Tipps im Kampf gegen Gelbrost

Die heimischen Landwirte haben in der Region stark unter Gelbrost bei Winterweizen, Winterroggen und der Kreuzung aus beiden, Triticale, zu leiden.

Die heimischen Landwirte haben in der Region stark unter Gelbrost bei Winterweizen, Winterroggen und der Kreuzung aus beiden, Triticale, zu leiden. Das wurde bei einem Feldrundgang mit Pflanzenbauberater Wilhelm Möller vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) am Standort Limburg deutlich. Möller gab Tipps, wie der Schaden für die Landwirte trotz Befalls so gering wie möglich gehalten werden kann. Auf dem gemeinsamen Versuchsfeld des Vereines Landwirtschaftlicher Fachschulabsolventen im Nassauer Land und des LLH werden insgesamt 16 Weizenarten angebaut, um anhand von Langzeitbeobachtungen zu erkennen, mit welchen Sorten in der Region der größtmögliche Weizenertrag erzielt werden kann. Das muss aber laut Möller nicht immer die Sorte sein, die am sichersten vor Krankheitsbefall ist, so dass jeder Landwirt abwägen muss, was er anpflanzt. Dieses Jahr ist der Gelbrost laut Möller durch die kühl-feuchte Witterung im März besonders stark in ganz Mittelhessen aufgetreten und viele Sorten sind befallen. Auf der Versuchsfläche zeigen sich die Sorten Kerubino, JB Asano, Orcas, Matrix und Primus besonders befallen, Midas, Linus, Arezzo und Premio hingegen waren weniger von Gelbrost befallen.

Aus diesem Grund kann der Fachmann den Landwirten, die nicht die weniger gelbrostgefährdeten Sorten auf den Feldern haben und die Krankheit auf Pflanzen entdecken, nur zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln raten. Wer nichts tue, müsse mit einer Eintragseinbuße von zehn bis 20 Dezitonnen pro Hektar oder, anders formuliert, 30 Prozent rechnen. Denn ein Gelbrostbefall könne sich schnell auf einen kompletten Bestand ausweiten. rok

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