Da gibt es wohl schönere Plätze: Clemens Ott und seine Parlamentskollegin Annabelle Zimmermann zeigen den in die Jahre gekommenen Spielplatz am Niederselterser "Mittelberg".
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Da gibt es wohl schönere Plätze: Clemens Ott und seine Parlamentskollegin Annabelle Zimmermann zeigen den in die Jahre gekommenen Spielplatz am Niederselterser "Mittelberg".

Nachwuchs gibt Empfehlung ab

Selters: Frischzellenkur für die Spielplätze

  • vonRobin Klöppel
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Kinder- und Jugendparlament fordert moderne Areale mit zeitgemäßen Geräten.

Selters -Die Spielplatzgestaltung in Niederselters "Am Mittelberg" und am "Christophorusring" war Dienstagabend das Hauptthema in der Sitzung des Selterser Kinder- und Jugendparlamentes im Mineralbrunnen. Wie dessen Vorsitzender Clemens Ott berichtete, sind die beteiligten Jugendlichen mit dem Ergebnis der Beratungen sehr zufrieden. Wenn alles normal läuft, wird die Gemeindevertretung alles wie von den Jugendlichen gewünscht kommenden Mittwoch beschließen.

Das bedeutet, dass beide Spielplätze komplett saniert werden. "Einer davon hoffentlich noch in diesem Jahr", so Clemens Ott. Denn die Spielgeräte seien doch schon sehr in die Jahre gekommen, auch wenn die Plätze von den Kindern trotzdem noch rege genutzt würden. Teilweise seien Geräte schon zehn Mal neu überstrichen worden, weiß der Jugendsprecher.

Sandkasten

mit Klettergerüst

Der Plan des Jugendparlamentes ist, dass der Platz im "Christophorusring" für die jüngeren Kinder attraktiv gemacht werden soll, der Spielplatz "Am Mittelberg" eher für die älteren Jugendlichen. Das bedeutet für den "Christophorusring" konkret, dass laut Ott ein großer Sandkastenbereich mit Klettergerüst, Rutsche und Schaukel entstehen soll. Es würden alle alten Geräte ausgetauscht. Der Bolzplatz soll zwei neue Tore aus stabilem Eisen erhalten und auf beiden Seiten Ballfanggitter, damit ein fließendes Fußballspiel dort möglich wird. Die vorhandene Vegetation auf dem Gelände solle erhalten bleiben.

Spätestens im

Jahr 2021 fertig

"Der Spielplatz am Mittelberg liegt nahe des Radweges 8 und soll somit für ganze Familien attraktiv gemacht werden", berichtet Clemens Ott. Dazu gehören überdachte Sitzgelegenheiten, ein Baum-Mikado, auf dem man herumklettern kann. Auch einen Kletterturm und ein Kletterzelt stellen sich die Aktiven des Jugendparlamentes vor. Spätestens 2021 sollen beide Spielplätze wieder in frischem Glanz erstrahlen.

"Das muss nicht teuer sein, um attraktive Spielplätze zu schaffen", so der Jugendsprecher. Zumal man beispielsweise bei allem auch die Folgekosten bedenken müsse.

Clemens Ott denkt, dass es für Niederselters auf jeden Fall mehr Treffmöglichkeiten für Jugendliche, möglichst einen Jugendraum geben müsste. In Eisenbach werde beispielsweise der vorhandene Jugendraum rege frequentiert. In Niederselters sei, wie der Jugendsprecher berichtete, aber bisher noch kein geeigneter Ort gefunden worden.

Das Kinder- und Jugendparlament plant ebenfalls, sich 2022 an der 1250-Jahr-Feier in Niederselters zu beteiligen. Bei einem Planspiel solle eine Sitzung der Gemeindevertretung nachgespielt werden.

Bisher ist Clemens Ott sehr zufrieden, wie es im Selterser Jugendparlament läuft. Außer zwei Leuten seien bislang alle Gewählten bei der Stange geblieben. Dafür gebe es bereits schon wieder drei neue Interessenten.

Wer zwischen zehn und 21 Jahre alt und aus dem Selterser Gemeindegebiet sei, und Interesse habe, sich nächstes Frühjahr neu ins Jugendparlament wählen zu lassen, solle sich einfach bei der Gemeindeverwaltung melden. Ott ist sehr zufrieden, dass sowohl Bürgermeister Bernd Hartmann und die Gemeindeverwaltung wie auch die Mitglieder der Gemeindevertretung die Meinungen und Ideen der örtlichen Jugend sehr ernst nehmen würden. Wenn es möglich sei, würden deren Anregungen gerne aufgenommen und umgesetzt.

Ein Problem sei, so Ott, nur, dass gerade manche jüngeren Mitglieder noch etwas Hemmungen hätten, mit den erwachsenen Selterser Mandatsträgern zu diskutieren. Doch das lerne man mit der Zeit, denkt Clemens Ott.

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