Schadecker Treppchen

Der Trampelpfad soll weg

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Runkel hat viel vor: Der Ortsbeirat der Kernstadt will dringend das Schadecker Treppchen wieder herrichten. Zudem soll der Spielplatz verschönert werden. Der Kultursommer ab Juli wirft ebenfalls seine Schatten voraus.

Runkels Ortsvorsteher Michel Kremer (parteilos) ist glücklich, dass es nach einer Pause im letzten Jahr im Sommer den Zweiten Runkeler Kultursommer geben wird. Die Vereine haben sich laut dem über die SPD-Liste in den Ortsbeirat gerückten Gießener Universitätsdozenten bereits mit dem Künstlerischen Leiter Dieter Buroch zusammengesetzt und ein Programm entwickelt, das ab Mitte Juli sechs Wochen laufen und bei der Runkeler Kirmes ihren Abschluss finden soll.

Buroch hat das Programm schon ausgearbeitet, es soll aber noch nicht öffentlich gemacht werden. Was der Ortsbeirat dieses Jahr unbedingt noch gemeinsam mit den Kollegen aus Schadeck und möglichst vielen Bürgern in einem Arbeitseinsatz erledigen möchte: der Weg von der Runkeler Seite zu den Schadecker Treppchen soll wieder auf Vordermann gebracht werden.

Denn dieser wird vor allem von Schülern auf dem Weg von Schadeck zum Runkeler Bahnhof weiterhin rege genutzt. „Der Weg ist mittlerweile ein richtiger Schlammpfad geworden“, begründet Kremer die Aktion.

Bei diesem Termin sollen Pflaster gelegt und auch eine Beleuchtung angebracht werden, damit die Treppchen auch bei Dunkelheit gefahrlos begangen werden können. Kremer rechnet für das Projekt mit Materialkosten von 4000 Euro, die die Stadt sicherlich problemlos übernehme.

Außerdem würden Geräte des Runkeler Bauhofes von den Helfern gebraucht. Die 1300 Euro, die der Ortsbeirat 2018 bei seiner alljährlichen Adventsaktion „Lebendiger Adventskalender“ eingespielt hat, sollen für die Verschönerung des Spielplatzes am Runkeler Kindergarten verwendet werden. „Da stehen teilweise noch Spielgeräte, die über 30 Jahre alt sind“, sagt Kremer.

Von daher wäre es ihm trotz knapper Kassen der Stadt lieb, wenn sich an der Situation noch im laufenden Jahr etwas ändern könnte. Um hier wirklich etwas bewegen zu können, hofft er auf finanzielle Unterstützung der katholischen und evangelischen Kirchengemeinde sowie weitere Spenden großzügiger Bürger.

Kremer berichtet, dass der Adventskalender 2017 hervorragend angekommen sei und folglich auch 2018 wieder allabendlich ab Anfang Dezember bis vor Heiligabend durchgeführt werde. Bürger, die Gastgeber eines „Kalendertürchens“ bei sich zu Hause sein wollen, können sich jetzt schon beim Ortsvorsteher melden.

Michel Kremer kündigt an, dass es nach Fastnacht mit der Umsetzung der Eigenkontrollverordnung (EKVO) in der Burg- und Obertorstraße losgehen solle. Der Runkeler Ortsvorsteher ist für eine zügige Umsetzung der EKVO, denn wenn hier endlich alle Maßnahmen abgearbeitet seien, werde der Runkeler Haushalt in Zukunft auch wieder deutlich bessere Zahlen schreiben, ist Kremer überzeugt. Der 32-Jährige freut sich ebenfalls, dass der Runkeler Weihnachtsmarkt gezeigt hat, dass Runkel nach wie vor eine intakte Ortsgemeinschaft besitze. Von daher würde er sich wünschen, dass langsam aber sicher die Ortsvereine auch wieder wie früher die Ausrichtung der Runkeler Kirmes übernehmen.

Denn es soll bei dem Fest wieder „mehr Leben in die Bude“ kommen. Darum auch der Abschluss des Runkeler Kultursommers Kirmesfreitag im Festzelt. Der Freitag sei die letzten Jahre nämlich, wie Kremer sagt, immer tote Hose gewesen. Leider gibt es laut Kremer in Runkel nicht eine so starke Kirmesburschentradition wie in anderen Dörfern der Region, die solche Feste seiner Meinung nach wie in Brechen auch stark belebe. Seit 2009 gab es in Runkel keinen Kirmesburschenjahrgang mehr, bedauert Kremer.

Er hofft, dass jüngere Jahrgänge das Heft in die Hand nehmen, um eine neue Kirmesburschendynastie in der Kernstadt zu begründen. Ansonsten könnten die Runkeler froh sein, in der Stadt zu wohnen, ist sich Kremer sicher.

Er selbst hat schon längere Zeit im Ausland verbracht, könnte als Uni-Dozent für Englische Literatur- und Kulturwissenschaft nach der geplanten Promotion in viele Großstädte gehen. Doch Michel Kremer hat sich dazu entschieden, Runkeler zu bleiben.

Denn mit der Lahn habe der Runkeler quasi ein Schwimmbad vor der Haustür und auch tolle Natur. Zudem liege die Stadt zentral zwischen Limburg und dem Rhein-Main-Gebiet.

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