Turnier der Reiterfreunde Selters

Kerstin Schaffrath „entführt“ den Großen Preis

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Wenn auch der „Große Preis“ des Turniers der Reiterfreunde Selters nicht auf Hof Waldeck blieb, sondern an die für die Pferdefreunde König-Konrad Villmar startende Kerstin Schaffrath ging, so konnten die Veranstalter dennoch mit ihrem Abschneiden und dem Turnierablauf zufrieden sein.

Allein schon, dass Petrus an ihrer Seite war und die Unwetter, die andernorts in Taunus und Rhein-Main Schäden angerichtet hatten, an ihnen vorbeiziehen ließ, sorgte für Erleichterung bei den Reiterfreunden Selters. Vor allem am Hauptturniertag, in dessen Programm die traditionelle Pferdesegnung und die wichtigsten Springprüfungen anstanden, herrschte Bilderbuchwetter. Da war es spannend, wie sich die Lokalmatadorin Sarah Pergolesi mit Cera gegen die Favoritinnen aus Elz, Kirberg, Niederzeuzheim und Villmar schlagen würde, mit denen sie sich kürzlich auch in Elz gemessen hatte. Beim ersten dieser beiden L-Springen absolvierten fünf von 18 Startern den Parcours fehlerfrei, von denen Christina Sietzke (RFV Niederzeuzheim) auf Calle und Aline Eckert (RFV Kirberg) auf Lupica schneller waren als die von Sarah Pergolesi gerittene 15-jährige Hessenstute.

Beim Stilspringen der Klasse L mit Stechen um den „Großen Preis“ gingen 28 Teilnehmer an den Start, die auch darauf zu achten hatten, in einem möglichst guten Stil den Parcours zu absolvieren. Und den zeigte vor allem der auch im Dressurreiten erfolgreiche Niederneisener Felix Flöck, der seit einiger Zeit für den Frankfurter Turnierstall Schwarz-Gelb reitet. Doch mit Schönheit allein war das Springen nicht zu gewinnen. Flöck landete mit der besten Stilnote 8.1 aber mit Spring- und Zeitfehler im Stechen auf Rang sieben.

Für das Stechen qualifizierten sich sechs Amazonen, unter ihnen zwei aus Villmarer Vereinen: Kerstin Schaffrath von den Pferdefreunden König-Konrad auf der 15-jährigen Hessenstute Rashida und Diana Laux vom PSV Villmar auf dem Wallach Idacorr, die mit den schnellsten Ritten Lena Grühn (Elz) und Sarah Pergolesi auf die Plätze verwiesen. Applaus auch für Romy Weyrich (RFV Camberg), die sich auf Zinet und Cinderella mit ebenfalls fehlerfreien Ritten auf den Rängen fünf und sechs eintrug.

In den insgesamt zehn Prüfungen und fünf Wettbewerben verteilten sich die jeweils vorderen Ränge auf die Vereine König-Konrad und PSV Villmar, Niederzeuzheim, Elz, Kirberg, Kördorf, Obertiefenbach, Camberg, Heringen, Niederneisen, Idstein und Weilburg. Goldschleifen gewannen außer den jungen und „mittelalterlichen“ Reitern auch die ältesten, wie Albert Egenolf vom RFV Elz, in einem A**-Springen, und die Jüngsten, wie Naomi Himmelreich (PSV Kördorf), in einem Stilspringen der Klasse A*. In der Vorstellung junger Pferde imponierte deren Vereinskollegin Silke-Kristina Nikolai, die Gold und Silber der Springpferdeprüfung Klasse A** gewann, sowie Navina Gudan (RSG Fallbachtal) und Anita Sobecki (ZRFV Hollekusse), die mit Abstand die ersten Plätze der Dressurpferdeprüfung der Klasse A belegten.

In den Dressurprüfungen setzten Sandra Medlow von den Pferdefreunden König-Konrad mit Alkido und Lena Grühn (RFV Elz) mit Dancing Sun HF ihre in den letzten Monaten gezeigte Erfolgsserie fort. Der Reiternachwuchs kam in mehreren Wettbewerben zu seinem Recht. In dem in drei Abteilungen gerichteten Reiter-Wettbewerb Schritt-Trab-Galopp sahnten Lea Pross (Weilburg), Leonie Aurelia Becker (Idstein) und Lilly Antonia Becker (Heringen) die goldenen Schleifen ab.

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