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Spatenstich fürs neue Feuerwehrgerätehaus

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Von: Tobias Ketter

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Der Bau des neuen Feuerwehrhauses hat begonnen. Bürgermeister Michel Kremer (vorne), die Feuerwehrkameraden und Ortsvorsteherin Natascha Schäfer (Zweite von rechts) freuen sich darüber, dass es endlich losgeht.
Der Bau des neuen Feuerwehrhauses hat begonnen. Bürgermeister Michel Kremer (vorne), die Feuerwehrkameraden und Ortsvorsteherin Natascha Schäfer (Zweite von rechts) freuen sich darüber, dass es endlich losgeht. © Tobias Ketter

Bau des 1,9-Millionen-Euro-Projektes hat begonnen

Ennerich -Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Ennerich hat begonnen. Seit vergangener Woche wird in der Straße Oberau fleißig gearbeitet. In dem Runkeler Stadtteil entsteht ein Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von rund 470 Quadratmetern. Für die Umsetzung des Projekts sind im Haushalt 1,9 Millionen Euro vorgesehen. Im Mai des kommenden Jahres soll das Feuerwehrgerätehaus fertiggestellt werden.

"Das alte Feuerwehrhaus ist nicht mehr gut genug, um den Feuerwehrdienst aufrechtzuerhalten", sagte Runkels Bürgermeister Michel Kremer (parteilos). Das Gebäude sei mittlerweile etwa 100 Jahre alt und in der dazugehörigen Halle stünden zwei Fahrzeuge auf engstem Raum, heißt es in einer Mitteilung der Feuerwehr Ennerich. Der technische Prüfdienst habe bemängelt, dass es nur rund 50 Zentimeter Platz gebe, um die Türen der Feuerwehrautos zu öffnen. Darüber hinaus gebe es in der Halle des alten Gebäudes keine Abgas-Absauganlage und die Türen seien zu schmal.

Nutzungsverbot

für Unterrichtsraum

"Der Schlauchanhänger steht in einem Seitentrakt und er muss im Einsatzfall umständlich ausgeparkt und angehängt werden", teilten die Verantwortlichen der Feuerwehr mit. Außerdem sei der Hof zu klein und die Ausfahrt unübersichtlich. Es gebe auch nicht genügend Parkplätze für die Einsatzkräfte, und die Umkleidekabinen seien sehr eng und nicht nach Geschlechtern getrennt. Und auch das Büro habe nicht die passende Größe.

Laut den Angaben der Feuerwehr habe man im derzeit noch genutzten Gebäude keine Duschmöglichkeiten. Des Weiteren sei der Unterrichtsraum zu klein und er habe keinen zweiten Rettungsweg. "Dies wurde vom technischen Prüfdienst und von der Unfallkasse bemängelt und ein Nutzungsverbot wurde ausgesprochen", berichtet die Feuerwehr.

Genug Platz

und Parkplätze

Mit dem neuen Feuerwehr-Standort sollen sich nun die Bedingungen für die Einsatzabteilung, die aus 18 aktiven Mitgliedern (davon vier weiblich) besteht, deutlich verbessern.

Das Grundstück am Ortsrand mit einer Gesamtfläche von knapp 2000 Quadratmetern liege laut den Verantwortlichen verkehrsgünstig, so dass eine optimale An- und Abfahrt der Einsatzkräfte gewährleistet werden könne. Die rund 200 Quadratmeter große Halle bietet künftig Platz für drei Fahrzeuge. Vor dem Gebäude soll ein 220 Quadratmeter großer Hof entstehen, der schon bald als Übungsfläche genutzt wird. An Ort und Stelle werden darüber hinaus 20 Parkplätze gebaut. Im Feuerwehrhaus selbst gibt es nach der Fertigstellung genügend Platz für Umkleidekabinen, einen Schulungsraum, eine Werkstatt, ein Büro und eine Lagerfläche.

Bürgermeister Kremer dankte der Feuerwehr, der Planungsgruppe und dem Stadtbrandinspektor für das Engagement, um das neue Feuerwehrgerätehaus zu realisieren. "Es war ein langer Weg, aber am Ende können wir sicherlich stolz auf das Gebäude sein", sagte der Verwaltungschef von Runkel. Kremer geht derzeit davon aus, dass die im Haushalt festgelegten 1,9 Millionen Euro für die Fertigstellung des Projektes ausreichen werden. Die aktuellen "Preisexplosionen" seien der Hauptgrund für die recht hohe Summe.

Wehrführer Frank Krämer berichtete, dass es bereits vor zehn Jahren den Ansatz gegeben habe, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Man habe dann zunächst nach einem geeigneten Bauplatz Ausschau gehalten. "Der neue Standort ist wirklich die erste Wahl unserer Feuerwehr", so Krämer. Das Gebäude werde nach der Bauphase der aktuellen Norm entsprechen. "In dem laufenden Projekt sind keine Extrawünsche enthalten", sagte der Wehrführer.

Andreas Schuld, Stadtbrandinspektor von Runkel, ist zuversichtlich, dass Ennerich ab 2023 wieder eine Jugendfeuerwehr haben wird. Seit rund 20 Jahren gebe es diese Abteilung nicht mehr, weil kein Schulungsraum zur Verfügung stehe. Das ändert sich nun durch den Neubau. "Wir haben auch schon einige Leute gefunden, welche die Abteilung künftig übernehmen wollen", teilte Schuld mit, der sichtlich stolz auf das Projekt ist. Auch Ortsvorsteherin Natascha Schäfer freut sich darüber, dass ihr Dorf nun ein neues Feuerwehrhaus bekommt. "Es ist einfach an der Zeit", sagte sie. tobias ketter

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