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Kandidat Benjamin Zabel erklärt, was er unter Dorfevolution versteht

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Von: Robin Klöppel

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Benjamin Zabel hat einige Ideen, in welche Richtung sich seine Heimatgemeinde Selters entwickeln könnte.
Benjamin Zabel hat einige Ideen, in welche Richtung sich seine Heimatgemeinde Selters entwickeln könnte. © privat

Drei Bewerber wollen die Nachfolge von Bernd Hartmann (parteilos) antreten

Selters -Benjamin Zabel ist einer der drei als unabhängige Bewerber auftretenden Kandidaten bei der Bürgermeisterdirektwahl. 6611 Wahlberechtigte sind am 6. März aufgerufen, den neuen Selterser Bürgermeister zu wählen. Drei Kandidaten wollen die Nachfolge von Bernd Hartmann (parteilos) antreten. Jedem von ihnen gibt die NNP Gelegenheit, sich bis zum digitalen Kandidatenforum der NNP am 23. Februar zu zwei Themen gezielt zu äußern.

Eines der wichtigsten Themen nennt der 40-jährige Bauamtsleiter der Gemeinde Selters Benjamin Zabel "Dorfevolution". Dem CDU-Mitglied aus Niederselters liegt das Spielplatzthema sehr am Herzen. "Da haben wir als Gemeinde in den letzten Jahren schon viel getan", sagt Zabel. Alle Bürger und natürlich auch die betroffenen Jugendlichen hätten dabei ihre Ideen einbringen können. "Wir müssen an dem Thema weiter dranbleiben", betont Zabel. Bei einzelnen Spielplätzen gebe es nach wie vor Nachholbedarf, beispielsweise in Haintchen. Auch die anderen Spielplätze müssten weiter in Schuss gehalten und die Spielgeräte nach Bedarf ergänzt werden. Beispielsweise seien bei den Kindern und Jugendlichen aktuell Motorikparcours angesagt. Hier werde ein großer im Freibad Niederselters entstehen.

Ein weiterer bedeutender Punkt ist für Benjamin Zabel die Gestaltung der Friedhöfe. In diesem Bereich gebe es in allen vier Ortsteilen großen Nachholbedarf. "Wir haben für alle Ortsteile neue Konzepte auf den Weg gebracht", betont der Bauamtsleiter. Alle Friedhöfe sollten in Richtung Parkanlagen umgestaltet werden. Beispielsweise solle in Eisenbach ein Gedenkgarten entstehen. Aber es müssten auf allen Friedhöfen auch die Bepflanzung attraktiver werden und im Wegebau einiges getan werden. In den nächsten Jahren werde das eine große Aufgabe, weil durch Grabräumungen überall große Freiflächen entstanden seien.

Was Benjamin Zabel als Bürgermeister auch unbedingt tun möchte, ist die Senioren- und Jugendpflege in der Gemeindeverwaltung stärken. Wenn es die Pandemie wieder erlaubt, sollen wieder regelmäßig interessante Veranstaltungen für die Senioren organisiert werden sowie Ausflugsfahrten, an denen auch gehbehinderte ältere Menschen teilnehmen können sollen. Auch für die Selterser Jugend sollen viele spannende Projekte angeboten werden, so wie die erfolgreich durchgeführte Sprayer-Aktion an der B 8-Unterführung. Die Jugendpflege habe bereits ein attraktives Sommerprogramm mit bereits großer Resonanz auf die Beine gestellt. Die Mitarbeiterinnen Rita Biel und Birgitt Brandt zeigten hier hohe Eigeninitiative.

Freizeitgelände "Im Börnchen"

Was der Kandidat als Bürgermeister weiter vorantreiben will, ist die in Planung befindliche Umgestaltung des Bereichs "Im Börnchen" in Niederselters zu einem Freizeitgelände, auf dem sich alle Generationen wohlfühlen sollen. Direkt am Radweg 8 werde dies ein Anziehungspunkt werden, mit direktem Zugang zum renaturierten Emsbach.

Die Zukunft der Mittelpunktschule Goldener Grund in Niederselters ist Benjamin Zabel ebenfalls ein wichtiges Anliegen. "Da die Gemeinde nicht Schulträger ist, kann sie da nicht viel entscheiden", ist sich der Bürgermeisterkandidat klar. Aber er wolle zusammen mit den Selterser Kreistagsmitgliedern mit einer Stimme sprechen und dazu beizutragen, die Schule für die Schüler attraktiver zu machen. So findet Zabel, dass das Außengelände und die Fassade der Schule zum Beispiel schöner gestaltet werden könnten.

Ebenfalls möchte Zabel als Bürgermeister am Ball bleiben, was mehr Grünflächen in den Selterser Ortsteilen angeht. Schotterflächen sollten auf Gemeindegrund nicht mehr angelegt werden. Es seien die letzten Jahre bereits einige Flächen grundhaft neu angelegt worden, berichtet Zabel. Daran wolle er anknüpfen und weitere Grünflächen mit heimischen Pflanzen und Blühflächen schaffen.

Die Wasserversorgung ist ein großes Thema

Die Zukunft der Selterser Wasserversorgung hat der 40-Jährige ebenfalls im Auge. Nach 50 Jahren müsse das komplette Netz einmal grundhaft überprüft werden. Und dann müsse geschaut werden, ob die Gemeinde ein neues schaffe oder das vorhandene erneuere, denn einige Anlagen seien in die Jahre gekommen und hätten konkreten Sanierungsbedarf.

Zudem möchte Zabel sicherstellen, dass der Ortsteil Haintchen an die stets genügend Wasser führenden Brunnen der Grube Lindenberg angeschlossen wird. Bisher laufe die Haintchener Wasserversorgung autark. Dadurch sei aber schon mehrfach das Problem entstanden, dass in trockenen Sommern habe der Atem angehalten werden müssen, dass die "Leitungen nicht austrockneten". In Eisenbach sei wichtig, große Investitionen in den Kanalbereich vorzunehmen und gerade für den Starkregenfall die Kapazitäten der Abflüsse zu erhöhen.

"Bei all den notwendigen Investitionen ist es wichtig, dass die Gemeinde Selters schaut, für jedes Projekt so viel Fördermittel wie möglich zu generieren", so Zabel. Das habe die Gemeinde aber auch die letzten Jahre bereits erfolgreich getan, wenn er an den Geh- und Radweg in Eisenbach, die Alte Schule in Haintchen, das Naturschutzprojekt "Nippchen", die Wiederaufforstung des Waldes und die Digitalisierung der Gemeindeverwaltung denke.

Wahlforum am 23. Februar

Für Mittwoch, 23. Februar, 19 Uhr, lädt die NNP alle Interessierten zum digitalen Wahlforum ein. Übertragung und Diskussion im Live-Stream: fnp.de/eventvideo. Robin Klöppel

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