Zehntscheune steht zur Verfügung

Für dieses Jahr ist die Zukunft der Zehntscheune am Runkeler Schlossplatz geklärt, wie es danach weitergeht aber noch nicht.

Die Runkeler Vereine können ab 1. April die Zehntscheune am Schlossplatz wieder nutzen. Metfried Prinz zu Wied und seine Frau Felicitas haben die Räumlichkeiten herrichten lassen und wollen zumindest bis Ende des Jahres das Gebäude in Eigenregie managen. Aus Altersgründen hätten sie aber nichts dagegen, wenn die Zehntscheune ab 2015 die Vereinsgemeinschaft wieder übernehmen würde.

Felicitas Prinzessin zu Wied findet es schade, dass die Vereine sich nicht einig sind und es keine Entscheidung gibt, dass sie gegen Übernahme der laufenden Kosten das Gebäude weiter anmieteten. Die Bereitschaft bei ihrem Neffen Carl Fürst zu Wied als Hauseigentümer sei nach wie vor vorhanden, die Zehntscheune langfristig für die Vereine und kulturelle Veranstaltungen zu erhalten. Falls die Vereine sich nicht in der Lage sehen sollten, die Mietkosten alleine zu stemmen, solle sich die Stadt noch einmal in Ruhe überlegen, ob sie nicht doch einen Teil der Ausgaben weiter tragen könne, meint Felicitas. Denn es gebe andere Projekte wie Sportplätze, die die Stadt auch Geld kosteten, doch nur von wenigen genutzt würden.

Der Schlossplatz und die Zehntscheune seien bei kulturellen Veranstaltungen hingegen für alle Bürger da. „Es sollte ja im Sinne der Stadt sein, dass die Altstadt nicht verödet und hier weiter etwas passiert“, denkt Felicitas. Es gebe, so Metfried Prinz zu Wied, von seinem Neffen neben den Mietpreis von 800 Euro plus Nebenkosten keine Forderung an Stadt oder Vereine, auf eigene Kosten die Scheune sanieren zu lassen. Auch wenn solche Aussagen im Ort kursiert seien.

Unkosten decken

Wie seine Frau ergänzte, sei aber der Erhalt des Gesamtkomplexes der Burg mit hohen laufenden Kosten verbunden, so dass ihre Familie für die Stadt keine Mäzenrolle übernehmen könne. „Uns geht es nicht darum, Geld zu verdienen, aber die entstehenden Unkosten müssen wir einfach wieder reinbekommen“, sagt sie.

Die bisherige Fahrzeughalle der Feuerwehr soll Vereinen und weiteren Interessenten für einzelne Tage inklusive Toilettennutzung gegen eine Miete angeboten werden. Catering und Raumdekoration könnten auf Wunsch der Nutzer extra organisiert werden. Der Gesellschaftsraum, bis Ende 2013 Versammlungssaal der Wehr, mit 60 Quadratmeter Größe für eine Nutzung von bis zu 40 Personen wird separat vergeben, beide Räume können auch zusammen gebucht werden. Vereine aus der Runkeler Kernstadt erhalten einen Rabatt, müssen dem Hauseigentümer bei Essens- und Getränkeverkauf aber einen Teil ihres Gewinns abgeben. Die Stromkosten werden extra berechnet.

Was aus dem Obergeschoss wird, wo früher Musikverein und Sängervereinigung probten, steht noch nicht fest. „Wir werden bis Ende des Jahres Erfahrung mit der Vermietung sammeln und dann weitersehen“, meint Metfried Prinz zu Wied. Somit seien das Maikonzert des Musikvereins und der Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz sowie die Veranstaltungen des Hessischen Kultursommer für 2014 schon einmal gesichert. Außerhalb der Veranstaltungen können die zu Wieds die Toilettenanlage für Bürger und Lahntouristen freilich nicht offen lassen. „Wenn da etwas passieren würde, wären wir sonst die Dummen“, sagt Felicitas. rok

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