Für frisches Obst und Gemüse kommen die Kunden gerne auf den Runkeler Wochenmarkt.
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Für frisches Obst und Gemüse kommen die Kunden gerne auf den Runkeler Wochenmarkt.

Die Nachfrage ist da

Runkel: Der Wochenmarkt floriert wieder

  • vonRobin Klöppel
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Kunden und Beschicker sind zufrieden - Angebot könnte erweitert werden

Runkel -Der Wochenmarkt in Runkel war bei den ersten beiden Auflagen laut Beschickern gut besucht, doch dann kam die unfreiwillige Corona-Pause. Jetzt müssen sich die Menschen aus Runkel, Schadeck und Umgebung erst einmal wieder daran erinnern, dass der Markt jeden Dienstag von 14 bis 18 Uhr läuft. Verändert hat sich aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregeln nur, dass der Markt auf den größeren unteren Parkplatz der Stadthalle verlegt wurde. Und es kamen ein paar neue Stände dazu, ein Imbiss, ein Blumenhändler sowie der Villmarer Kiebitzmarkt Zanger.

Richard Ulrich, Betreiber einer Gärtnerei in Schlossborn, sagt, dass er die meisten Händlerkollegen hier in Runkel vom Idsteiner Wochenmarkt kenne und darum jetzt hier auch sein Glück versuche. Dass das Geschäft nach Corona erst wieder nach und nach anlaufen muss, war ihm klar. Die Leute, die ihn noch nicht kennen würden, müssten auch erst einmal sehen, dass er selbst produzierte, hochwertige Ware habe. Dann würden sich die nötigen Kundenbindungen hier schon ergeben.

Bernt-Michael Singe vom Imbissstand aus Weilburg sagt: "Das Geschäft hier wird von Mal zu Mal besser." Es gibt selbst gemachte Pommes, frische Waffeln und Crêpes sowie die ungarische Spezialität Lángos, belegter, in Fett gebratener Hefeteig. Nach den Sommerferien, wenn laut Singe auf dem Markt sicher wieder mehr los sein wird, soll es am Stand auch Bratwurst geben. Anne Bergmeier vom Kiebitzmarkt zeigt, was sie mitgebracht hat: Likör, Wein, Honig, Nudeln, Kartoffeln und Brot. Am meisten los ist gerade am Obst- und Gemüsestand Schäfer, an dem Gabi Esaias steht. Sie ist von Anfang an dabei und sagt: "Der Markt in Runkel ist ganz schön angelaufen, aber natürlich könnten es noch ein paar Kunden mehr sein". Schade findet sie es, wenn Leute im direkten Umfeld des Marktes wohnten und sagten, sie hätten bis jetzt nichts von dem Markt gewusst. Von daher sei mehr Werbung wichtig.

Die Händler

sind geblieben

Susanne Wallner, die den Markt initiierte, sagt, über den eigenen Umsatz könne sie sich bisher nicht beschweren. Die Leute, die heute da seien, die würden auch etwas kaufen und hätten die Taschen voll. Erfahrungsgemäß sei es in der Hitze der Sommerferien auf Märkten immer etwas ruhiger. Ein positives Zeichen sei, dass bisher alle Händler vom Anfang bis heute dabeigeblieben seien. "Ich gehe also davon aus, dass dieser Markt hier dauerhaft bleibt", so Wallner.

Astrid Vollbach sagt, schön wäre noch ein größeres Angebot an Käse und Nudeln. Insgesamt findet sie den Markt aber klasse und ist schon Stammkundin. Die Schadeckerin mag, dass man hier frische, gute Ware bekomme, der Markt auch sein Flair habe. Man könne hier einen Kaffee trinken und Bekannte treffen. Gerd Klawitter findet es praktisch, hier zu Fuß von Schadeck aus seine Einkäufe erledigen zu können. Er holt Obst, Gemüse und Backwaren. Einen Fischstand könnte er sich gut als Ergänzung vorstellen. "Für mich als Rentner ist der Marktbesuch immer eine schöne Abwechslung", sagt Klawitter. Denn man treffe hier immer nette Leute.

Edda Sehr wohnt nicht weit hinter der Runkeler Schule und findet es praktisch, hier mal schnell rüberlaufen und einkaufen zu können. Hier finde sie etwa verschiedene Cremes als Brotaufstrich, die sie im Supermarkt nicht bekomme, oder leckere Oliven. "Ich gehe auch her, um ein Schwätzchen zu halten", sagt Sehr. Auch wenn sie alles finde, was sie brauche, hätte sie aber nichts dagegen, wenn der Markt noch ein wenig größer werden würde.

"Für Runkel ist das hier ein schöner Ort der Begegnung geworden", findet André Brandes, der hier in schöner Atmosphäre vieles Frische zum Kochen findet. "Ich komme hier aber auch hin, um Leute zu treffen, mich mit Menschen auszutauschen", so Brandes. Anja Roth sieht es genauso: "Ich komme gerne auf diesen Markt, weil wir hier frische Sachen kaufen und Freunde treffen können." So wie Tochter Lina (5) ihre Freundin Tamara. rok

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