Bürgermeister Michel Kremer (rechts) und Jürgen Broghammer von der Süwag Grüne Energien und Wasser (SGEW) nahmen den neuen Hochbehälter in Steeden offiziell in Betrieb.
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Bürgermeister Michel Kremer (rechts) und Jürgen Broghammer von der Süwag Grüne Energien und Wasser (SGEW) nahmen den neuen Hochbehälter in Steeden offiziell in Betrieb.

Moderne Technik

420.000 Euro-Investition: Neues Wasserwerk für 1400 Haushalte

  • Rolf Goeckel
    vonRolf Goeckel
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Die Stadt Runkel (Kreis Limburg-Weilburg) investiert 420.000 Euro in einen neuen Hochbehälter in Steeden.

Runkel – Das Trinkwasser im Runkeler Stadtteil Steeden fließt seit einigen Wochen schon aus einem neuen Hochbehälter, der das alte Wasserwerk aus dem Jahr 1961 ersetzt. Nach mehr als dreijähriger Bauzeit haben Bürgermeister Michel Kremer (parteilos), Projektleiter Jürgen Broghammer von der Süwag Grüne Energien und Wasser (SGEW) sowie Vertreter der Firmen, die an dem Bau beteiligten waren, den neuen Wasserspeicher nun offiziell in Betrieb genommen. Er befindet sich am höchsten Punkt von Steeden an der Kreisstraße in Richtung Niedertiefenbach.

Noch während der Amtszeit von Kremers Vorgänger Friedhelm Bender hatte die Stadt Runkel beschlossen, den alten, gemauerten Hochbehälter durch einen modernen zu ersetzen. "Der alte Trinkwasserhochbehälter war in die Jahre gekommen und entsprach baulich und technisch nicht mehr den heutigen Anforderungen", erklärte Jürgen Broghammer. Da er nicht wirtschaftlich umgebaut werden konnte, habe sich die Stadt Runkel gemeinsam mit der SGEW entschieden, die Anlage neu zu bauen. "Glücklicherweise mussten wir gar nicht lange nach einem neuen Standort suchen, das Nachbargrundstück eignete sich hervorragend", freute sich Jürgen Broghammer, SGEW-Projektleiter aus dem Fachbereich Betrieb Wasser und Abwasser.

Runkel: Steuerung ist komplett digital

Der neue Hochbehälter entspricht laut Broghammer dem neuesten Stand der Technik. Die Steuerung ist komplett digital, die beiden Kammern, in denen das Trinkwasser vorgehalten wird, bestehen aus Kunststoff. Sie wurden in zwei Teile zerlegt und per Schwerlasttransport zur Baustelle transportiert und dort zusammengeschweißt. Jede Kammer fasst 150 Kubikmeter Wasser. Pro Jahr werden rund 73 Millionen Liter Trinkwasser aus dem Tiefbrunnen gefördert und im Hochbehälter Steeden zwischengespeichert. Diese Menge versorgt 1400 Haushalte.

Wie Broghammer weiter erläuterte, prüft ein Überwachungssystem regelmäßig, ob es einen Druckabfall im Wasserleitungsnetz gibt, das möglicherweise auf einen Wasserrohrbruch hinweist. Ein weiterer Vorteil des neuen Hochbehälters sei, dass das verwendete Material Polyethylen leicht zu reinigen sei und bei einem späteren Austausch wieder verwertet werden könne. Die Hygiene werde deutlich verbessert, weil die glatte Oberfläche Anhaftungen von Bakterien verhindere.

Runkel investiert 420.000 Euro in den neuen Hochbehälter

Das Volumen von insgesamt 300 Kubikmeter Wasser habe sich nicht verändert, so Broghammer weiter, weil die Einwohnerzahl von Steeden in den letzten Jahren konstant geblieben sei. Allerdings wäre es technisch kein Problem, die neuen Trinkwasser-Kammern zu vergrößern. Die Stadt Runkel hat in den neuen Hochbehälter 420.000 Euro investiert, so Bürgermeister Kremer. Der alte Hochbehälter soll im übrigen nicht abgerissen, sondern einfach stehen gelassen werden. (Rolf Goeckel)

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