Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian auf der Baustelle am Dorfgemeinschaftshaus ? im Hintergrund die Burganlage.
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Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian auf der Baustelle am Dorfgemeinschaftshaus ? im Hintergrund die Burganlage.

Die Burg bleibt Baustelle

Sanierungsarbeiten an der Burg Schwalbach verlängern sich bis 2020

Die Burg Schwalbach bleibt vorerst eine Baustelle. Die Abschlussarbeiten verschieben sich bis mindestens 2020, sofern das Land die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung stellt.

„Die Sanierung ist bis zur 650-Jahr-Feier der Burganlage im Jahr 2018 leider nicht abgeschlossen“, erklärte Burgschwalbachs Ortsbürgermeister Ehrenfried Bastian bei einem Pressetermin. Aktuell läuft eine Ausschreibung, nachdem das Land den Doppelhaushalt für die Jahre 2017/2018 verabschiedet hat.

Seit dem Jahr 2006 wird die Burg aufwendig saniert. Etwa 6,7 Millionen Euro hat das Land Rheinland-Pfalz als Eigentümer bisher investiert – vor Kurzem endete der dritte Bauabschnitt. Im nun folgenden vierten Bauabschnitt wird die frühere Kapelle für Trauungen wieder hergerichtet und der Westbau samt Gefängnisturm, Ringmauer und Torhaus instandgesetzt. Dafür wurden grob 1,6 Millionen Euro veranschlagt.

Nach Fertigstellung soll auch der Restaurantbetrieb wieder anlaufen. Dafür sucht die Ortsgemeinde aktuell Parkmöglichkeiten rund um das Burgareal für die Besucher der Burg Schwalbach. „Der Gastronomiebetrieb wird künftig wieder im Torhaus sein, wie schon vor einigen Jahrzehnten“, erläuterte Bastian weiter. Die jetzigen Räumlichkeiten sollen in Zukunft für Feiern und Events wie Hochzeiten oder Tagungen genutzt werden. Auch soll ein Biergarten vor dem Eingangsbereich zur Burg Schwalbach – mit herrlichem Blick über das Palmbachtal – entstehen. Über archäologische Funde wie Bauhölzer und Gesteine während der Sanierungsarbeiten wird die Bauhistorikerin Jutta Hundhausen Ende 2017 im Rahmen eines Vortrages informieren. So soll der Bau der Burg nach neuesten Erkenntnissen sehr viel länger als bisher angenommen gedauert haben.

Straßenausbau

Über weitere Baustellen und Maßnahmen im Ort informierte Bastian unsere Zeitung im Anschluss.

So liegen die Instandsetzung des Dorfgemeinschaftshauses samt Vorplatz im Zeit- und Budgetplan. „Mit einer Fertigstellung ist bis Ende August zu rechnen“, gab Bastian zu Protokoll. Das Kostenvolumen bezifferte Bastian auf rund 250 000 Euro. Einzelne Arbeiten konnten ehrenamtlich ausgeführt werden, was das Budget entlastete. „Die Arbeiten zur Erschließung des Wohngebiets ,Hinter den Zäunen’ sind vergeben. Der Ausbau der Straße wird im Juli beginnen“, erläuterte der Ortsbürgermeister. Die Kosten betragen hier insgesamt rund 350 000 Euro, davon umlagefähig sind rund 320 000 Euro. 90 Prozent der Kosten tragen die Anwohner, zehn Prozent übernimmt die Gemeinde. Der Ausbau muss bis im November dieses Jahres abgeschlossen sein.

Darüber hinaus wird der Dorfplatz saniert und erneuert. Eine Tischtennisplatte soll installiert, die Brunnenanlage erneuert und das vorhandene Schachfeld durch den Freundeskreis der Kinder saniert werden.

Das Bistro Auszeit hat zudem eine Stallung abgerissen und plant, auf dem vorhandenen Areal Parkplätze zu bauen. „Das entlastet auch den märchenhaften Weihnachtsmarkt, da somit zusätzliche Kapazitäten geschaffen werden“, erklärte Ehrenfried Bastian.

Abschließend gab Bastian bekannt, dass im Neubaugebiet „In der Seite“ bis auf zwei Bauplätze alle verkauft wurden. Der Abriss vom Wehr in Richtung Zollhaus ist für die 26. Kalenderwoche geplant. „Die Baugenehmigung ist da, eine Renaturierung wird folgen“, sagte Bastian zum Abschluss.

(ckb)

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