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Schaefer Kalk beliefert schon bald mindestens einen großen Kunden per Bahn.

Lieferung per Zug

Schaefer Kalk baut eine eigene Bahnstation

Ein langjähriger Kunde der Firma Schaefer Kalk will in Zukunft per Bahn beliefert werden, weshalb die Firma nun in Steeden eine eigene Beladestation baut. Zwar müsse nun auch Material aus dem Werk aus Hahnstätten per Lkw nach Steeden transportiert werden, bestätigt Andreas Kinnen, einer der drei Geschäftsführer des Unternehmens. Die Stadt Limburg werde aber trotzdem vom Lastverkehr entlastet.

In der Tat werde ein Kunde, den Schaefer Kalk schon sehr lange beliefere, in etwa einem Jahr nicht mehr über die Straße, sondern über die Schiene beliefert, bestätigt Dr. Andreas Kinnen, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei Schaefer Kalk, auf Anfrage dieser Zeitung. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes habe man sich darauf geeinigt, die Zahl der Straßenkilometer drastisch zu reduzieren und die Möglichkeit zu nutzen, die der Schienenanschluss in Steeden biete. Und es sei auch richtig, dass Material aus Hahnstätten deshalb nach Steeden gebracht werden müsse, um von dort per Bahn weitertransportiert zu werden. Die Straßen der Stadt Limburg würden aber dadurch keinesfalls stärker in Anspruch genommen, sondern tatsächlich entlastet.

Denn schon heute beziehe der Kunde, zu dem Kinner nur sagt, dass er deutlich nördlich von Köln angesiedelt ist, Material sowohl aus Steeden als auch aus Hahnstätten. Während die Lkw aus Steeden Limburg aktuell rechts liegen ließen und über die Anschlussstelle Limburg-Süd auf die Autobahn führen, nähmen die aus Hahnstätten auch heute schon den Weg durch Limburg.

Der Weg zur Anschlussstelle Diez der A 3 sei für die Lkw-Fahrer eher unbeliebt, deshalb nähmen die auch aus Hahnstätten kommend den Weg durch Limburg und von dort auf die Autobahn. Die Zahl der Transporte aus Hahnstätten würde in etwa einem Jahr aber deutlich abnehmen, denn selbstverständlich werde das Unternehmen bemüht sein, in Zukunft mehr Material aus Steeden und weniger aus Hahnstätten auf die Reise zu dem genannten Kunden zu schicken. Die Materialqualität an beiden Standorten gebe das her. „Dass wir dann mehr auf Kalk aus Steeden setzen, ist ja schon alleine eine Frage der Wirtschaftlichkeit“, sagt Kinner. Der Lkw-Transport des Materials von Hahnstätten nach Steeden koste schließlich Geld und zwar nicht wenig. Dass gleichzeitig die Limburger Innenstadt vom Lkw-Verkehr entlastet werde, sei ein zusätzlicher positiver Effekt.

In welcher Größenordnung die Entlastung liegen wird, wollte Kinner nicht sagen, um keine Rückschlüsse auf den Kunden zu ermöglichen. Derzeit wird am Werk in Steeden die Bahnverladung für den Stückkalk gebaut. Von der Straße aus ist der große blaue Kran, der derzeit im Einsatz ist, gut zu erkennen. Noch ist die Baugrube etwa fünf Meter tief, zum Schluss werden es etwa 30 Meter sein. Die Bauarbeiten werden noch etwa ein Jahr in Anspruch nehmen.

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