Corona verhindert Patricia Kellys Gastspiel in Runkel.
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Corona verhindert Patricia Kellys Gastspiel in Runkel.

Corona-Folgen

Aus der Traum für Runkel: Patricia Kelly kommt nicht

Mit der Absage der Kirmes fällt auch das Konzert im Zelt aus.

Runkel -Die Runkeler Kirmes für 2020 Ende August ist endgültig abgesagt. Dies teilte der Vorsitzende des Feuerwehr-Vereins, Jürgen Broghammer, mit. Das gilt auch für das Konzert von Patricia Kelly & Band, das am Freitag davor im Zelt im Rahmen der Kulturreihe "Dialog Runkel" am 28. August stattfinden sollte. Das Mitglied der "Kelly Family" hatte, wie Broghammer plante, zum Auftakt seiner "One More Year"- Deutschlandtour in Runkel auftreten sollen. Das Soloalbum "One More Year" von Patricia Kelly hat gerade erst Platz drei der offiziellen deutschen Albumcharts erreicht, das vorläufige Abschiedsalbum der "Kelly Family" "25 Years Later" in der Live-Version sogar Platz eins in Deutschland wie Österreich. Kellys Auftritt in Runkel hätte also wahrscheinlich eine vierstellige Besucherzahl nach Runkel gelockt. Aktuell unvorstellbar.

Nachdem die Kellys mit ihrer "Over The Hump"-Abschiedstour nur die großen deutschen Hallen wie die Frankfurter Festhalle bespielt haben, wäre es für heimische Fans eine tolle Sache gewesen, Patricia Kelly ein Jahr nach dem rundum gelungenen "Rodgau Monotones"-Gastspiel in Runkel mal im heimischen Raum mit Live-Band hautnah live zu erleben. Und das mit dem neuen Programm noch vor ihrem offiziellen Tourstart, was sicher auch viele Fans aus anderen Regionen nach Runkel gezogen hätte.

Doch Corona hat Jürgen Broghammer und seinem rührigen Feuerwehr-Team alles zunichte gemacht. Denn seine Kalkulation beinhaltete, dass ein Zelt für die Kirmes sowieso schon steht. Von daher ließ sich das Kelly-Konzert nicht einfach auf einen späteren Termin verlegen. Aber vielleicht klappt es dann ja nächstes Jahr. Auch wenn möglicherweise ab Anfang September Großveranstaltungen in Hessen wieder zulässig sein sollten, ist es jedenfalls keine Option für Bürgemeister Michel Kremer (parteilos), die Kirmes um eine Woche nach hinten zu verlegen, um sie zu retten.

Es sei ein großer Verlust für jeden Ort, wenn eine Kirmes nicht stattfinden könne, sagte Kremer. Doch so kurzfristig könne man eine solche Großveranstaltung nicht mehr aus dem Boden stampfen, für die langfristige Verträge nötig seien. Eventuell könnte es laut Kremer eine kleinere Ersatzveranstaltung in Runkel geben. Aber auch der steht er nach aktuellem Stand eher kritisch gegenüber. Denn dann müsste man aufgrund der Corona-Einschränkungen die Besucherzahlen einschränken. Und eine Veranstaltung zu starten und abzubrechen, weil zu viele Bürger kämen, sei keine gute Idee.

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