Ortsvorsteher Hans-Karl Trog (links) und Bürgermeister Michel Kremer (rechts) dankten den verdienten Mandatsträgern Sonja Harling (von links), Dr. Christoph Noack und Joachim Bullmann.
+
Ortsvorsteher Hans-Karl Trog (links) und Bürgermeister Michel Kremer (rechts) dankten den verdienten Mandatsträgern Sonja Harling (von links), Dr. Christoph Noack und Joachim Bullmann.

Sitzung des Ortsbeirats Steeden

Runkel: Tempo 30, unangeleinte Hunde und illegale Biker

  • VonRobin Klöppel
    schließen

Der Ortsbeirat kämpft weiter für eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der Ortsdurchfahrt

Steeden -Der Steedener Ortsbeirat möchte weiter für Tempo 30 in der kompletten Ortsdurchfahrt kämpfen. Das betonte Ortsvorsteher Hans-Karl-Trog (SPD) am Dienstagabend in der Ortsbeiratssitzung im Bürgerhaus. Ärgerlich ist für Trog, dass der Landkreis dies Bürgermeister Michel Kremer (parteilos) bisher untersage. Der Kreis will, dass erst noch einmal weitere verdeckte Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen werden.

Claudia Lampe-Bullmann (Bürgerliste/BL) kann die Haltung des Kreises nicht verstehen. In der Lindenholzhäuser Ortsdurchfahrt gebe es ja auch ab 22 Uhr Tempo 30. Trog erwiderte, dass ein nur nächtliches Tempo 30 in der Steedener Ortsdurchfahrt nicht das sei, was man wolle. Denn es gehe ja hauptsächlich um den Schwerlastverkehr, der überwiegend tagsüber stattfinde.

Trog teilte mit, dass auf dem Spielplatz auf der "Platte" zwei neue Sitzbänke aufgestellt werden sollten. Wenn es die Mittel des Ortsbeirates zuließen, werde er den Platz auch gerne noch mit einem neuen Spielgerät aufhübschen. Das Signal müsse sein, dass der Spielplatz auf der "Platte" dauerhaft erhalten bleibe und der Ortsbeirat nicht zustimmen würde, das Gelände einem Investor als Bauland zu überlassen. Bürgermeister Kremer versicherte, dass dies im Magistrat nie Thema gewesen sei. Wenn es laut Ortsvorsteher Trog nicht funktioniert, ein Gelände hinter den Gärten für einen Spielplatz zu erwerben, sollte zumindest der Weg dort als Spielstraße ausgewiesen werden.

Finanziell schwer umsetzbar

Lampe-Bullmann ergänzte, am Anfang und Ende des Weges sollten Hubbel installiert werden, damit die Autos dort langsam fahren. Bürgermeister Kremer meinte, die Kosten für die Schaffung eines Spielplatzes könnte sechsstellige Kosten verursachen. Das wäre seiner Einschätzung nach aktuell finanziell nur schwer umzusetzen. Alexander Bullmann (BL) erinnerte daran, dass ja auch im Gespräch sei, den Spielplatz auf dem Grundschulgelände aufzuwerten und fragte, ob Steeden denn wirklich drei Spielplätze benötige.

Trog bat die Stadt darum, das Ordnungsamt öfter mal das Parken auf dem Matthesplatz kontrollieren zu lassen. Wie Bürger berichteten, würden der Behindertenparkplatz und die Parkplätze der Feuerwehr zugeparkt, ja sogar die Feuerwehrzufahrt zur evangelischen Kirche. Bürgermeister Kremer erinnerte daran, dass das Ordnungsamt für einen großen Bereich zuständig sei und überall nur sporadisch kontrollieren könne. Jeder Bürger könne aber von sich aus auch Falschparker anzeigen.

Der Verwaltungschef sagte weiter, dass sich Bürger, denen noch Schäden infolge der Glasfaserarbeiten im öffentlichen Raum auffallen, bei der Stadt melden sollen. Die Kommune sei allerdings nicht für Schäden zuständig, die auf Privatgrundstücken entstanden seien. Diese müssten die Betroffenen direkt mit der Deutsche Glasfaser klären.

Joachim Bullmann sprach die Problematik an, dass im Steedener Wald illegal zahlreiche Mountainbiker unterwegs seien, die den Boden kaputt fahren und für Unruhe sorgten. Michel Kremer meinte, man solle sich mit diesen an einen Tisch setzen und klären, ob die Stadt ihnen nicht einen offiziellen Fahrkurs anbieten könne und sich die Biker dafür aus dem Waldstück fernhielten.

Von Bürgern wurde auch bemängelt, dass zahlreiche Hundehalter in der Gemarkung Steeden illegal Wege befahren, Hunde unangeleint herumlaufen und überall hinmachen ließen.

Mandatsträger geehrt

Hans-Karl Trog berichtete außerdem, dass vier Blumenkästen den Matthesplatz künftig verschönern sollen. Der Ortsvorsteher würde sich freuen, wenn sich für diese sowie für die bereits aufgestellten Blumenkästen im Bereich der Blitzersäule und am Museumsplatz freiwillige Paten aus der Bürgerschaft für die Pflege finden würden. Die Kosten für die Bepflanzung übernehme gerne der Ortsbeirat, sagte Trog.

Zusammen mit Bürgermeister Kremer ehrte der Ortsvorsteher verdiente ausgeschiedene Mandatsträger. Joachim Bullmann (BL) war 30 Jahre lang ehrenamtlich kommunalpolitisch tätig, im Steedener Ortsbeirat jeweils zwei Perioden lang stellvertretender Ortsvorsteher beziehungsweise Schriftführer. Sonja Harling (SPD) gehörte dem Ortsbeirat 15 Jahre lang an, Dr. Christoph Noack (CDU) eine Periode. Noack sagte, die Arbeit habe viel Spaß gemacht. Auch wenn man sich manchmal in Diskussionen in der Wolle gehabt habe - man habe sich immer noch in die Augen schauen können.

Bullmann ergänzte, dass es im Ortsbeirat nie um Parteipolitik gegangen sei. Und Trog meinte, dass es im Ortsbeirat immer um die Belange Steedens gegangen sei und das auch so bleiben solle. Auf die Frage, wie weit man mit der Steedener Facebook-Seite sei, äußerte stellvertretender Ortsvorsteher Mirco Hochfellner (SPD) seine Bedenken. Denn Kommentare im Netz könnten ausarten. Besser wäre es seiner Meinung nach, Mitteilungen ohne Kommentarfunktion zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare