Diese Schulklasse hat sich 1946 in der Schulstraße 23 zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Das Bild gehört Annette Schaaf. Wer kennt die Namen der Abgebildeten?
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Diese Schulklasse hat sich 1946 in der Schulstraße 23 zum Erinnerungsfoto aufgestellt. Das Bild gehört Annette Schaaf. Wer kennt die Namen der Abgebildeten?

1250-Jahr-Feier und Pandemie

Oberselterser tun, was sie können

  • Petra Hackert
    VonPetra Hackert
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Wie in den anderen drei Orten sind auch die Vorbereitungen in Bad Cambergs nördlichstem Stadtteil, dem Brunnendorf Oberselters, in vollem Gange

Oberselters -100 000 Grüße sind von der Oberselterser Kirmes nach Villmar gegangen - so steht es auf der Postkarte. 1902 fand sie ihren Weg vom Brunnendorf in die Nachbargemeinde. Heute gehört sie Hans-Georg Schmitt, der das Andenken für die Bilderausstellung zur 1250-Jahr-Feier zur Verfügung stellt. Bernd und Hilde Weil, Gudrun Schwarz und Hans Gerd Böcher-Schwarz sowie Marcus Gutwenger sind seit Monaten dabei, sie vorzubereiten. Mehr noch: Sie möchten einen Bildband erstellen, in dem aktuelle Ansichten von heute zu den historischen Fotos gestellt werden. Häuser, Straßen, Orte gehören dazu. Wenn alles fertig ist, wollen die Oberselterser ein reich bebildertes, interessantes Album in Händen halten. Die aktuellen Bilder machen sie jetzt.

Ein Festumzug ist für den August geplant

Das Jubiläumsjahr "1250 Jahre Oberselters" ist ganz anders gestartet als gewünscht. Das bedauert auch Ortsvorsteher Ottmar Stahl (CDU). Die Pandemie ist schwer zu stoppen. Es soll aber trotzdem Aktivitäten geben. Viel ist möglich, auch jetzt. Folgendes ist in Planung:

Kalender zum Jubiläum 1250 Jahre Oberselters - 2022 (eine Terminübersicht, kein Bildkalender).

15. Januar: Die an diesem Tag geplante Grenzwanderung Oberselters Westseite, verbunden mit dem Schlachtfest des SVO, wird coronabedingt verschoben. Beides wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

4. Juni Grenzwanderung Oberselters Ostseite und Grillfest der Feuerwehr.

12. August Gründungstag: erste urkundliche Erwähnung von "Saltrissa".

13. oder 14. August Festgottesdienst.

21. August Festumzug und Brunnenfest des Verschönerungsvereins mit Programm.

22. Oktober Festabend mit Vortrag über die Gründung von Oberselters und buntem Programm.

4. Dezember Weihnachtsmarkt mit einem Konzert in der Kirche "St. Antonius".

Aktivitäten im Freien in entspannter Atmosphäre - darauf hoffen die Aktiven im Jahr drei der Corona-Pandemie. Irgendwann möchte man wieder erleichtert durchatmen können. Der letzte Sommer war vielversprechend, vielleicht sieht es in diesem Jahr bis dahin auch wieder ganz anders aus als jetzt.

Oberselters, als "Saltrissa" vor 1250 Jahren in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Lorsch erwähnt, ist das Brunnendorf: Der Mineralbrunnen gehört neben der Kirche und der Hammermühle zu den markanten Gebäuden, die auch auf der Postkarte von 1902 gut zu sehen sind. Viel hat sich seitdem verändert. Der Bezug zum Wasser bleibt. Im Gegensatz zum Nachbarn Niederselters, wo es noch den Haustrunk gibt, aber ansonsten keine Selterswasserproduktion, ist der Oberselterser Mineralbrunnen nach wie vor in Betrieb - als Teil von Franken Brunnen. Im Jubiläumsjahr wird zur Erinnerung ein Wasserglas zum Verkauf angeboten. "Unser Logo wurde gestaltet von Margit Becker aus Oberselters. Die Abbildung vom Entwurf des Wasserglases wird noch weiter gestaltet", sagt Ortsvorsteher Stahl.

Margit Becker: Die Künstlerin, die mit ihrer Familie in Oberselters lebt, aber einen starken Bezug zu Würges hat, war dort schon in Sachen 1250-Jahr-Feier aktiv. Sie und Hilde Löw sind die beiden Frauen, die in Würges künstlerisch und handwerklich hervorstachen. Hilde Löw hatte die Fahnen neu genäht, Margit Beckers Glaskunst sieht jeder, der durch Oberselters kommt: Ihre großformatigen Arbeiten zieren seit der Renovierung das dortige Bürgerhaus.

Wer kennt die Namen auf dem Klassenfoto?

Doch noch einmal zurück zu den Bilder, Postkarten, Eindrücken. Das Team um Hilde und Bernd Weil ist eines der sehr aktiven, und sie setzen aufs Mitmachen. So veröffentlichen wir an dieser Stelle ein Klassenfoto aus dem Jahr 1946. Annette Schaaf hat es zur Verfügung gestellt. Allerdings fehlen den Organisatoren der Foto-Ausstellung noch einige Namen. Wer die Abgebildeten (oder einige davon) kennt: Bernd und Hilde Weil würden sich über eine Nachricht unter E-Mail alleweil@gmx.de oder (0 64 83) 57 82 freuen.

Schließlich veröffentlichen wir jetzt einen Eindruck von der Antoniusstraße 1952, den Reinhard Pabst zur Verfügung gestellt hat. Das ist eines der Bilder, welches in der Alt-Neu-Perspektive Eingang in das Album finden soll. Die Bilderausstellung wird am Tag des Brunnenfestes, dem 21. August, im Bürgerhaus gezeigt.

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