1. Startseite
  2. Region
  3. Limburg-Weilburg

Synagoge wird Baustelle

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Der Verein „Ehemalige Synagoge Schupbach“ wird Bauherr. Die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes läuft unter seiner Regie. Der Verein kommt damit einer Bitte der Gemeinde Beselich nach, die Eigentümerin der ehemaligen Synagoge ist.

Die Finanzierung steht, und nun sind auch die restlichen Hürden überwunden, um mit einer Sanierung der ehemaligen Synagoge beginnen zu können. Die Mitglieder des Vereins, die zur Hauptversammlung im Schupbacher Bürgerhaus erschienen waren, stimmten geschlossen der Übernahme der Bauherrenschaft durch den Verein zu. Zuvor hatte Vorsitzender Johannes Laubach für diesen Weg geworben, um keine Zeit mehr zu verlieren, damit nun auch tatsächlich mit den Arbeiten begonnen werden kann.

Die Zeit drängt, denn der Zustand der Kuppeldecke, die sich über den Betsaal spannt und einen nächtlichen Sternenhimmel darstellt, hat sich in den vergangenen Monaten noch einmal deutlich verschlechtert. Mit der Übernahme der Bauherrenschaft kommt der Verein einer Bitte der Gemeinde nach, die Eigentümerin des Gebäudes ist. Ein entsprechender Vertrag, der dies alles regelt und zudem noch die künftige Nutzung beinhaltet, ist vom Gemeindevorstand inzwischen positiv beschieden.

Der erste Bauabschnitt der Sanierung schlägt mit rund 180 000 Euro zu Buche und beinhaltet nur die Kuppeldecke. Allerdings sind die Arbeiten sehr aufwendig, da die Decke nur von oben saniert werden kann. Dazu ist ein Gerüst notwendig, das zugleich als Dach für das Gebäude wirkt.

Paten gesucht

Das Landesamt für Denkmalschutz stellt 60 000 Euro zur Verfügung, die gleiche Summe kommt aus einem Sonderprogramm des Bundes. Die Gemeinde steuert im Rahmen ihrer Vereinsförderung 57 500 Euro bei und schließlich gibt es noch einen Zuschuss durch den Landkreis in Höhe von 8200 Euro.

Ziel des Vereins ist es, möglichst zügig nach Abschluss der Deckensanierung mit dem zweiten Bauabschnitt zu beginnen, der mit weiteren 180 000 Euro an Kosten zu Buche schlägt. Der Verein hat dazu auch eine Aktion gestartet, mit der Sponsoren gesucht werden. Wie die Zweite Vorsitzende Janina Ott der Versammlung berichtete, ist die Suche nach Paten für die Sterne an der Kuppeldecke gut angelaufen. Weitere Paten sind natürlich gerne gesehen.

Im Rahmen der Versammlung standen auch Vorstandswahlen an. Zuvor hatte Kassierer Karl Schmittel seinen letzten Kassenbericht vorgelegt. Er konnte davon berichten, dass sich die Eigenmittel des Vereins inzwischen auf nahezu 30 000 Euro summieren. Auf eine erneute Kandidatur verzichtete Schmittel aus Altersgründen.

Vorstand gewählt

Zu seinem Nachfolger wurde Gerd Klausnitzer gewählt. Der Rest des Vorstands wurde in den bisherigen Ämtern bestätigt: Vorsitzender Johannes Laubach, stellvertretende Vorsitzende Janina Ott, Schriftführerin Sabine Müller-Wendt, stellvertretender Schriftführer Eckart Mascus und die Beisitzer Karin Thomas-Klausnitzer und Gerhard Christ. Im Anschluss an die offizielle Tagesordnung erläuterte Architekt Stephan Dreier die anstehenden Arbeiten an der ehemaligen Synagoge und skizzierte das Vorgehen mit Ausschreibung, Auftragsvergaben und der Sanierung. Er will sich dafür einsetzen, dass der Verein am „Tag des offenen Denkmals“, 14. September, zu einem „Tag der offenen Baustelle“ in die ehemalige Synagoge einladen kann.

(nnp)

Auch interessant

Kommentare