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Runkel: Sie haben das Kirmes-Feiern nicht verlernt

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Von: Klaus-Dieter Häring

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Mit Unterstützung von vielen kräftigen Männern wurde der Kirmesbaum in die Senkrechte gebracht.
Mit Unterstützung von vielen kräftigen Männern wurde der Kirmesbaum in die Senkrechte gebracht. © Klaus-Dieter Häring

Baumstellen, Stimmungsmusik im Festzelt und fröhliches Beisammensein rund um die Mehrzweckhalle

Dehrn -Es ist geschafft: Mit einem tollen Programm, dem Einsatz von vielen freiwilligen Helferinnen und Helfern, und vielen Besucherinnen und Besuchern aus nah und fern wurde die Kirmes in Dehrn gemeistert. Alles zusammen sorgte dafür, dass Georg Hein, Vorsitzender des Dehrner Turn- und Sportvereins als Veranstalter, mit zufriedener Miene über den Festplatz lief.

Bereits am Freitag stand der erste Kirmesbaum. Der Obst- und Gartenbauverein hatte gemeinsam mit den Kindergartenkindern den kleinen Baum aufgestellt und machte so auf das Kirmeswochenende aufmerksam. Am Abend sorgten die "Dohlemer Boube" im Kirmeszelt für Stimmung bis in die späten Stunden.

Der große Baum sollte einen Tag später folgen. Da es im Dehrner Wald keinen geeigneten Baum gab, stellte man eine Verbindung zu Schadeck her und wurde dort fündig. Es war ein stattlicher Baum von 18 Meter Länge mit einer großen Krone, der am Samstagmorgen von den zwölf Kirmesburschen und den zwölf Kirmesmädchen der Jahrgänge 2020/22 bunt geschmückt wurde.

Da die Arbeit aber zeitaufwendig ist, war mit dem Wickeln des Kranzes schon in der vergangenen Woche begonnen worden. Zunächst musste Leon Gröschen am Kirmessamstag seine Muskeln spielen lassen und das Loch, in das der Baum gestellt werden sollte, von Pferdemist befreien, den Unbekannte in den Tagen zuvor dort rein geworfen hatte.

Als das Loch frei war und der Baum geschmückt, konnte es unter Beteiligung von vielen Kirmesfans los gehen, "und pünktlich um 12 Uhr stand der Baum", so Georg Heun. Damit war nach zwei Jahren Pause endlich wieder ein Baum auf dem Kirmesplatz zu sehen, der unter den lautstarken Anweisungen von Bernd Leber in die Senkrechte gebracht worden war.

Am Abend war dann nur noch feiern angesagt. Der Kirmesplatz war mit vielen Schaustellern belegt, die sich über mangelnden Besuch nicht beklagen konnten. Bei tollem Sommerwetter saßen viele Kirmesbesucher rund um die Dehrner Mehrzweckhalle und feierten ihr Fest. Und als dann die Kirmesburschen mit ihren Kirmesmädchen unter musikalischer Begleitung des Runkeler Musikzuges auf den Platz kamen und anschließend ins Zelt einzogen, füllte sich auch das Festzelt innerhalb von wenigen Minuten. "Wem ist die Kermes?", erschallte es, und die Frage wurde von den vielen Besuchern im Zelt mit einem lauten und langgezogenen "uuus" beantwortet. Nach dem Kirmestanz lag es an den "Wolpertinger Buam", die Stimmung bis weit nach Mitternacht anzuheizen.

Der Sonntag war dann ganz dem Besuch des Hochamtes in der St. Nikolaus-Kirche vorbehalten. Gestern ging es um 12.30 Uhr mit einem Frühschoppen im Festzelt weiter. Dort spielen "De Zwoa" ", die Wolpertinger in kleiner Besetzung, auf. Um 18 Uhr zogen die Kirmesburschen und Kirmesmädchen ins Kirmeszelt ein, um die Kirmes an den nächsten Jahrgang zu übergeben.

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