Dr. Norbert Zabel (links) und Armin Illion präsentierten ihr beeindruckendes Buch "Seldersch".
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Dr. Norbert Zabel (links) und Armin Illion präsentierten ihr beeindruckendes Buch "Seldersch".

Buchprojekt

Hommage in Worten und Bildern an "Seldersch"

Armin Illion und Norbert Zabel haben das Dorfleben in einem Buch festgehalten

Niederselters -Nach der Fertigstellung ihres Buches "Seldersch - Unser Dorf" hatten Armin Illion und Dr. Norbert Zabel zu einem Pressetermin an den Mineralbrunnen/Brunnenarchiv eingeladen, um ihr außergewöhnliches Buch zu präsentieren.

Bei dem vorgestellten Werk nur von einem Buch zu sprechen, ist eine Untertreibung, denn es handelt sich um ein beeindruckendes Kunstwerk, das die Größe eines Messbuchs hat. Es ist bunt, von Blüten umrankt und trägt den deutlich sichtbaren Titel "Seldersch - Unser Dorf". Das Werk ist in die vier Kapitel Off de Gass (Auf der Straße), Mache un Doun (Machen und Tun), Singe un Torne (Singen und Turnen) und Danse un Beede (Tanzen und Beten) eingeteilt.

Seit Jahrhunderten nennen die Einwohner ihr Dorf "Seldersch". Das beeindruckende Werk von Armin Illion und Dr. Norbert Zabel zeigt auf 772 Seiten, in 16 278 Worten, auf insgesamt 622 Fotografien der Jahre 1897 bis 2020 und 153 Illustrationen die Selterscher so, wie sie im alltäglichen Leben sind. Die Leser erfahren, wie diese leben, arbeiten, feiern und wie sie ihr Dorf mögen.

Natürlich darf bei einem solchen Werk auch die Niederselterser Geschichte nicht fehlen, sie wird sichtbar. Doch von Armin Illion und Dr. Norbert Zabel gewollt und ganz bewusst so umgesetzt, begrüßen beim Durchblättern nicht die bekannten Brunnendirektoren und Politiker mit zahlreichen Grußworten und Lobesworten den Leser, sondern lachende Brunnenarbeiterinnen, die dafür sorgten, dass das Selterswasser, das "Seltzer Water", in die weite Welt geschickt wurde.

Die attraktiven Bademoden der 1950er-Jahre kann man ebenso bewundern wie wenige Seiten später starke Männer auf ihren Motorrädern. Der Leser begegnet lebenslustigen jungen Frauen beim Einkauf im Supermarkt und sieht, wie Marianne die Gass kehrt. Auch der autofahrende Paul, der jetzt im Himmel ist, begegnet ihnen.

Es bereitet eine große Freude, in die gut besuchten Wirtshäuser zu blicken, wo Holger eifrig Bier zapft und Dragan den Hungrigen eine Pizza reicht. Unglaublich, dass es einmal 16 Gasthäuser in Selters gab, diese Zeiten sind aber lange vorbei.

Niederselters ist seit Jahrzehnten eine Hochburg des Natur- und Umweltschutzes, und für die Leichtathletik gilt ähnliches. An vielen Gebäuden im alten Ortskern kann man die lange katholische Prägung erkennen. Traditionell gehen, wenn die Kerb, die Kirchweihe, gefeiert wird, die Kerbemädchen und Kerbeburschen gemeinsam zum Festgottesdienst. Die eindrucksvollen Fotografien zeigen ein unbeschwertes Miteinander der Kerbejahrgänge, zusammen wird getanzt, gesungen und getrunken. Gleiches gilt auch für die Fastnachtsveranstaltungen.

Es wird aber nicht nur die traditionelle Heiterkeit sichtbar. Man begegnet Handwerkern, den Arzthelferinnen, dem Bäcker, und man blickt in die Eisdiele, die Apotheke und in die Metzgerei. Beim Durchblättern findet man auch ruhige, stille Orte, die Mariengrotte, den Niederwald, den Emsbach und den Bächel. Bei all dem wird dem Betrachter vermittelt, dass man gerne in "Seldersch" lebt. Damit haben die Macher des Buches ihr gewünschtes Ziel erreicht.

444 Exemplare werden verkauft

Armin Illion hatte die Idee zu diesem einmaligen Werk, er hat es konzipiert und künstlerisch gestaltet. Dr. Norbert Zabel schrieb die geschichtlichen Erläuterungen und fundierten Kommentare zu den einzelnen Abschnitten und den historischen Bildern, eine tolle Zusammenarbeit der beiden wie sie besser nicht hätte sein können.

Vor fünf Jahren hat Armin Illion überlegt, was man denn zur 1250-Jahrfeier in 2022 machen könnte. So entstand die Idee, einmal zu schauen, wie der einfache Mann oder die einfache Frau lebt. Armin Illion wollte mit dem Werk herauskehren, was ihr Seldersch ausmacht, und dies ist den beiden meisterhaft gelungen.

In diesem Meisterwerk ist alles vorhanden was den Ort ausmacht.

Mit Lutz Sternstein und Daniel Banner konnten zwei passionierte Fotografen gewonnen werden, die das Dorfleben in den Jahren 2015 bis 2020 begleiteten. Finanziert wurde das hochwertige Kunstwerk aus privaten Mitteln sowie mit großzügiger Unterstützung örtlicher Spendengeber und des Vereins "Mir sein Seldersch". Armin Illion: "Ihnen allen gilt unser Dank, und nicht vergessen werden sollten all die Niederselterser, die sich durch unterschiedlichste Aktivitäten am Zustandekommen des Buches beteiligt haben."

Das Buch erscheint in einer einmaligen limitierten Auflage von 444 Exemplaren zu einem Verkaufspreis von 49 Euro. Ein Teil des Verkaufserlöses wird dem Dorf selbst zugute kommen. Die Veröffentlichung ist, wenn Corona es zulässt, im kleinen feierlichen Rahmen, der Verkauf soll im Frühling starten. Nähere Informationen dazu werden folgen. Bereits jetzt sind zwei Drittel der Auflage vorbestellt und somit vergriffen. Wer sich noch Exemplare sichern möchte kann dies - solange der Vorrat reicht - bei Armin Illion tun, entweder per E-Mail an Illion@markensocietaet.de oder telefonisch unter (0 64 83) 9 18 79 93.

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