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Viele interessierte Bürger waren zu der Platzeröffnung gekommen. 

Ein Platz für alle Bürger

266.000 Euro investiert: Neuer Park feierlich eröffnet 

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Ein schöner, kleiner Park ist in den vergangenen Monaten vor dem Steedener Friedhof in Runkel entstanden. Die Bürger des Dorfes haben die neu gestaltete Fläche jetzt feierlich in Besitz genommen.

Runkel – Der im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms IKEK umgestaltete Friedhofsvorplatz in Steeden ist am Freitagnachmittag offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. 166 000 Euro hatte es dafür an Landesförderung gegeben, das entspricht ein Anteil von 70 Prozent der Kosten. 100.000 Euro waren von der Stadt Runkel zu zahlen.

Der Platz wurde mit Bäumen, Pflanzen und einem neuen Rasen versehen. Durch den Park führt ein abends beleuchteter Weg mit Sitzbänken. Der Brunnen wurde begrünt repariert und wieder in Betrieb genommen. Am Rande des Platzes gibt es eine frisch gepflasterte Multifunktionsfläche, auf der wie bei der Platzeröffnung Feste gefeiert werden können. Diese kann auch von Friedhofsbesuchern für kurzes Parken genutzt werden.

Neuer Park in Steeden eingeweiht 

Prunkstück ist ein 4,5 Tonnen schweres Granitmammut aus China. Das Mammut ist das Wappentier der Steedener, weil vor Jahrtausenden hier echte Mammuts gelebt haben. Im Dunkeln wird das Mammut angestrahlt. "Letzte Woche wurden die letzten Arbeiten an dem Projekt Friedhofsvorplatz abgeschlossen", berichtete Ortsvorsteher Hans-Karl Trog (SPD). Es sei ein schöner, kleiner Park entstanden, der bisher sehr gut angenommen werde. Trog dankte allen freiwilligen Helfern sowie den Mitarbeitern der Baufirmen und Planer Matthias Jansen, die alle hervorragende Arbeit geleistet hätten. Schaefer Kalk habe noch Baumaterial gespendet. 

Besonders dankte der Ortsvorsteher dem ehemaligen Bürgermeister Friedhelm Bender (SPD), der sich stark für diese Maßnahme eingesetzt habe. Ohne ihn hätte es laut Trog den umgestalteten Friedhofsvorplatz möglicherweise gar nicht gegeben. Folglich ließ es sich Friedhelm Bender nicht nehmen, persönlich bei der Feierstunde vorbeizuschauen.

Bürger in Steeden freuen sich über neuen Park 

Bürgermeister Michel Kremer (parteilos) dankte neben den beteiligten Bürgern und Firmen vor allem Ortsvorsteher Trog, der die treibende Kraft bei diesem Projekt gewesen sei. Ohne Trogs hohes Engagement wäre, wie Kremer anmerkte, in Sachen Umgestaltung des Platzes möglicherweise nichts passiert. Michel Kremer zeigte sich auch begeistert, dass nach 11 000 Jahren endlich wieder ein Mammut in voller Lebensgröße in Steeden stehe. Es habe damals zu Zeiten der Höhlen Wildscheuer und Wildhaus in Steeden 4,5 Tonnen schwere Mammuts gegeben. Es habe aber auch besonders große Mammuts gegeben, die 15 Tonnen gewogen hätten.

Der neue Runkeler Verwaltungschef ("Das ist hier meine erste offizielle Rede") wünscht sich, dass die gute Ortsgemeinschaft in Steeden weiter so wie jetzt bestehen bleiben möge. "Dann wird das hier sicher nicht unser letztes gemeinsames Projekt gewesen sein", ist Kremer sich sicher. Zahlreiche Bürger waren zu Kaffee und Kuchen, kühlen Getränken und Würstchen gekommen, um sich den neuen Platz anzuschauen. Für gute musikalische Unterhaltung sorgte der Posaunenchor der evangelisch-Lutherischen Zionsgemeinde. Für den Platz und das Mammut werden übrigens noch Namen gesucht. Wer Vorschläge hat, kann diese gerne noch beim Ortsvorsteher äußern.   Von Robin Klöppel

Auch neu in Steeden: Neuer Gemeindepfarrer ist der Westerwälder Alexander John (32). Eines steht jetzt schon fest: Das Gemeindeleben wird in Zukunft noch musikalischer. 

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