Die zahlreichen Kerbeveteranen ziehen die Fahnen schwenkend einmal durch den Ort.
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Die zahlreichen Kerbeveteranen ziehen die Fahnen schwenkend einmal durch den Ort.

Niederselters feiert Kerb

Selters: Zur Feier der Kerb werden die Fahnen geschwenkt

Endlich wieder gemeinsam fröhlich sein: Die Menschen genießen das auf drei Tage verkürzte Fest

Niederselters -Lachende Menschen an Los- und Schießbuden, die Musik von den Karussells und der Duft von Zuckerwatte und diversen Süßigkeiten: Die Kerbezeit ist endlich gekommen und Niederselters kann die Zeltkerb abhalten. Auf dem Kerbeplatz finden sich die klassischen Fahrgeschäfte, die auf keiner Kerb fehlen dürfen. Viele Familien mit Kindern sind gekommen und genießen die fröhliche Atmosphäre.

Besonders gute Stimmung verbreitete das Highlight, die Kerbedisco, am Samstagabend bei den Besuchern. "Einfach genial, dass die Kerb wirklich wieder stattfinden kann. Die Leute haben einfach Lust zu feiern, miteinander anzustoßen und mal wieder das eine oder andere bekannte Gesicht zu treffen, das man durch Corona, Lockdown und Co. ewig nicht gesehen hat", sagt ein ehemaliger Kerbebursch. "Vor allem muss man unbedingt wertschätzen, dass sich ein paar Menschen zusammengetan haben und die Kerb organisiert haben. Da gehört nicht nur Mut, sondern auch eine Menge Engagement dazu. Respekt an den Verein", lobt ein begeisterter Kerbbesucher. Zudem seien solche Veranstaltungen überlebenswichtig für Schausteller und deren Fahrgeschäfte, die seit Jahren nach Selters kämen.

Endlich wieder gemeinsam das Dorfleben feiern und fröhlich sein, danach haben sich die Menschen gesehnt. "Wir sind einfach froh, dass im Ort wieder etwas los ist. Ich war gestern mit meinen Freundinnen hier und es hat einfach Spaß gemacht, wieder zusammen zu tanzen. Ein wirklich schöner Abend", schwärmte eine weitere Besucherin.

"Aufgrund der kurzfristigen Planung, haben wir uns dafür entschieden, die Kerb anstatt der üblichen vier Tage auf drei Tage zu verkürzen und haben durch die Corona-Bestimmungen eine Kerb light daraus gemacht", erklärt Julian Rogge, Zweiter Kassierer des Vereins "Mir sein Seldersch".

Fackelzug und Disco

Am Samstag wurde mit dem traditionellen Kerbebaumstellen das Fest eröffnet. Danach ging es in einem Fackelzug zum Kerbezelt. Das Highlight der Zeltkerb war die Kerbedisco ab 20 Uhr , bei der die Live-Band "Extrem" für gute Stimmung sorgte - ein Heimspiel für die Musiker, die bereits seit 15 Jahren fest im Programm der Selterser Kerb eingeplant sind. Es wurde viel getanzt zu einem Mix aus 80er, 90er und modernen Hits, gelacht und getrunken.

"Die Resonanz war großartig. Alle Karten für die Party waren ausverkauft", so Julian Rogge. "Die Nachfrage war riesig, insgesamt haben 650 Personen im Zelt Platz gefunden." Aufgrund der aktuellen Beschlüsse, musste die Musik um Mitternacht verstummen. Die Besucher seien aber grundsätzlich froh gewesen, dass überhaupt etwas stattgefunden habe, so das Vereinsmitglied.

Der Kerbesonntag startete mit einem klassischen Frühschoppen und dem Familiennachmittag. Im Anschluss folgte der traditionelle Umzug, bei dem die Kerbeveteranen der verschiedensten Jahrgänge durch den Ort zogen und im Kerbezelt zusammenkamen.

"Es war ein strammes Programm, die Kerb zu organisieren, es war mit vielen Telefonaten verbunden. Allerdings sind wir froh, dass alles geklappt hat und es zur Umsetzung kam. Durch unsere Partner konnten wir auch die Tombuola kurzfristig planen", erklärt Julian Rogge. Die Kerbeverlosung fand ebenfalls am Sonntags statt, bei der es dank der engagierten Sponsoren aus der Region dann auch Vielfältiges zu gewinnen gab. Der Hauptgewinn waren 300 Euro und ein Gutschein, als zweiten Preis gab es einen entspannten Wellnesstag in der Emser Therme für zwei Personen. Für den dritten Platz gab es ebenfalls einen Gutschein und ein Tablet von Lenovo.

Nachdem die Sieger der Preise ausfindig gemacht worden waren, war das Fest allerdings noch lange nicht vorbei: DJ Julian sorgte dafür, dass die Partylaune aufrechterhalten wurde.

Am Montag fand die Zeltkerb jedoch schon wieder ihr Ende: Gestartet wurde um 12 Uhr mit einem Frühschoppen, der von dem "Original Mühlbachtaler Juchi" musikalisch untermalt wurde. Von alpenländischen Klängen, über Schlager und klassische Oldies bis zu Party- und Rockklassikern war alles dabei. Die Band 'Extrem' heizte den Feierlustigen erneut ein und begleitete die Kerbeübergabe.

Trotz der großen Euphorie, durfte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Pandemie immer noch nicht überwunden ist: Um die Sicherheit für die Besucher zu gewährleisten, hatten die Organisatoren der Veranstaltung ein Hygienekonzept ausgearbeitet und vorgelegt. "Dabei haben wir uns bewusst für die 3 G-Regelungen entschieden, weil wir niemanden ausschließen wollten", erklärt Julian Rogge. Das Zelt sei aufgrund der aktuellen Bestimmungen auf 650 Personen ausgelegt. Die Besucher seien respektvoll miteinander umgegangen: "Zum Glück ist alles friedlich verlaufen, sowohl im Zelt als auch auf dem Platz kam es zu keinen Ausschreitungen", so Rogge.

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