Das neue Feuerwehrhaus in Hofen wird derzeit gebaut. Schon bald soll es bezugsfertig sein.
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Das neue Feuerwehrhaus in Hofen wird derzeit gebaut. Schon bald soll es bezugsfertig sein.

Ausblick auf 2022

Runkel: Feuerwehrhaus in Hofen soll 2022 fertig werden

Haushaltskonsolidierung bleibt wichtigstes Ziel - Michel Kremer, Bürgermeister von Runkel, blickt auf 2022

Runkel -Für die Stadt Runkel war das vergangene Jahr (wie auch das Vorhergehende) geprägt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen in unserem beruflichen, öffentlichen und privaten Leben. Diese Situation wird uns sicherlich auch im nun begonnenen Jahr weiter begleiten und erneut herausfordern.

Trotzdem konnten in Runkel im vergangenen Jahr einige Projekte vorangetrieben werden, die sich in diesem Jahr fortsetzen werden. Zu diesen werden sich weitere gesellen. Das wichtigste Ziel ist dabei weiterhin die Haushaltskonsolidierung. Das vorläufige Ergebnis des Haushaltes 2021 sieht sehr gut aus, so dass wir höchstwahrscheinlich unseren Plan nicht nur erfüllen, sondern mit einem soliden Plus übererfüllen konnten. Sollten wir auf diesem Weg auch in 2022 weiter voranschreiten, ist das gesetzte Ziel der Konsolidierung bis Ende 2023 - auch trotz der erschwerenden Umstände durch die Pandemie - weiterhin in Reichweite. Einschränkend ist allerdings zu sagen, dass sich die Beratungen über den Haushalt 2022 als schwierig erweisen und es bis zu einem genehmigten Haushalt wohl noch eine Weile dauern wird. Ich bin aber weiterhin überzeugt, dass uns die Konsolidierung gelingen wird.

Trotz dieser Lage ist es uns gelungen, einige investive Maßnahmen im vergangenen Jahr zu beginnen, die in diesem Jahr fortgesetzt werden. Als sichtbarstes Beispiel ist der Neubau des Feuerwehrhauses in Hofen für die Feuerwehren Hofen und Eschenau zu nennen. Das Gebäude nimmt langsam Formen an und wird in diesem Jahr bezugsfertig werden. Parallel dazu hat auch die Planung für das neue Feuerwehrhaus in Ennerich begonnen und hier werden, wenn alles nach Plan läuft, in diesem Jahr die Bauarbeiten beginnen. Ähnliches gilt, mit etwas mehr zeitlichem Vorlauf, für den Neubau des Bauhofes in Kerkerbach.

Im Bereich der städtebaulichen Planung ist es uns im vergangenen Jahr gelungen, die Bauleitplanung für das neue Gewerbegebiet in Dehrn abzuschließen und die Planung für das neue Wohngebiet auf den Weg zu bringen. Diese wird 2022 abgeschlossen werden, so dass es bald das erste Mal seit vielen Jahren wieder ein neues Wohngebiet in Runkel geben wird. Ein weiteres Gebiet, mit dem sich die Gremien der Stadt in diesem Jahr beschäftigen werden, ist das potenzielle Gewerbegebiet "Oberhalb der Limburger Straße/Am Kirschbaum" in Ennerich. Hier gilt es, einen Bebauungsplan aufzustellen und die Erschließung zu planen, um auch dieses seit vielen Jahren vorgesehene aber gewerblich ungenutzte Gebiet endlich mit Leben zu füllen.

Für Runkel generell, aber natürlich speziell für den Stadtteil Arfurt, wird es in diesem Jahr wichtig sein, wie sich die Gremien zu der geplanten Errichtung eines Windparks in den Gemarkungen Arfurt und Seelbach stellen. Die ersten Informationsveranstaltungen hierzu hatten bereits 2021 stattgefunden, sie werden aber auch 2022 weitergehen.

Optisch sicherlich sehr präsent und für die Bürger mit Einschränkungen und stellenweise Unmut verbunden war im letzten Jahr der Glasfaserausbau im gesamten Stadtgebiet. Dieser ist nun größtenteils abgeschlossen und dieses Jahr wird Runkel dann auch in den Genuss dieser Technologie kommen. Der Glasfaserausbau und der damit verbundene Standortvorteil ist ein enorm wichtiger Faktor, um Runkel auch in Zukunft für Bürger und Gewerbe interessant zu halten - und ich bin froh, dass wir uns für diesen Weg entschieden haben.

Viele weitere interessante und sicherlich auch herausfordernde Aufgaben werden uns im kommenden Jahr beschäftigen, sei es die - von einigen Kollegen bereits angesprochene - zu erwartende Erhöhung der Flüchtlingszahlen, die Modernisierung und Digitalisierung der Verwaltung, vor allem im Zuge des Online-Zugangs-Gesetzes, oder auch die Etablierung der Stadt Runkel als Klima-Kommune, um nur eine Handvoll zu nennen.

Ganz persönlich würde ich mir aber für das kommende Jahr wünschen, dass die Corona-Pandemie es zulässt, dass das Vereinsleben in allen Stadtteilen wieder aufleben kann. Das Fehlen von Veranstaltungen, Übungsstunden oder ganz allgemein des sozialen Miteinanders, verbunden durch ein gemeinsames Interesse, hat eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf unser aller Leben.

Ich würde mich auch deshalb sehr freuen, wenn das Vereinsleben im nun anstehenden Jahr 2022, für das ich allen Lesern alles Gute wünsche, zurück in die uns bekannten, vertrauten und liebgewonnenen Formen finden könnte.

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