„Schüler sind meine besten Lehrer!“

Dieser Tage lud das Konrad-Adenauer-Gymnasium Westerburg zu einer ganz besonderen Veranstaltung für die Eltern der Klassenstufen 5 bis 7 in der Aula ein.

Die freie Medienreferentin Michaela Weiß-Janssen gestaltete einen Informationsabend über Internetsicherheit und Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen. Ihre eigene Kompetenz zu diesem ebenso aktuellen wie komplexen Themengebiet erarbeitete sich Michaela Weiß-Janssen nicht allein durch ihre Vorträge und Workshops. Gerade der intensive Austausch mit Schülerinnen und Schülern sei ihr besonders wichtig, betonte die Referentin: „Meine Schüler sind meine besten Lehrer!“

Details und interessante Hintergrundinformationen fesselten die Eltern, denen die rasante Veränderung der Medienlandschaft in den vergangenen Jahren mit überraschenden statistischen Daten vor Augen geführt wurde. So erfuhren die Eltern, dass im Jahr 2014 durchschnittlich alle 60 Sekunden 4,2 Millionen Nachrichten über WhatsApp verschickt worden sind. Da wunderte es die Eltern nicht mehr, dass in den WhatsApp-Gruppen ihrer Kinder teils in wenigen Stunden manchmal mehrere Hundert neue Nachrichten gelesen werden wollen.

„Wir als Eltern nutzen das Internet ganz anders als unsere Kinder!“, hob Michaela Weiß-Janssen hervor und machte die Eltern auf die besonders hohe Bedeutung der sozialen Netzwerke im Leben der Kinder und Jugendlichen aufmerksam. Komplizierte Nutzungsbedingungen, datenschutzrechtliche Spitzfindigkeiten und möglicherweise jugendgefährdende Inhalte stellen für so manche Elternhäuser nicht selten hohe Anforderungen dar, wenn Eltern mit ihren Kindern über die Nutzung der modernen Medien ins Gespräch kommen.

Die Referentin ermutigte die anwesenden Eltern mit ihrem Fazit „Eine Kindersicherung ersetzt nicht unsere elterliche Aufsichtspflicht“, die Herausforderung anzunehmen und mit ihren Kindern gemeinsam die Chancen und Probleme der schönen, neuen Medienwelt zu erkunden. Die Überlegungen von Michaela Weiß-Janssen trafen den Nerv unserer Zeit und so entwickelte sich während des Informationsabends immer wieder ein intensiver Austausch über die Möglichkeiten, wie Eltern ihren Kindern beim Umgang mit facebook, Instagram & Co. eine Hilfe sein können. Mit ihrer erfrischenden Art ermunterte die Referentin die Anwesenden und forderte ein, was eigentlich allen Eltern eine Selbstverständlichkeit sein sollte: „Der allerwichtigste Punkt: Dass wir als Eltern hellhörig sind und dann auch da sind!“ Dies sei gerade dann von besonderer Bedeutung, wenn Kinder unter Cybermobbing zu leiden hätten oder etwa mit digitalen Kettenbriefen und mit problematischen Bild- oder Filminhalten belastet würden.

Die Schulleiterin Ute Klapthor verabschiedete die Eltern nach diesem Gewinn bringenden Abend und bedankte sich herzlich bei Michaela Weiß-Janssen und Michael Brückmann, der als langjähriger Jugendmedienschutzbeauftragter die Veranstaltung organisierte und durch vielfältige Impulse über viele Jahre hinweg den Jugendmedienschutz am Westerburger Konrad-Adenauer-Gymnasium besonders bereichert hat.

(upr)

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