Der neue Schadecker Ortsbeirat (von links): Ilona Martin, stellvertretende Ortsvorsteherin Luise Kreckel, Susanne Zacherl, Ortsvorsteher Jörg-Peter Heil und Uwe Kapell.
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Der neue Schadecker Ortsbeirat (von links): Ilona Martin, stellvertretende Ortsvorsteherin Luise Kreckel, Susanne Zacherl, Ortsvorsteher Jörg-Peter Heil und Uwe Kapell.

Ortsbeirat konstituiert sich

Runkel: "Wir wollen das Sprachrohr der Bürger sein"

  • VonRobin Klöppel
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Ortsbeirat stellt sich auf - Jörg-Peter Heil zum Ortsvorsteher gewählt

Schadeck -Der Runkeler Stadtverordnetenvorsteher Jörg-Peter Heil (CDU) ist nun auch Schadecker Ortsvorsteher. Der 50-jährige Diplom-Ingenieur Elektrotechnik wurde in der konstituierenden Sitzung am Donnerstagabend im Haus der Vereine bei eigener Enthaltung einstimmig mit vier Ja-Stimmen gewählt. Der aus Wirbelau stammende Heil hatte auch klar die meisten Direktkreuze bei den Kommunalwahlen in seinem Wohnort geholt. Sein Vorgänger Alexander Völker (CDU) war nicht mehr angetreten.

Jörg-Peter Heil ist der letzte Übriggebliebene vom alten Ortsbeirat, der zuletzt nur noch aus drei Personen bestand. Heil berichtete, dass es, um diesmal genug Kandidaten zu bekommen, für die Wahl 2021 keine Parteilisten mehr, sondern eine Schadecker Gemeinschaftsliste gegeben habe. Auf der habe jeder interessierte Bürger kandidieren können. Der neue Ortsvorsteher hätte sich aber gewünscht, dass sich mehr als sechs Kandidaten zur Wahl stellen. Doch wenigstens konnte der Ortsbeirat wieder voll besetzt werden, mit einem Nachrücker in der Hinterhand.

Stellvertretende Ortsvorsteherin wurde Luise Kreckel, der Heil nach eigenen Aussagen das Ortsvorsteheramt angeboten hatte. Kreckel hatte aber darauf verzichtet, da sie die Meinung vertritt, es soll der Ortsvorsteher werden, den die Wähler auch auf Platz eins gewählt haben. Ebenfalls einstimmig verliefen die Wahlen von Ilona Martin zur Schriftführerin sowie von Susanne Zacherl zur stellvertretenden Schriftführerin. Fünftes Mitglied ist Uwe Kapell. Mitte Mai will sich der neue Ortsbeirat wieder treffen, um darüber zu diskutieren, welche Themen die kommenden fünf Jahre angepackt werden sollen.

Sprechstunde anbieten

Heil versicherte, das es künftig vor oder nach jeder Sitzung eine Bürgersprechstunde geben werde, damit die Schadecker ihre Wünsche und Sorgen vortragen könnten. "Wir wollen das Sprachrohr der Schadecker Bevölkerung sein", betonte der neue Ortsvorsteher. Ebenfalls solle die Kooperation mit dem Ortsbeirat Runkel ausgebaut werden. Heil verriet, dass er sich darüber schon mit Ortsvorsteher René Costa Langrock (SPD) ausgetauscht habe. Beide Stadtteile seien ja zusammengewachsen, hätten ein gemeinschaftliches Feuerwehrhaus, gemeinschaftlichen Kindergarten, Schule und Friedhof. Ebenfalls planten auch die Kirchengemeinden beider Orte, in Zukunft enger zu kooperieren. Die Ortsbeiräte Runkel und Schadeck hätten ein Gemeinschaftsprojekt Schaffung eines festen Fußweges von der Lahnseite zu den Schadecker Treppchen ja bereits realisiert.

Heil sagte, dass dieses Jahr noch im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms IKEK die Neugestaltung des Dorfplatzes am "Dreispitz" durchgezogen werden solle. Hier sind unter anderem eine Boulebahn, Ruhebänke und ein neuer Kirmesbaumstellplatz geplant. Auf die Nachfrage einer Bürgerin, ob man nicht auch den Platz am "Katzenstein" in die IKEK-Förderung aufnehmen solle, antwortete Heil, dass Schadeck über IKEK nur ein größeres Projekt bekomme. Wenn man das Projekt kurzfristig austausche, würde man laut Heil wieder bei null anfangen. Dies möglicherweise mit der Folge, am Ende gar keine IKEK-Mittel für Schadeck zu bekommen. Dennoch soll der "Katzenstein" umgestaltet werden, wie Martin verriet mit Infotafel, rundem Tisch mit Bank sowie einem Kinderspielgerät, möglicherweise einem Baummikado. Ilona Martin würde sich freuen, wenn es hierfür Spenden aus der Bevölkerung geben könnte, da der Ortsbeirat in Corona-Zeiten keine Treffen der Ortsgemeinschaft mit Verkauf zur Mittelgewinnung organisieren könne. Natürlich könnte der Ortsbeirat zudem seine jährlichen Verfügungsmittel in das Projekt verwenden.

Jörg-Peter Heil sagte auch, dass der Ortsbeirat die schon lange schwelenden Parkprobleme in der Mittel- und Heerstraße angehen wolle. Ebenfalls diskutierte der Ortsbeirat darüber, ab kommendem Frühjahr die mittlerweile "eingeschlafene" Umweltaktion wieder ein Mal im Jahr mit Unterstützung der örtlichen Vereine und Bürger durchzuziehen.

Völker dankte Heil und Monica Müller (SPD) für die gute Zusammenarbeit die letzte Wahlperiode. Heil versprach, dass Parteipolitik im Ortsbeirat künftig keinerlei Rolle spielen solle und die fünf Ortsbeiratsmitglieder im Interesse der Bevölkerung als Team auftreten wollten.

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