Schüler- und Jugendbeirat

Hier kommt der Polit-Nachwuchs her

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Der Beirat der Jugendlichen ist jetzt noch größer als geplant. Alle Interessierten sollen mitmachen können. Doch manche Ortsteile sind bislang dennoch schwach vertreten.

Die Gemeinde Selters hat einen neuen Kinder- und Jugendbeirat, der sich um die Interessen der jungen Menschen kümmern soll. 19 Jungs und Mädchen von 12 bis 16 Jahren wurden Donnerstagabend von der Gemeindevertretung als Mitglieder des Beirates einstimmig für die kommenden beiden Jahre benannt.

Die Mandatsträger hatten vorher sogar einer Erhöhung der Mitgliederzahl von 17 auf 19 zugestimmt, damit alle interessierten Kinder und Jugendlichen auch dabei sein können. Groß war aber das Interesse an einer Mitarbeit lediglich im Ortsteil Niederselters mit 14 Aktiven. Münster ist wenigstens noch mit drei Personen vertreten, Haintchen und Eisenbach leider vorerst nur mit einer Person. Der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Wolfgang Sandner (CDU) zeigte sich begeistert, dass sich soviel junge Menschen insgesamt für den Kinder- und Jugendbeirat interessierten. Es sei gut, wenn sich die Jugend aktiv in die Gemeindepolitik einmische.

Weniger erfreulich für die Bürger ist, dass Bestattungen in Selters künftig 200 Euro mehr kosten werden. Das entschied die Gemeindevertretung mit großer Mehrheit bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme von Seiten der SPD.

Mario Rieth (CDU), Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, erklärte, dass von den Gemeinden bei den Gebühren mindestens 80-prozentige Kostendeckung gefordert werde. Folglich sei bei den Friedhofsgebühren eine Anpassung notwendig. So sollten künftig 100 Euro Bestattungsgebühr mehr bezahlt werden sowie 100 Euro mehr einmalig für die Friedhofsnutzung.

Die Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Selters (FWS), Evelyn Schütz, sagte, Gebührenerhöhungen seien oft ein unvermeidliches Muss. Da die Bürger aber immer mehr Urnenbestattungen wählten, verringere sich für die Zukunft der Platzbedarf auf Friedhofen und könnten durch die Umgestaltung der Freiflächen künftig im Friedhofsbereich Kosten eingespart werden. CDU-Fraktionsvorsitzender Manuel Böcher hingegen sagte, er könne es sich nicht vorstellen, nicht mehr benötigte Friedhofsflächen anderweitig zu nutzen. Böcher betonte, Erhöhungen seien hin und wieder notwendig. Der CDU-Fraktionschef meinte, bei sinkender Bevölkerung werde es künftig weniger Bestattungen geben. Bei mehr Auswahl an Bestattungsformen werde dadurch künftig jede einzelne Bestattung automatisch teurer. Böcher sagt, dass die Freien Wähler ja selbst dazu beitragen würden, indem sie einen Friedwald als zusätzliche Option forderten.

Heiß diskutiert wurde ein CDU-Antrag, in dem es um den Hochwasserschutz geht. Am Ende wurde dann aber doch der Gemeindevorstand einstimmig gebeten, den Hochwasserschutz der einzelnen Ortsteile zu prüfen. Manuel Böcher begründete: „Aufgrund der starken Niederschläge und den damit verbundenen Überschwemmungen kommt es vereinzelt zu hohen Sachschäden. Es soll geprüft werden, welche Möglichkeiten bestehen würden, die Kanalleitungen der Gemeinde beispielsweise durch den Bau von Zisternen zu entlasten und welche Möglichkeiten bestünden, für solche Maßnahmen Zuschüsse zu erhalten.

Böcher meinte, jetzt sei es notwendig zu handeln, weil im Herbst schon wieder Starkregen drohe. UWE-Fraktionsvorsitzender Peter Schnierer meinte, er halte aktuell einen zusätzlichen Antrag zum Thema Hochwasser für überflüssig. Erst einmal solle das in der Mache befindliche hydraulische Gutachten abgewartet werden.

„Kritisch sehen das Thema Hochwasserschutz alle Fraktionen, die Frage ist nur, ob es noch dieses Antrags bedarf und nicht schon alles Notwendige in der Vorbereitung ist“, meinte Eisenbachs Ortsvorsteher Lothar Siegmund (UWE). Angehen müsse man das Thema aber natürlich, nachdem zuletzt Schäden in Eisenbach und Niederselters aufgetreten seien. Böcher erwiderte, ihm gehe es nicht darum, wer als Erster in der Gemeindevertretung die Idee habe, sondern darum, dass es jetzt von Landes- und Kreisseite für den Hochwassershutz Zuschüsse gebe. Es gehe in Selters schließlich um größere Maßnahmen, wofür Fachfirmen benötigt würden und die nicht der Bauhof mal eben so nebenbei erledigen könne. „Wenn die Gemeinde jetzt etwas tut, kann sie mit einer Landesförderung von 90 Prozent rechnen“, ergänzte Kreistagsmitgleid Willi Hamm (CDU). Schnierer sagte, dass unter diesen Aspekt dem CDU-Antrag dann doch zugestimmt werden könne.

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