heute 66-Jährige auch für die Seniorenmannschaften und für die Alten Herren im Einsatz. Seit den 1980er Jahren gehört der ehemalige Vorsitzende darüber hinaus zur Tennismannschaft des Turnvereins. Er nahm unter anderem regelmäßig an einer Tennis-Hobbyrunde teil.

"Mitte der 1990er Jahre ist unser damaliger Vorsitzender verstorben und der Vorstand wurde umstrukturiert", erinnert sich Hafner. Er sei im Zuge dessen als Teil der Fußballabteilung in den Vorstand gewählt worden. Im Jahr 2006 erfolgte dann der Aufstieg zum Ersten Vorsitzenden. "In der ersten beiden Amtsperioden hatte ich keinen Stellvertreter. In den darauffolgenden Jahren durfte ich aber mit wechselnden Zweiten Vorsitzenden zusammenarbeiten", so Hafner.

Besonders im Gedächtnis geblieben ist dem Rentner das Jahr 2001. Damals feierte der TV Schadeck sein 100-jähriges Bestehen und der alte Sportplatz wurde zu einem Tennenplatz umgebaut. "Uns wurde im Vorhinein erklärt, dass der Spielbetrieb mit sehr vielen Fußballmannschaften einen Rasenplatz überansprucht. Deshalb haben wir uns für den Hartplatz entschieden", sagt Hafner. Letztlich habe aber auch dieser Platz sehr viel Pflege benötigt.

Im Jahr 2015 fusionierten die Fußballer des TV Schadeck, die zuvor schon eine Spielgemeinschaft mit Hofen und Eschenau bildeten, mit dem FSV Runkel. Somit standen der neuen Abteilung, genannt FSG Runkel, drei Sportplätze zur Verfügung. "Der Hartplatz hier in Schadeck wurde von da an primär zu Trainingszwecken genutzt", sagt Hafner.

Schöne Erinnerungen an die Zeltkirmes

Im Rahmen der Flüchtlingswelle sollte der Platz wenig später eine neue Funktion bekommen. Dort wurden nämlich drei große Zelte errichtet, die eigentlich für die Unterbringung der Geflüchteten vorgesehen waren. "Letztlich wurden sie aber nicht genutzt, und der Platz lag ein bis zwei Jahre lang brach", so der ehemalige Vorsitzende des TV Schadeck.

Auch durch den Einsatz von Hafner gelang es dem Verein daraufhin, den Platz in einen verkleinertes Spielfeld für die Jugendmannschaft umzubauen. Dort finden seitdem regelmäßig wieder Jugendfußballspiele statt. Außerdem haben der ehemalige Vorsitzende und seine Mitstreiter das Sportgelände rund um den Platz umstrukturiert. Mittlerweile können dort auch ein Fahrradparcours, ein Sandkasten und eine Sitzecke genutzt werden. "Der Bereich ist für alle Bürger frei zugänglich", erklärt der 66-Jährige.

Besonders gerne blickt Hafner auf die Zeltkirmes zurück, die der TV Schadeck von 2001 bis 2013 mitveranstaltet hat. "In den folgenden Jahren wurde das Fest dann im Haus der Vereine auf dem Sportgelände durchgeführt, bevor 2019 die Zeltkirmes wieder zurück ins Leben gerufen wurde", sagt Hafner. Sein Nachfolger Patrick Vollbach ergänzt: "Eckhard war 2019 der Erste der das Zelt betrat und der Letzte der es verließ. Auch beim Auf- und Abbau war er stets mit dabei."

Und warum hat sich Hafner dazu entschlossen, bei den diesjährigen Vorstandswahlen nicht wieder zu kandidieren? "Es gibt keinen besseren Zeitpunkt, um aufzuhören. Der Vorstand ist aktuell gut aufgestellt und jüngere Mitglieder können jetzt das Ruder übernehmen", sagt er. Hafner und auch Vollbach blicken zuversichtlich in die Zukunft des Vereins. Derzeit laufe alles rund. Es gebe genügend Übungsleiter und die Mitgliederzahl steige an. Momentan hat der TV Schadeck übrigens rund 360 Mitglieder. Besonders Tennis sei aufgrund der Corona-Pandemie aktuell sehr gefragt.

Hafner und Vollbach hoffen, dass der Platz vor dem Haus der Vereine auf dem Gelände des TV Schadeck bald fertiggestellt wird. "Die Stadt Runkel hat uns das seit 2018 versprochen. Wir würden die Arbeit auch in Eigenleistung erledigen. Die Stadt muss nur das Material und die Maschinen stellen", so Vollbach.

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