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Selters: Rettungswache fährt mit "Gottes Segen"

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Im Beisein vieler Gäste segnete der langjährige Diakon und ehemalige Malteser Kreisbeauftragte Heinz-Georg Muth (Vierter von links) vier Fahrzeuge der Rettungswache Niederselters (vorne von links): Theo Neckermann, Volker Hinz, Hedi Sehr, Jörg Sauer, Georg Hauch, Markus Schütz. Hinten: Ralf Mäser, Jürgen Hundler, Gregor Goetz-Knoell, Ulrich Stahl und Manuela Schäfer.
Im Beisein vieler Gäste segnete der langjährige Diakon und ehemalige Malteser Kreisbeauftragte Heinz-Georg Muth (Vierter von links) vier Fahrzeuge der Rettungswache Niederselters (vorne von links): Theo Neckermann, Volker Hinz, Hedi Sehr, Jörg Sauer, Georg Hauch, Markus Schütz. Hinten: Ralf Mäser, Jürgen Hundler, Gregor Goetz-Knoell, Ulrich Stahl und Manuela Schäfer. © Malteser/Silvia Bergmann

Der Wunsch der Malteser: eine moderne Notarztwache in Bad Camberg

Selters -Vier auf einen Streich lautete das Motto der Malteser-Rettungswache in Niederselters: Pandemiebedingt mussten die in den vergangenen zwei Jahre angeschafften neuen Rettungsfahrzeuge auf ihre Segnung bis jetzt warten. Der langjährige Diakon und ehemalige Malteser Kreisbeauftragte Heinz-Georg Muth nahm die Segnung nun im Beisein von mehreren Vertretern des Landkreises Limburg-Weilburg und der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Selters und Bad Camberg vor. Dadurch erhoffen sich die Malteser allseits "himmlischen Beistand" für die Einsätze ihres Notarzteinsatzfahrzeugs (NEF), der zwei Rettungswagen (RTW) und den Notfallkrankenwagen (N-KTW).

"Die Vorgängerfahrzeuge waren veraltet und mussten ersetzt werden", erklärt Volker Hinz, Rettungs- und Notarztwachenleiter am Ort der Veranstaltung, an der Malteser-Lehrrettungswache am Gesundheitszentrum in Niederselters. "So verfügen beispielsweise beide neu angeschafften Rettungswagen über eine elektrische Patiententrage, die nicht mehr manuell per Muskelkraft angehoben und abgesenkt werden muss. Das funktioniert jetzt über einen eingebauten Elektromotor", freut sich Hinz über diese deutliche Arbeitserleichterung. Auch Patienten, die sitzend über einen Tragestuhl transportiert werden müssen, nehmen jetzt Platz auf einem energetisch betriebenen so genannten Raupentragestuhl, der Treppenstufen aus eigenem Antrieb bewältigt. "Beide RTW und der N-KTW besitzen diesen Motor betriebenen Raupentragestuhl."

Wohl der

Mitarbeiter im Blick

"Auch im Rettungsdienst spüren wir den Fachkräftemangel, daher versprechen wir uns durch moderne Arbeitsmittel eine spürbare Erleichterung bei der täglichen Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und eine weitere Attraktivitätssteigerung", sagt Oliver Hansen, Bereichsleiter Rettungsdienst, Malteser Hilfsdienst gGmbH. "Neben dem Wohl unserer Patientinnen und Patienten müssen wir als Arbeitgeber die Anforderungen unserer Mitarbeitenden im Blick haben." Moderne Arbeitsmittel stünden ganz oben auf der Wunschliste bei der Wahl des zukünftigen Arbeitgebers. "Die neuen Fahrzeuge sind für uns als Leitstelle natürlich auch von großer Bedeutung bei der Disposition unserer Einsätze", ergänzt - Markus Schütz, Leiter der 112-Notruf-Leitstelle im Landkreis Limburg-Weilburg.

Ein geeignetes

Grundstück fehlt

Gregor Goetz-Knoell, Geschäftsführer Bezirk Rettungsdienst Hessen beim Malteser Hilfsdienst, dankte den unterschiedlichen Vertretern des Landkreises Limburg-Weilburg sowie der Gemeinde Selters und der Stadt Bad Camberg für die jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit. "Als Hilfsorganisation insgesamt und auch im Rettungsdienst arbeiten wir eng mit dem Landkreis und den Städten und Gemeinden zusammen, wir erfahren viel Wertschätzung und Unterstützung für unsere Arbeit," freut sich Goetz-Knoell, bringt aber auch einen Wunsch an: "Der seit 2003 in Betrieb befindliche Standort des Notarzteinsatzfahrzeugs in Erbach ist nicht mehr zeitgemäß. Daher wünschen wir uns alle sehnlichst auch eine neue moderne Notarztwache im Stadtbereich Bad Camberg, die den modernen Anforderungen eines Stützpunktes für das Notärzteteam, das nichtärztliche Personal sowie die Fahrzeuge entspricht." Noch sei kein geeignetes Baugrundstück gefunden, so der Geschäftsführer, der die Gelegenheit nutzte, für das notwendige Bauvorhaben zu werben.

Erster Kreisbeigeordneter und Dezernent für den Rettungsdienst, Jörg Sauer (SPD), ist voller Lob über die Helfer: "Die Kolleginnen und Kollegen der Rettungsdienste sind wahre Lebensretter, und wir haben dafür zu sorgen, dass sie die bestmögliche Ausstattung für diese lebenswichtige Arbeit erhalten."Und Daniel Stenger, Fachdienst Grundsatzangelegenheiten und Verwaltung, im Gesundheitsamt des Landkreises ergänzt: "Die zunehmende quantitative Belastung des Rettungsdienstes erfordert die Erneuerung und Ergänzung des Fahrzeugparks."

Kreisbrandinspektor Georg Hauch kommt ebenfalls Lob: "Mit der Neuanschaffung der Fahrzeuge wurden Redundanzen geschaffen und Vorsorge für die Bevölkerung getroffen. Wir freuen uns, die Rettungswache Niederselters gut ausgestattet zu wissen." Was von dem Selterser Gemeindebrandinspektor Ulrich Stahl ergänzt wird: "Moderne Rettungsmittel sind nicht nur vertrauensfördernd für Patientinnen und Patienten, sie sind auch ein Motivationsschub für die Mannschaft. Ich freue mich für den Malteser Hilfsdienst und danke den Maltesern für die gute Zusammenarbeit."

Bad Cambergs Bürgermeister Jens-Peter Vogel (SPD) konnte an der Segnung der neuen Fahrzeuge nicht persönlich teilnehmen, er wünschte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Rettungswache aus der Ferne alles Gute: "Die Fahrzeuge zählen zum Handwerkszeug der Rettungskräfte und nur wer gut ausgerüstet ist, kann gute Arbeit leisten. Ich wünsche Ihnen, dass sie mit den Fahrzeugen viele Erfolgserlebnisse zum Wohle der Betroffenen haben."

Das sieht auch der Erste Beigeordnete Jürgen Hundler (UWE) so, der in Vertretung des Bürgermeisters der Gemeinde Selters kam: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Malteser sind ein bedeutender Baustein für unsere Bevölkerung. Sie werden immer auf die Unterstützung der Gemeinde Selters zählen können," og

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