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Runkel: Statt Wildschwein gibt’ s Lasagne

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Nur wenn alle Kinder an der richtigen Stelle das große Sprungtuch heben oder senken, können die beiden Bälle rundherum rollen.
Nur wenn alle Kinder an der richtigen Stelle das große Sprungtuch heben oder senken, können die beiden Bälle rundherum rollen. © Kerstin Kaminsky

Lahngoldgarten wird zu Aremorica - Ferienaktion rankt sich um die Abenteuer von Asterix und Obelix

Runkel -Warum ist Obelix so stark? Schmeckt der Zaubertrank des Druiden Miraculix bitter? Was sind das für Flügel am Helm von Asterix? Gegen wen haben sich Asterix und seine Freunde eigentlich zur Wehr setzten müssen?

Bei dem finalen Ferienspaß der Runkeler Stadtjugendpflege wurde der Lahngoldgarten zu dem fiktiven Küstendorf in Aremorica im Nordwesten Galliens. Alle Spiele, Rätsel und Basteleien rankten sich um die Abenteuer der so unterschiedlichen Freunde Asterix und Obelix. Bei einem Ausflug zum Römerkastell Saalburg erfuhren die Kinder Wissenswertes aus der Zeit, in der die Geschichten der tapferen Gallier aus den berühmten französischen Comics spielen und durften selbst Pfeil und Bogen wie auch Wurfspeer ausprobieren.

30 Kinder im Alter zwischen sechs und elf Jahren hatten sich zu dem dreitägigen Ferienhighlight angemeldet. Betreut wurden sie von den Runkeler Jugendpflegerinnen Solveig Richard und Anna Ahlbach sowie fünf ehrenamtlichen Helfern. Das Mittagessen zauberten die Hobbyköche Manfred Edel und Michael Staacks. Wildschwein - die Lieblingsspeise des dicken Obelix - gab es allerdings nicht. Doch an der am ersten Tag servierten Lasagne gab es nichts zu mäkeln. Auch die Burger, die am Schlusstag auf dem Holzkohlengrill vor Ort gebraten und von den Kindern in Eigenverantwortung mit frischen Zutaten zubereitet wurden, stießen auf breite Zustimmung.

Mit einem Kennenlernspiel am Mittwochmorgen starteten die Kinder in drei unbeschwerte und erlebnisreiche Tage. Dann teilten sie sich in drei Gruppen auf und nahmen ihr rotes, blaues oder türkisfarbenes Mannschaft-Shirt in Empfang. „Eigentlich wollten wird das Kennenlernen mit auch einem Bewegungsspiel verknüpfen, aber da hat uns der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauerte Betreuer Luis Hastrich. Der 15-Jährige sagt von sich selbst, dass es ihm großen Spaß macht, etwas mit Kindern zu unternehmen. „Dafür gebe ich gern meine letzten freien Ferientage her“.

Geflügelte Helme

Nachdem die Kinder eingekleidet waren, verteilten sie sich gruppenweise auf drei Kreativ-Stationen. Während die einen mit Hilfe von Blaupapier ein Asterix-Motiv auf Leinwand übertrugen und bunt ausmalten, bastelte eine andere Gruppe den geflügelten gallischen Helm des kleinen, cleveren Comic-Helden. Die dritte Mannschaft befasste sich mit einer Flasche für den Zaubertrank. „Wir hatte uns eigentlich vorgestellt, dass die Kinder ein grobmaschiges Netz knüpfen, in das die Flasche zum Tragen hineingesteckt wird“, sagte Jugendpflegerin Anna Ahlbach. Doch habe sich gezeigt, dass einige der jüngeren Teilnehmer motorisch noch nicht in der Lage für eine solche Handarbeit sind. Also wurde kreativ umgeplant. Wer mochte, konnte stattdessen Bänder flechten und aufkleben oder seine Flasche mit Klebstoff einstreichen und mit bunten Wollfäden umwickeln.

Tatsächlich sei es immer wieder eine Herausforderung, den Entwicklungsstand der Kinder richtig einzuschätzen und ein Programm zusammenzustellen, das allen Teilnehmern gerecht wird, findet Jenifer Hartmann (24). Die ausgebildete Erzieherin und derzeit Studentin im Fachbereich Soziale Arbeit ist bereits zum dritten Mal als Betreuerin bei dem Ferienspaß im Lahngoldgarten dabei. „Ich finde es cool und immer wieder spannend, diese drei Tage mit Kindern zu verbringen und gemeinsam das Leitthema der Ferienspiele auf kreativer, aktiver und informativer Ebene umzusetzen“, sagt sie.

So darf unter dem Asterix-Motto in dem großen Garten natürlich auch gerannt, gejagt und getobt werden. Was liegt hier näher, als ein Fangspiel, bei dem sich Wildschweine und Wildschweinjäger miteinander messen.

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