„Die Tiere nicht zum Narren machen“

Sind Sie schon mal gebissen worden, Frau Korte? MAREEN KORTE: Natürlich.

Sind Sie schon mal gebissen worden, Frau Korte?

MAREEN KORTE: Natürlich. Deswegen ist es so wichtig, die Körpersprache der Hunde zu verstehen. Ich muss erkennen, wenn ein Hund keine Lust mehr hat, ängstlich oder aggressiv ist.

Wir haben gehört, dass es Hundebesitzer gibt, die ihre Tiere färben und sogar Haarteile verwenden möchten. Reizt Sie das?

KORTE: Ich erfülle viele Wünsche, aber das gehört definitiv nicht dazu. Ich möchte die Tiere nicht zum Narren machen. Die Asiaten waren die Ersten, die mit dem Quatsch angefangen haben. Chinesen und Japaner. Von dort ist die Mode in die USA und auch zu uns rübergeschwappt. In Deutschland ist die Nachfrage aber glücklicherweise nicht sehr groß.

Unter den Friseuren gelten die Franzosen als die Besten und Kreativsten ihres Fachs. Gilt das auch für Hundefriseure?

KORTE: Ja, schon. Die Franzosen sind die Besten, aber auch die Italiener sind sehr gut. In diesen Ländern wird der Beruf des Hundefriseurs staatlich gefördert. Die Leute können Seminare belegen und sich weiterbilden. In Deutschland bezahlen wir das alles aus eigener Tasche.

Wie lange dauert eine Behandlung bei Ihnen?

KORTE: Bis zu drei Stunden. Am Tag mache ich ungefähr drei, manchmal vier Termine aus.

Schildern Sie uns Ihr schrecklichstes und Ihr lustigstes Ereignis.

KORTE: Ein kleiner Kunde ist mir mal ausgebüxt. Ich bin fast verrückt geworden. Doch gottlob wurde er nach zehn Minuten gefunden. Direkt in der Nachbarschaft. Lustige Ereignisse gibt es eigentlich täglich. Die Tiere sorgen dafür!

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