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Viola Künzel, Daniel Stenger und Ulrike Jung (von links) von der Selbsthilfekontaktstelle sind froh über die neuen Räume in der Diezer Straße.

Selbsthilfekontaktstelle

Selbsthilfegruppen bekommen neue Räume

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Raus aus den Hinterzimmern: Die Selbsthilfekontaktstelle bietet den Selbsthilfegruppen im Kreis nicht nur Unterstützung aller Art an, sondern auch Räume für die Treffen. Und jetzt auch ganz zentral, mitten in Limburg: In der Diezer Straße, in der Nähe der Stadthalle.

Aus den Räumen in der Gartenstraße mussten sie ausziehen, weil das ganze Gelände verändert wurde, aus den Räumen an der Schiede wollten sie ausziehen, weil sie einfach nicht passten – zu klein, direkt an der Hauptstraße und nicht barrierefrei. Jetzt ziehen die Selbsthilfegruppen im Landkreis wieder um. Spätestens vom 1. April an können sich die Gruppen in der Diezer Straße 13 treffen. Im ersten Stock des Gebäudes hat der Landkreis ein paar Räume angemietet. Einen davon kann der Arbeitskreis Jugend-Zahnpflege als Büroraum nutzen, die anderen beiden, die Küche und das Bad steht den Selbsthilfegruppen zur Verfügung . „Jetzt müssen wir nur noch ein bisschen streichen und dann kann es losgehen“, sagt Daniel Stenger, Leiter des Gesundheitsamtes und Chef der Selbsthilfekontaktstelle des Kreises. Die Selbsthilfegruppen sollten jedenfalls schon einmal melden, ob und wann sie überhaupt Bedarf haben. „Wenn zu viele Gruppen zur selben Zeit kommen wollen, müssen wir noch eine Wand einziehen“, sagt Stenger. Er ist sich sicher, dass viele Gruppen den Raum nutzen wollen, Selbsthilfegruppen, die sich bislang in Hinterzimmern von Gaststätten treffen oder in anderen Räumen, für die sie vielleicht sogar Miete zahlen müssen.

64 Selbsthilfegruppen gibt es zurzeit im Landkreis – und es kommen immer wieder neue dazu, sagt Viola Künzel von der Kontaktstelle. Immer wieder rufen Menschen bei ihr an und fragen nach Gruppen. Und wenn es keine passende Gruppe gibt, dann fragt sie, wie es mit der Gründung einer neuen sei. Zurzeit suche zum Beispiel jemand andere Menschen, die unter einem Hirntumor leiden – und über Symptome und Therapien reden wollen oder ganz einfach mal über Ängste sprechen. Künzel hilft bei der Neugründung und dem Aufspüren anderer Betroffener und macht den Nutzungsplan für die Räume. Und sie weiß, wie wichtig die Arbeit der Selbsthilfegruppen ist. Nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern für das ganze Gesundheitssystem. Die Selbsthilfekontaktstelle begleitet bestehende Gruppen und bietet Weiterbildungen an. Zudem bietet sie ein Forum zur Präsentation. Zum Beispiel am Samstag, 1. September, beim nächsten Tag der Selbsthilfe. Und die Selbsthilfegruppen wollen sich in diesem Jahr etwas ganz Neues dafür überlegen. Bei einem Treffen am Montag, 5. März, wollen die Gruppen Ideen zusammentragen – und ganz nebenbei werden dabei schon mal die neuen Räume eingeweiht.

Weitere Informationen gibt es bei der Selbsthilfekontaktstelle, Telefon (0 64 31) 29 63 39, 29 66 46 oder 29 66 62.

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