Willi Hamm (links) hat aus den Händen von Volker Bouffier das Bundesverdienstkreuz erhalten.
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Willi Hamm (links) hat aus den Händen von Volker Bouffier das Bundesverdienstkreuz erhalten.

In Selters und der Region

Für vorbildliches und facettenreiches Engagement

  • VonUrsula Königstein
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Ministerpräsident Bouffier überreicht Willi Hamm das Bundesverdienstkreuz.

Selters -Eine besondere Würdigung erfuhr das vielfältige ehrenamtliche Engagement des Haintchener Architekten und langjährigen Kommunalpolitikers Willi Hamm: Ihm wurde das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier überreichte die hohe Auszeichnung in einer Feierstunde im Biebricher Schloss. Dabei würdigte der Ministerpräsident besonders Hamms unermüdlichen Einsatz für seinen Heimatort und für die gesamte Region.

Die Architektur sei sein Traumberuf und sein Beruf sein größtes Hobby, so Willi Hamms eigenes Bekunden bei einer früheren Gelegenheit. Nach seinem Studium an der Fachhochschule Wiesbaden machte sich der Diplom-Ingenieur 1984 selbstständig und eröffnete nach den Anfängen in Haintchen sein Büro in Bad Camberg, das heute über 30 Mitarbeiter zählt. Zahlreiche Bauwerke, insgesamt weit über 4000, tragen seine Handschrift.

Mehr Zeit für

die Familie

Das "Tagesgeschäft" überlässt er mittlerweile Bruder Michael und Sohn Oliver, gleichwohl arbeitet er weiter zum Wohl der Firma mit. Immerhin nimmt er sich jetzt mehr Zeit für seine Familie, Ehefrau Angelika, Sohn Oliver und Tochter Andrea mit ihren Partnern und die Enkelkinder, die sein ganzer Sonnenschein sind, sowie für größere Reisen in alle Welt.

Gleich nach dem Beruf kommt für Willi Hamm die Kommunalpolitik. Als Einziger noch gehört er seit der Gründung der Großgemeinde Selters der Gemeindevertretung an, deren Vorsitzender er 27 Jahre lang, von 1989 bis 2016, war. Dafür wurde er zum Ehrenvorsitzenden der Gemeindevertretung ernannt. Im Kreistag arbeitete er zunächst von 1985 bis 1989 mit, und danach seit 1997 ununterbrochen auch in verschiedenen Ausschüssen, Kommissionen und Beiräten.

Wie sehr Willi Hamm Gesellschaft und Kirche am Herzen liegen, zeigen die Vielzahl seiner Ehrenämter und seiner Mitarbeit in berufsständischen Organisationen sowie die große Zahl der Vereine in seinem Geburtsort Eisenbach, in Haintchen, wo er seit der Hochzeit mit Ehefrau Angelika im Jahr 1972 wohnt.

Aber auch in anderen Orten, die er durch seine Mitgliedschaft ideell und materiell unterstützt, nicht zu reden von seinem sozialen Engagement im Stillen. Vielfache Ehrenmitgliedschaften sind Anerkennung für dieses Wirken. Außerdem ist er auch Gründer des Lions-Clubs Limburg-Mittellahn.

Besonders setzt sich Willi Hamm für das Dorf- und das Vereinsleben seines Heimatorts ein. Unter anderem ist er Mitbegründer der Verschönerungsgemeinschaft und der Interessengemeinschaft Kindergarten sowie des seit 2010 bestehenden Arbeitskreises Haintchen. Bis heute ist er auch stellvertretender Vorsitzender des VdK-Ortsvereins. Die Schließung der Grundschule konnte zu seinem großen Bedauern leider nicht verhindert werden.

Große Verdienste hat er sich auch um die katholische Kirchengemeinde St. Nikolaus erworben, so durch seine jahrzehntelange Mitarbeit in den kirchlichen Gremien, darunter zwölf Jahre als Vorsitzender des Pfarrgemeinderats und bei der Renovierung der barocken Pfarrkirche.

Das Engagement Willi Hamms sei überaus facettenreich, betonte Ministerpräsident Volker Bouffier bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes. Ein solcher Einsatz sei vorbildlich und aller Ehren wert.

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