Alpentrail - eine Gratwanderung

Beim weltweit bedeutendsten Trailrun für Zweier-Teams, dem „Transalpine-Run“ durch drei Länder, erlebten vier Läufer aus dem NNP-Land das größte Lauf-Abenteuer ihres Lebens.

Beim „Transalpine-Run“ für Zweier-Teams, der eine Woche lang durch drei Länder von Garmisch nach Brixen in Südtirol führt, startete Frank Kremer (VLG Eisenbach) zusammen mit seinem Limburger Laufkollegen Peter Zimmermann und den beiden „Hollessern“ Meinhard Rompel und Reiner Trost. Zu bewältigen galt es folgende Streckenabschnitte: 1. Garmisch-Partenkirchen – Nassereith (AUT) 47,3 km mit 2380 Höhenmetern (HM); 2. Nassereith – Imst (AUT) 26,8 km, 1490 HM; 3. Imst – Mandarfen (AUT) 51,5 km, 3118 HM; 4. Mandarfen – Sölden (AUT) 31,5 km, 2450 HM; 5. Sölden – St. Leonhard in Passeier (ITA) 44,2 km, 2690 HM; 6. St. Leonhard – Sarntheim (ITA) 35 km, 2600 HM; 7. Sarntheim – Brixen (ITA) 36 km, 2100 HM.

Die sieben Tage waren für alle Starter unfassbar anstrengend, immer steil hoch und wieder runter. Der längste Anstieg war mit Unterbrechungen fast 30 Kilometer lang. Frank Kremer: „Es ging Felswände hoch, die ich alleine nie freiwillig ohne Klettergeschirr angehen würde, und auf der anderen Seite des Gipfels genau so steil wieder runter. Die Trittbreite war oftmals weniger als ein Laufschuh, und daneben ging es 1000 Meter fast senkrecht nach unten. Bei jedem Schritt galt höchste Aufmerksamkeit.“

Vor jedem Verpflegungspunkt lagen Zeitmatten, und wer an diesen Stellen auch nur eine Sekunde zu spät war, wurde sofort aus dem Rennen genommen. Besonders tragisch war, dass Frank Kremers Teamkollege Peter Zimmermann am sechsten Tag bei der vorletzten Matte das Limit um zwei Minuten überschritten hatte. Bei einer Laufzeit von 8 Stunden fast nicht zu glauben, aber wahr. Somit waren sowohl die „flotten Hollesser“ mit Meinhard Rompel und Reiner Trost, als auch die „Flachlandläufer“ Frank Kremer und Peter Zimmermann aus der Teamwertung raus.

Reiner Trost und Frank Kremer starteten dann in der Einzelwertung. Der letzte Tag mit zwei Gipfelüberschreitungen und gutem Laufwetter war dann wieder etwas zum Genießen und im Ziel brachen dann alle Dämme. Bei der Siegerehrung wurde jeder, egal ob Mannschaft oder Einzelläufer, auf die Bühne geholt und bekam das begehrte Finisher-Shirt. Das Ziel des heimischen Quartetts war es, nicht auf Zeit zu laufen, sondern nach Möglichkeit, alle anzukommen. Zwei der vier haben es leider nicht ganz geschafft, aber jeder war sich im Klaren, bei welch bedeutendem internationalen Highlight er hatte dabeisein dürfen.

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