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Kritische Blicke von Bürgermeister Bernd Hartmann (links) und Schwimmmeister Martin Petrich angesichts von 9 Grad Celsius mittags um 13 Uhr, dazu Nieselregen und kalter Wind.

Wegen unbeständigem Wetter

Freibad-Eröffnung in Niederselters ist erst einmal verschoben

Das Anbaden im Freibad in Niederselters muss noch ein bisschen warten. Angesichts einstelliger Wassertemperaturen wäre das wohl auch ein ziemlich eisiges Vergnügen geworden.

Niederselters - Der für Sonntag geplante Start der Badesaison im Niederselterser Freibad fällt aufgrund der Witterung aus und wird verschoben. Bei einem Ortstermin am Donnerstag mit Bürgermeister Bernd Hartmann und Schwimmmeister Martin Petrich wurden um 13 Uhr am Beckenrand gerade einmal neun bis zehn Grad gemessen, und die wurden zu allem Übel noch von Nieselregen und kaltem Wind begleitet.

Bürgermeister Bernd Hartmann: "Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht und seit Tagen die Wetterprognosen studiert, aber es hat keinen Sinn, bei gerade einmal knapp zehn Grad, dazu noch Regen und kaltem Wind, das Freibad zu öffnen. Sobald sich eine Wetterbesserung abzeichnet, werden wir die Badesaison 2019 unverzüglich eröffnen."

Schwimmbad soll zeitnah eröffnet werden – Martin Petrich seit 23 Jahren Schwimmmeister

"Die gesamte Außenanlage wurde bereits herausgeputzt, alles ist soweit fertig. Sobald es jetzt wärmer wird, können wir zeitnah das Schwimmbad eröffnen", betonte Schwimmmeister Martin Petrich.

Bürgermeister Bernd Hartmann zeigte sich im Gespräch mit dieser Zeitung erfreut darüber, dass Schwimmmeister Martin Petrich auch in dieser Saison und wie in den 23 Jahren zuvor für die Sicherheit der Badegäste sorgen wird. Auch die tolle Zusammenarbeit mit Dragan Sovilj und seiner Frau, die das Restaurant Da Luca direkt am Schwimmbad betreiben, startet in die dreizehnte Saison und wird Groß und Klein verwöhnen. Darüber sei er sehr erfreut, betonte Bernd Hartmann. "Dieses tolle Miteinander kommt uns allen zugute und wird von unseren Gästen seit vielen Jahren äußerst positiv bewertet."

Fast wie im Urlaub – ein Genuss für Frühschwimmer

Und Hartmann weiter: "Wir werden von den anderen Freibädern angesichts der tollen Außenanlage mit der schönen Terrasse mit Blick aufs Schwimmerbecken beneidet." Hier genießen allmorgendlich viele Frühschwimmerinnen und Frühschwimmer nach ihren gedrehten Runden in Ruhe einen Kaffee oder leckeren Cappuccino und fühlen sich fast wie im Urlaub. Besonders stolz ist der Bürgermeister auf die Investitionen und Anstrengungen in den vergangenen Jahren auf dem Weg zu einem umweltbewussten Freibad. Das Bad wird aktuell mit einer Kombination von Hackschnitzel-Heizung, zum Teil aus heimischem Holz, in Kombination mit den Absorberplatten, die sich auf dem gesamten Dach befinden, beheizt.

50.000 Marke soll geknackt werden

Durch die Abdeckung des Beckens mit der beschafften Plane wird eine weitere Ersparnis bei den Heizkosten erzielt. Bernd Hartmann: "Wir haben heute über 50 Prozent weniger an Heizkosten, als vorher die Beheizung mit Gas kostete. In Euro ausgedrückt, sparen wir jetzt gut 10 000 Euro pro Saison gegenüber früheren Jahren, als wir mit Gas heizten, ein. Ich finde, ein toller Erfolg, nicht nur für den Geldbeutel der Gemeinde, sondern auch für unsere Umwelt.

Der Bürgermeister versprach, sobald es die Witterung zulasse, werde das Bad eröffnet. Bademeister Petrich ist trotz des holprigen Starts für die anstehende Saison optimistisch und hofft, nun endlich die 50 000-Besucher-Marke zu knacken. Im vergangenen Jahr wurde sie dank des Supersommers nur knapp verfehlt.

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