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Theresa Streng aus Waldernbach mit Hund Cäsar: Die 22-jährige angehende Erzieherin hat mit ihrer Knochenmarkspende einer Niederländerin das Leben gerettet.

Stammzellenspende

Diese junge Frau aus Waldernbach hat einer Niederländerin das Leben gerettet

Sie ist das Gesicht der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS): Theresa Streng (22) aus Waldernbach ist gegenwärtig in einem Fernsehspot der DKMS zu sehen.

Waldernbach - „Ich habe einer Frau das Leben gerettet.“ Mit diesen Worten ist Theresa Streng in einem Werbespot für die DKMS im Fernsehen zu sehen. Die 22-Jährige wird in dem TV-Spot neben anderen jungen Leuten gefragt, was sie in ihrem Leben schon Gutes getan haben.

Theresa absolviert gerade ihre Ausbildung zur Erzieherin und studiert parallel Sozialpädagogik und Management. Ihr ist die Unterstützung der DKMS über ihre Stammzellspende hinaus eine Herzensangelegenheit. Über die Anfrage, ob sie sich vorstellen könne, in dem neuen DKMS-Spot mitzuwirken, freute sie sich deshalb sehr und sagte sofort zu. In einem Studio in Berlin fanden die Aufnahmen statt. „Es hat großen Spaß gemacht. Vor allem, dass ich so frei sprechen konnte, ohne Regieanweisungen und vorgefertigte Texte“, sagt Theresa.

Bei der Feuerwehr

Anderen zu helfen ist für die junge Frau im Alltag selbstverständlich. Auf ihre Mitmenschen einzugehen und sich sozial zu engagieren, findet sie wichtig. „So bin ich erzogen worden“, sagt sie. Deshalb ist sie auch seit ihrem zehnten Lebensjahr bei der freiwilligen Feuerwehr aktiv.

Theresa war erst ein halbes Jahr bei der DKMS registriert, als sie als Spenderin angefragt wurde. „Ich habe mich sehr gefreut, helfen zu können“, erinnert sie sich. Die Stammzellspende und die Vorbereitungen dazu empfand die 22-Jährige als unproblematisch und wenig aufwendig. Sie weiß heute, dass sie für eine junge Frau in den Niederlanden gespendet hat, die dank ihrer Stammzellen nun wieder auf dem Weg der Besserung ist. „Das war ein sehr emotionaler Moment, als ich anonym über die DKMS einen Dankesbrief von der Empfängerin erhielt“, sagt sie. „Man macht sich ja schon Gedanken darüber, wer die Person ist, der man vielleicht das Leben rettet.“

Kein Fan von Vorsätzen

Als der DKMS-Spot im Herbst 2018 zum ersten Mal im Fernsehen ausgestrahlt wurde, saß Theresa zusammen mit ihrer Familie gespannt vor dem Fernseher. Viele Freunde und Bekannte, die sie in dem Video erkannt haben und noch nichts von ihrer Spende wussten, haben sie darauf angesprochen. „Ich habe tolle Reaktionen bekommen und war überrascht, wie viele den Spot gesehen haben und sich deshalb auch bei der DKMS registrieren ließen.“ Als Heldin sieht sich Theresa aber deshalb nicht. Ihr ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema Stammzellspende auseinandersetzen, so wie sie es auch getan hat.

Fragt man Theresa nach guten Vorsätzen für das neue Jahr, sagt sie: „Ich bin kein Fan von guten Vorsätzen. Die brauche ich nicht, um Gutes zu tun.“

(red)

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