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Wer gut laufen will, muss sich vorbereiten: Warm-Up mit Jeannette Truhöl und Kevin Isermeyer.

900 Teilnehmer

Stadtlauf sorgt für gute Stimmung und viel Lob an die Organisatoren

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Über 900 Läufer am Start: Der vierte Rotary-Stadtlauf, organisiert vom Rotary Club, dem SV Bad Camberg, der TG Camberg und dem WSC Goldener Grund brachte gestern die Kurstadt in Bewegung.

Bad Camberg - Lea (10), Mara (7) und Aaron (5) sind gerade gelaufen, ihre Eltern Simone und Dominik Martin aus Bad Camberg werden es gleich tun. "So einen roten Kopf hattest Du noch nie", schmunzelt der Vater und streicht Mara über das Haar. Die kleine Bad Cambergerin ist zu Recht stolz: Zum ersten Mal hat sie sich an die 2500 Meter-Strecke gewagt. "Es war schwer", sagt sie. Aber sie ist glücklich: Gut gestartet und angekommen. Ihre ältere Schwester rät allen, die sich zum ersten Mal an einem solchen Lauf versuchen: "Kräfte einteilen." Stimmt. Wer lange durchhalten will, braucht Kondition. Wie haben sich die Kinder vorbereitet? "Durch unseren Schulweg", erklärt die Ältere. Sie gehen in die Atzelschule. Der Weg ist 2,5 Kilometer lang. Hin und zurück schaffen sie also jeden Tag das Doppelte von Maras heutiger Laufleistung.

Über 900 Teilnehmer sind beim vierten Rotary-Stadtlauf in Bad Camberg gestartet, die vier ausrichtenden Vereine, der Rotary Club, der SV Bad Camberg, die TG Camberg und der WSC Goldener Grund haben 120 Helfer im Einsatz, DRK und Feuerwehr sind zur Stelle und viele, viele Zuschauer, die an der Strecke anfeuern. Nicht nur das: "Ich bin die Strecke mit dem Roller abgefahren", erklärt der Vorsitzende des Sportvereins Herbert Falkenbach. Er hat gesehen: Anlieger haben den Grill angeschmissen, stehen mit Essen und Trinken bereit, wollen die Läufer verköstigen. Deshalb wird es bei einigen wohl etwas länger dauern. Burkhard Becker geht davon aus. Er tritt für den Jahrgang 1964/65 an. Alle tragen auf ihren T-Shirts die Aufschrift "Tokio 2020". Hinten steht: ". . . oder später." Dass es länger dauern wird, liegt nicht nur an seiner Laufleistung. Der Schwickershäuser Ortsvorsteher ist in der Feuerwehr aktiv, kennt durch die Jugendarbeit fast jeden, und natürlich ist immer wieder eine kleine Unterhaltung nötig - selbst beim Laufen. Jahrgangskollegin Sylke Kamrath-Schmitt kennt das schon.

Andere treten mit einem leistungsbezogeneren Ziel an. So Dominik Hölzer. Er wird nachher als Sieger der Männer M 40 auf dem Podest stehen. Seine Zeit: 19:55 Minuten, das sind 3:58,8 Minuten je Kilometer. Der Sportler der LG Lahn-Aar-Esterau hat nur Lob übrig für das Event: "Der Lauf ist hammermäßig organisiert, die Zuschauer klatschen an der Strecke, und die Verpflegung ist klasse!"

Vielleicht ist es genau das, was auch weniger Sportliche animiert, mitzumachen und durchzuhalten. Läufer aller Altersklassen von den Bambinis aufwärts brechen eine Lanze für gute Bewegung. Wer es ruhiger will, ist bei den Nordic-Walkern richtig. "Es machen so viele mit, die die Läufer unterstützen", freut sich TG-Vorsitzender Stefan Schütz. Rotary-Chef Bussinger und WSC-Vorsitzender Michael Wirsing gratulieren einem Sieger nach dem anderen, während Bianca Berger und Mirco Liefke die fleißigen Läufer interviewen.

VON PETRA HACKERT

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