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Runkel: Hier geht eine neue Sonne auf

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Von: Klaus-Dieter Häring

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Symbolisch wurde der neue Planetenlehrpfad auf der 4,5 Kilometer langen Strecke zwischen Runkel und Villmar für die Öffentlichkeit freigegeben.
Symbolisch wurde der neue Planetenlehrpfad auf der 4,5 Kilometer langen Strecke zwischen Runkel und Villmar für die Öffentlichkeit freigegeben. © Klaus-Dieter Häring

Eröffnung des neuen Planetenlehrpfads entlang des Rad- und Wanderwegs

Runkel -Seit Mittwoch hat Runkel eine eigene Sonne. Sie hat einen Durchmesser von 1,39 Metern und steht am Eingang zum neuen Planetenlehrpfad, der gestern offiziell seiner Bestimmung übergeben wurde. Auf einer Strecke von 4,5 Kilometern sind entlang des Rad- und Wanderweges zwischen Runkel und Villmar an der Lahn im Maßstab 1:1 000 000 die Sonne mit den Planeten unseres Sonnensystems auf Schautafeln zu finden.

Im Vergleich zum Sonnensystem, das 4,5 Milliarden Jahre auf dem Buckel hat, ist die Entstehungsgeschichte des Projektes Planetenlehrpfad, das im Jahr 2017 seinen Anfang nahm, ein Klacks. Dennoch sind die fünf Jahren eher als lang einzuschätzen, was auf Corona und eine Verzögerung beim Lauf durch alle behördlichen Distanzen zurückzuführen ist.

Julienne Haibach, Aleksandra Tagner, Saskia Komorowski und Dennis Becker, Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse der Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Runkel, hatten der Schulleitung diesen Planetenlehrpfad vorgeschlagen, und als die Genehmigung vorlag, übernahm Lehrer Patrick Fitz als Mentor die Aufgabe der Realisierung und Begleitung des Projektes. Er übernahm dann auch bei der Eröffnung des Planetenlehrpfades die Aufgabe, die Geschichte des Pfades zu erzählen und die Ehrengäste zu begrüßen. Darunter die beiden Bürgermeister der angeschlossenen Gemeinden, Michel Kremer von Runkel und Matthias Rubröder aus Villmar, sowie Schulleiter Ingo Nierfeld und die vielen Sponsoren, die durch die Finanzierung die Realisation des Projektes letztendlich möglich machten.

Fitz berichtete von ersten erfolgreichen Gesprächen im Jahr 2017 mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in der Außenstelle Diez als Eigentümer der möglichen Stellflächen des Sonnenmodells und der Hinweisschilder. Nach dem auch von dieser Seite das Einverständnis vorlag, ging es daran, die "Beteiligung der Träger öffentlicher Belange" abzuarbeiten. Parallel hierzu wurde in Zusammenarbeit mit Hermann Stamm und der Schülergruppe die Gestaltung der Hinweisschilder vorgenommen, Bilder und Texte platziert. Und es wurde ein Flyer entworfen, dessen Druck von den beiden Bürgermeistern übernommen wird und für Touristen ausgelegt werden soll. Solch ein Projekt, über viele Jahre geplant und durchgeführt, ist auch nicht vor Pannen gefeit. So haben Unbekannte das Schild des Jupiter umgerissen. Und auch die Sonne hat schon ihre Macken. Hier ging ein Dank an die beiden Bauhöfe, die sich bei den Projektarbeiten, aber auch bei der Restaurierung toll einbrachten.

War durch Sponsoren die Herstellung und Gestaltung der Schilder kein Problem, gab es Schwierigkeiten bei der Sonne, die als Modell am Eingang des Planetenlehrpfades stehen sollte. Die Projektgruppe hatte das Glück, auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ausbildungszentrums Limburg mit Maurern und Stahlbetonbauern zu stoßen, die eine Betonsonne herstellten. Die farbliche Gestaltung übernahm die Friedrich-Dessauer-Schule, die auch das Hinweisschild am Sockel des Sonnenmodells anfertigte. Für die Finanzierung waren die Sponsoren Schaefer Kalk, Kreissparkasse Weilburg und Saal Heizung-Sanitär verantwortlich. Schulleiter Ingo Nierfeld lobte dieses Projekt, das aufzeige, dass die Schüler "nicht nur in Mathe, Englisch oder Deutsch" ausgebildet würden.

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