Der neue Magistrat mit Bürgermeister Michel Kremer (rechts), dem Ersten Stadtrat Michael Uhl (Zweiter von links) und Stadtverordnetenvorsteher Jörg-Peter Heil (links).
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Der neue Magistrat mit Bürgermeister Michel Kremer (rechts), dem Ersten Stadtrat Michael Uhl (Zweiter von links) und Stadtverordnetenvorsteher Jörg-Peter Heil (links).

Konstituierende Sitzung

Runkel: Michael Uhl ist neuer Erster Stadtrat

  • Rolf Goeckel
    vonRolf Goeckel
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Ennericher geht nach achtjähriger Unterbrechung in seine dritte Amtszeit - Heil bleibt Stadtverordnetenvorsteher

Runkel -Michael Uhl (SPD) ist in der konstituierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend zum neuen Ersten Stadtrat der Stadt Runkel und damit zum Stellvertreter von Bürgermeister Michel Kremer (parteilos) gewählt worden. Für Uhl ist es bereits die dritte Amtszeit, denn der frühere Leiter der Johann-Christian-Senckenberg-Schule hatte bereits von 2006 bis 2013 das Amt des Ersten Beigeordneten ausgeübt, bevor er aus beruflichen Gründen zurücktrat. Seit vergangenem Jahr ist Uhl (63) im Ruhestand, so dass er nun wieder Zeit für die Kommunalpolitik hat. Bei der Wahl am 14. März hatte der Ennericher die meisten Personenstimmen erhalten.

Unterstützt wurde Uhls Wahl von der CDU-Fraktion, die mit der SPD einen gemeinsamen Listenvorschlag für die Magistratswahl eingereicht hatte. Die weiteren Mitglieder des Magistrats sind: Manfred Hastrich (CDU), Christoph Schmidt (CDU), Eberhard Bremser (SPD), Florian Spegt (CDU), Daniel Skopek (CDU) sowie der bisherige Erste Beigeordnete Alexander Bullmann (Bürgerliste), Michael Klement (Grüne), Sabine Hemming Woitok (Bürgerliste) und Christoph Bayer (Bürgerliste). Bürgerliste und Bündnis 90/Die Grünen hatten kurzfristig ebenfalls eine gemeinsame Liste aufgestellt. Alle Stadträte wurden anschließend vereidigt.

Zuvor war Jörg-Peter Heil (CDU) einstimmig als Stadtverordnetenvorsteher wiedergewählt worden. Ihn vertreten (in dieser Reihenfolge) Marten Cornel Fuchs (CDU), Lothar Hautzel (SPD), Christian Fürstenfelder und Susanna Winter (Grüne). Eröffnet wurde die konstituierende Sitzung von Bürgermeister Michel Kremer, der die Sitzungsleitung sogleich an den Alterspräsidenten Heiner Etzold übergab. Der SPD-Parlamentarier skizzierte die anstehenden Entscheidungen in der nächsten Wahlperiode. Dazu gehörten der Neubau eines Bauhofes in Runkel ebenso wie das Feuerwehrgerätehaus in Ennerich. In dem geplanten Neubaugebiet in Dehrn seien bezahlbare Grundstücke zu ermöglichen, außerdem sei Schulsozialarbeit dringend erforderlich. Bei der Entlastung des Haushalts könnten Vorranggebiete für Windräder und Sonnenenergie behilflich sein, meinte Etzold.

Der frisch im Amt bestätigte Stadtverordnetenvorsteher Heil rief seine Kolleginnen und Kollegen im Stadtparlament dazu auf, gerade in den schwierigen Pandemiezeiten zu zeigen, dass Demokratie und Gewaltenteilung noch funktionieren. "Das Wichtigste in der Demokratie ist doch, dass die eigene Meinung nicht von anderen bestimmt wird, sondern, dass jeder sich seine Meinung bilden kann, diese öffentlich vertreten darf und gegen seinen Willen nicht zum Gegenteil gezwungen wird." Der Wähler erwarte, dass seine Interessen in der Stadtverordnetenversammlung vertreten werden. "Wir sollen die beste Lösung für die Probleme, die unsere schöne Stadt betreffen, finden und diese dann nach außen auch gemeinsam durchsetzen. Dies funktioniert aber nur im Diskurs und im Ringen um beste Lösungen in einer Demokratie." Am Ende müssten demokratisch getroffene Entscheidungen aber auch von allen akzeptiert und nicht hintergangen werden, so Heil.

Vertreter für die Verbände

Im weiteren Sitzungsverlauf hatten die Stadtverordneten noch eine Reihe weiterer Posten zu vergeben. Zu Schriftführerinnen wurden einstimmig Mariska Fehler und Andrea Stilper, zu deren Stellvertreterin Sandra Jeuck gewählt. Ebenso einstimmig wurden Vertreter und Stellvertreter in den Wasserverband Georg-Joseph gewählt: für die CDU Wolfgang Ax (Sylvana Löw), für die SPD Carmen Steinhauer (Florian Stupinsky) und für die Bürgerliste (BL) Wolfgang Wünsche (Christoph Geis). In den Abwasserverband Runkel-Villmar werden entsandt: Bernhard Brahm und Armin Naß (Jonas Dormagen und Christian Pötz, CDU), Bernd Schallner (Michael Kilb, SPD), Thomas Kuhlisch (Joachim Schneider-Reigl, BL) sowie Ulrich Eisenberg (Susanna Winter, Grüne). Für den Verbandsvorstand des Abwasserverbands Runkel Villmar wurden gewählt Michael Sehr (Marten Cornel Fuchs, CDU), Christoph Geis (Markus Wengel, BL) sowie Bürgermeister Kremer und Erster Stadtrat Uhl. Kremer und Uhl vertreten die Stadt Runkel außerdem im Verbandsvorstand des Kläranlagenverbands Ems- und Wörsbachtal und in der Verbandsversammlung der ekom21. Als Vertreter und Stellvertreter für den Kindergartenbeirat Runkel wurden gewählt: Nadine Lotz (Sylvana Löw, CDU) sowie Jörg Schubmehl (René Langrock, SPD).

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